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Aktien Frankfurt: Dax kämpft um Stabilisierung - Unternehmenszahlen im Fokus
Foto: Boris Roessler - dpa

Aktien Frankfurt Dax kämpft um Stabilisierung - Unternehmenszahlen im Fokus

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
31.01.2018, 15:06  |  1558   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat nach den jüngsten Kursverlusten am Mittwoch einen Stabilisierungsversuch unternommen. Angesichts der immer noch hohen Anleiherenditen und des wieder anziehenden Eurokurses hielt sich das Plus aber in Grenzen. In der laufenden Berichtssaison standen mit Siemens und Infineon gleich zwei Dax-Mitglieder im Fokus.

Nach zwischenzeitlich deutlicheren Gewinnen notierte der deutsche Leitindex am Nachmittag noch 0,12 Prozent höher bei 13 213,51 Punkten. Die Anleger griffen wieder zu, nachdem der Dax vortags unter 13 200 Punkte gerutscht war - auf diesem Niveau hatte das Börsenbarometer bereits Mitte Januar mehrfach wieder Halt gefunden.

Mit Siemens und Infineon berichteten am Mittwoch gleich zwei Dax-Mitglieder über die jüngste Geschäftsentwicklung. Dass die US-Privatwirtschaft dem Arbeitsmarktdienstleister ADP zufolge im Januar mehr Arbeitsplätze geschaffen hat als erwartet, ließ den Index kalt. Die ADP-Daten haben Signalwirkung für den offiziellen monatlichen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung am Freitag, obwohl die Treffsicherheit nicht besonders hoch ist.

Noch vor gut einer Woche hatte der Dax bei 13 596 Punkten ein Rekordhoch erreicht - seitdem ging es fast nur bergab. Für den Januar steuert Deutschlands wichtigster Aktienindex dennoch auf ein Plus von über 2 Prozent zu, nachdem er 2017 mit einem Kursanstieg von über 12 Prozent die beste Bilanz seit vier Jahren hingelegt hatte. An der Wall Street hatten die Aktienkurse am Dienstag noch deutlich nachgegeben. Doch auch hier zeichnet sich aktuell eine klare Stabilisierung ab.

Besser schlugen sich zur Wochenmitte die anderen deutschen Indizes: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen erholte sich um 0,65 Prozent auf 26 878,97 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,93 Prozent auf 2663,28 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,09 Prozent auf 3610,02 Zähler hoch.

Der Chiphersteller Infineon konnte die Anleger trotz operativ guter Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2017/18 nicht begeistern. Vielmehr belastete der gesenkte Umsatzausblick, wenngleich das Unternehmen selbst und etliche Analysten betonten, dass dies lediglich der Euro-Stärke zum US-Dollar geschuldet sei: Die Aktien waren mit minus 0,76 Prozent einer der größten Verlierer im Dax.

Siemens schaffte dagegen ein Kursplus von 1,32 Prozent. Lob bekam der Technologiekonzern vor allem für die gute Auftragslage. Dass die Ergebnisse zum Auftakt des Geschäftsjahres unter einem schwachen Geschäft mit Gasturbinen und negativen Wechselkurseffekten bei der kurz vor dem Börsengang stehenden Medizintechnik-Sparte Healthineers gelitten hatten, blendeten die Investoren eher aus.

Mit Sartorius legte zudem ein TecDax-Unternehmen vorläufige Jahreszahlen vor. Der Pharma- und Laborausrüster erreichte demnach seine im Herbst gesenkten Ziele. Zudem setzen die Göttinger darauf, dass es in der wichtigen Sparte Bioprocess Solutions 2018 wieder besser läuft. Die Aktien markierten bei 95,75 Euro ein Rekordhoch. Zuletzt verbuchten sie an der Indexspitze ein Plus von 6,28 Prozent auf 95,60 Euro.

Im Nebenwerte-Index SDax stürzten Washtec-Titel um gut 11 Prozent ab, nachdem der Waschanlagen-Hersteller enttäuschende vorläufige Resultate für 2017 vorgelegt hatte.

Ansonsten bewegten Analystenkommentare. Bei Dax-Spitzenreiter ProSiebenSat.1 sorgte eine Kaufempfehlung der Deutschen Bank für einen Kurssprung von 3,86 Prozent. Bei den zuletzt ohnehin starken Aktien des Versandhändlers für Geschäftsausstattung Takkt konnten sich die Anleger über weitere Gewinne von 4,55 Prozent auf 21,85 Euro sowie den ersten Platz im SDax freuen. Analyst Christian Salis von der Privatbank Hauck & Aufhäuser hatte zuvor sein Kursziel auf 25 Euro angehoben und liegt damit an der Spitze der im dpa-AFX Analyser gelisteten Experten.

Der Euro stieg zuletzt auf 1,2465 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,2421 (Montag: 1,2379) US-Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,47 Prozent am Vortag auf 0,46 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 139,19 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,20 Prozent auf 159,15 Punkte./gl/tos

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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