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Anlegerverlag Commerzbank: Risiken werden ignoriert – ein Kursbild wie an der Wall Street

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
29.01.2018, 09:33  |  661   |   |   

Die Schweizer Großbank UBS erhöhte heute Früh eine ganze Reihe von Kurszielen. Auch bei der Commerzbank (ISIN: DE000CBK1001) wurde das Ziel nach oben genommen … aber zum einen von 11,40 auf 11,60 Euro, womit man meilenweit unter dem aktuellen Kurs der Aktie bleibt, zum anderen wurde die Empfehlung von „Neutral“ auf „Verkaufen“ heruntergenommen. Die UBS reflektiert damit unsere an dieser Stelle zuletzt einige Male geäußerte Skepsis. Diese basiert vor allem auf dem Umstand, dass man zwar damit rechnen kann, dass die Bank im Jahr 2018 deutlich mehr verdienen wird als im abgelaufenen Jahr, der Kurs aber dennoch ungewöhnlich „teuer“ ist. Was wiederum daran liegt, dass permanente Übernahmegerüchte die Aktie ein ums andere Mal höher zogen, der Kurs aber nie zurückkam, wenn sich diese Gerüchte – jedes Mal – als haltlos erwiesen.

Wenn eine konkrete Übernahme anstünde, wenn konkrete Kaufpreise bzw. Abfindungsangebote für Aktionäre vorlägen, es wäre etwas anderes. So aber haben wir hier eine „Gerüchte-Blase“, die das Kurspotenzial nach oben begrenzt, nach unten aber höhere Risiken bedeutet, als dies bei anderen DAX-Titeln der Fall wäre – zumal den Gerüchte-Köchen langsam die potenziellen Übernahmekandidaten ausgehen. Sie sehen im Chart, dass die Marktteilnehmer diese Herabstufung durch die UBS einfach ignorieren. Gerade das aber signalisiert, dass die immens viel Spekulation im Markt ist, viele stur auf Hausse setzen und dabei das Umfeld außen vor lassen. Das ist ein Bild, das wird derzeit an der Wall Street in vielen Bereichen sehen, hier in Deutschland ist es eher eine Ausnahme – und das ist auch besser so.

Wer hier auf der Long-Seite dabei ist, sollte zumindest mit engen Stoppkursen agieren und erwägen, diese sicherheitshalber als Stop Loss-Verkaufsorder zu gestalten. Als sinnvolle Orientierung hierfür würden wir weiterhin die 20-Tage-Linie sehen, die bei 13,18 Euro, knapp unter der oberen Begrenzung des keilförmigen Aufwärtstrendkanals und der ultra-kurzfristigen Aufwärtstrendlinie eine wichtige Leitlinie für diese spekulative Hausse darstellt.

 

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