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Börse Stuttgart-News Trend am Mittag

Gastautor: Börse Stuttgart
31.01.2018, 17:12  |  509   |   |   

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Euwax Trends an der Börse Stuttgart

Umsätze im Einzelhandel steigen weiter

DAX erholt sich

- Von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV News Redaktion -

Nach zwei schwächeren Handelstagen in Folge zeigt sich der DAX heute leicht erholt. So liegt das deutsche Börsenbarometer bei 13.225 Punkten mit 0,2 Prozent im Plus. Zuletzt hatten vor allem deutlich gestiegene Renditen amerikanischer Staatsanleihen die Aktienmärkte belastet.

Allerdings ist auch der Euro wieder geklettert. Die Gemeinschaftswährung notiert aktuell bei 1,2450 US-Dollar.

Deutsche Staatsanleihen sind ebenfalls mit Kursgewinnen in den Handel gestartet. Nach zum Teil starken Verlusten in den vergangenen Handelstagen konnten die Bundesanleihen die Talfahrt damit vorerst stoppen.

Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg am Morgen um 0,12 Prozent auf 159,02 Prozentpunkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 0,67 Prozent. Auch bei den Anleihen der übrigen Euroländer gingen die Renditen mehr oder weniger stark zurück. Offensichtlich hat der Abgabedruck am Rentenmarkt nachgelassen. Experten zufolge habe der unerwartet geringe Preisdruck in Deutschland hierzu beigetragen. Im Januar war die Inflationsrate überraschend auf 1,6 Prozent gesunken, nachdem sie im Dezember noch bei 1,7 Prozent gelegen hatte.

Auch in der Eurozone hat die Preisentwicklung Anfang des Jahres einen weiteren Dämpfer erhalten. Im Januar sind die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 1,3 Prozent gestiegen. Dies ist die niedrigste Inflationsrate seit dem vergangenen Juli. Analysten hatten zum Jahresauftakt sogar mit einem stärkeren Rückgang der Inflationsrate auf 1,2 Prozent gerechnet.

Im Dezember war die Teuerung im gemeinsamen Währungsraum noch mit 1,4 Prozent und im November mit 1,5 Prozent gemessen worden. Damit entfernte sich die Inflation im Januar wieder ein Stück weit vom Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB), die mittelfristig eine Teuerung von knapp zwei Prozent anstrebt.

Außerdem rückt die amerikanische Geldpolitik stärker in den Fokus der Anleger am Devisenmarkt. Am Abend wird die US-Notenbank Fed ihre aktuelle Zinsentscheidung veröffentlichen. Analysten rechnen nicht mit einer Änderung des Leitzinses in den USA. Es wird die letzte Zinssitzung unter der Fed-Vorsitzenden Janet Yellen sein.

Unterdessen kamen erfreuliche Konjunkturdaten aus Deutschland. Die Unternehmen des Einzelhandels haben 2017 das achte Jahr in Folge steigende Umsätze verbuchen können. Der Zuwachs betrug im Vergleich zum Vorjahr real (zu unveränderten Preisen) 2,3 Prozent. Rechnet man die Preissteigerungen hinzu (nominal), hatten die Händler sogar 4,2 Prozent mehr Geld in den Kassen.

Erneut konnte der Internet- und Versandhandel mit einem realen Plus von 7,7 Prozent den größten Zuwachs verzeichnen. Gut liefen auch die Geschäfte mit Textilien, Schuhen und Lederwaren mit einer Steigerung um 4,2 Prozent.

ProSiebenSat.1 an der DAX-Spitze

Die Gewinnerliste im DAX wird heute durch die Aktien von ProSiebenSat.1 angeführt. Eine Kaufempfehlung der Deutschen Bank hat die Kurse hier beflügelt. Die Papiere des Medienkonzerns verteuerten sich um fünf Prozent. Mit 31,04 Euro kosteten sie soviel wie seit dem Kurseinbruch im August 2017 nicht mehr.

Damals hatte der Medienkonzern den Markt mit Hinweisen auf unerwartet geringe Werbeeinnahmen im schwachen TV-Markt geschockt. In der Folgezeit war es für den dann schwächsten DAX-Wert des Jahres bis auf das Niveau von Februar 2013 abwärts gegangen. Seither haben sie sich jedoch zum Favoriten im Leitindex aufgeschwungen.

Der kräftigen Erholung soll nun die Analystin Laurie Davison weiteren Auftrieb verliehen haben. Die jüngsten Werbeumsätze dürften den Markt nach ihrer Einschätzung wieder beruhigen. ProSiebenSat.1 sei im vierten Quartal stark zurückgekommen und habe im soliden Umfeld zu Beginn des Jahres keine Marktanteile mehr verloren. Mit ihrem Kursziel von 38 Euro signalisiert die Expertin, dass die Aktien noch mehr als 22 Prozent Luft nach oben hätten.

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