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Marktkommentar: Didier Saint-Georges (Carmignac): Drei Überlegungen für 2018
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Marktkommentar Didier Saint-Georges (Carmignac): Drei Überlegungen für 2018

Nachrichtenquelle: Asset Standard
19.01.2018, 00:00  |  954   |   |   

Das Jahr 2018 wird von drei getrennten, wenngleich voneinander abhängigen Bereichen gekennzeichnet sein, die äußerste Wachsamkeit erfordern.

Die Formulierung eines Basisszenarios für den Markt ist gewiss ein unabdingbarer erster Schritt. Doch ein solches Szenario muss im Zusammenhang mit einer Analyse der Aufwärts- und Abwärtsrisiken stehen. Das heißt, es sollte sich auf das Verständnis der wichtigsten Faktoren stützen, die bei einer signifikanten Wende einen entscheidenden Einfluss auf die Märkte haben könnten, nach oben wie nach unten.

Langfristig ist ein solches Verständnis unverzichtbar für das Generieren einer soliden Performance über Marktzyklen hinweg.

 

Die Herausforderungen, um die es geht, fallen in drei getrennte, wenngleich voneinander abhängige Bereiche: Konstellation der Märkte, makroökonomische Aspekte und politische Faktoren. Unsere Analyse zeigt: Das Jahr 2018 wird von Herausforderungen gekennzeichnet sein, die äußerste Wachsamkeit erfordern.

   

Politische Faktoren

 

Weite Kreise der Anlegergemeinde gehen zu Recht davon aus, dass dieser Bereich für die Märkt nur von sekundärer Bedeutung ist. Es ist noch schwieriger, politische Entwicklungen vorherzusagen als wirtschaftliche Veränderungen – von ihrer Auswirkung auf die Finanzmärkte ganz zu schweigen. Vor diesem Hintergrund halten wir dennoch nichts von übermäßiger Sorglosigkeit gegenüber der Politik im Jahr 2018.

 

Zunächst erscheinen die Auswirkungen politischer Ereignisse oft erst mit zeitlichem Verzug auf dem Radarschirm. Die britische Wirtschaft wird das Brexit-Votum aus dem Jahr 2016 in diesem Jahr wahrscheinlich noch schmerzhafter zu spüren bekommen. Wir beginnen daher das Jahr mit einer Verkaufsposition auf das britische Pfund, die sich auszahlen dürfte, wenn es zu großen Schwierigkeiten am Verhandlungstisch kommt.

 

Hinzu kommt, dass die bevorstehenden Wahlen in Lateinamerika und Europa alles andere als harmlos sind. Besonders aufmerksam sollte man in diesem Umfeld Mexiko beobachten und vielleicht sogar die Renditen von Staatsanleihen der europäischen Peripherieländer. Geht man hingegen davon aus, dass die politischen Entwicklungen eine positive Wende nehmen, was unserem Szenario entspricht, wird die europäische Einheitswährung gut abschneiden.

 

Letztendlich beobachten wir auch die Entwicklungen im Nahen Osten sehr genau, da in dieser Region derzeit Gefahren einer politischen und damit auch wirtschaftlichen Destabilisierung lauern. Wir halten unsere Positionen in westlichen Erdölproduzenten und unsere Goldaktien für eine leistungsfähige Absicherung gegen die Zunahme politischer Risiken im Nahen Osten.

   

Makroökonomische Aspekte

 

Die Prognosen der Ökonomen, die sich 2017 als bei weitem zu pessimistisch erwiesen hatten, wurden erwartungsgemäß nach oben korrigiert, und das zu einem Zeitpunkt, zu dem Zuversicht, Konsum und Wirtschaftswachstum Spitzenwerte erreichen. Auch wenn man durchaus davon ausgehen kann, dass die Weltkonjunktur sich 2018 weiter solide entwickeln wird, besteht nunmehr das Risiko enttäuschender Nachrichten.

 

Diese Aussicht beinhaltet ein gewisses Risiko für Aktien, insbesondere für die aus zyklischen Sektoren. Doch sie birgt auch Chancen. Denn indem dieses Szenario die Anfälligkeit des Dollars erhöht und der Anhebung der Zinsen Grenzen setzt, begünstigt es in hohem Maße die Bewertung von Wachstumswerten in den USA und den Schwellenländern.

   

Konstellation der Märkte

 

2017 beschleunigte die endlich eingetretene Konjunkturerholung dank der großzügigen von den Zentralbanken bereitgestellten Liquidität den Anstieg der Aktienmärkte, bewirkte aber immer noch keine deutliche Anpassung der Anleihenmärkte. Die Verzerrung der Marktpreise hat 2017 gewiss ihren Höhepunkt erreicht, und 2018 dürfte von einer bedeutenden Trendwende gekennzeichnet sein. In diesem Jahr werden die Zentralbanken ihre weltweiten monatlichen Liquiditätsspritzen allmählich zurückfahren, letztendlich wahrscheinlich bis auf null.

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