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Bye Bye Booking.com? WindingTree greift Reiseportale mit der Blockchain an

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Gastautor: Robby Schwertner
01.02.2018, 09:01  |  8260   |   

Mit der Verbreitung des Internets nahm auch die Bedeutung von Online-Buchungsportalen zu, allen voran Booking.com. Das Buchungsverhalten änderte sich mit der Digitalisierung komplett. Nun mischt ein neuer Wettbewerber den Markt auf: Wieder eine Revolution und diesmal hat Booking&Co die schlechteren Karten: Das Schweizer Reiseportal WindingTree, arbeitet Blockchain-basiert  und stellt den direkten Kontakt zwischen Hotel und Kunden her.

Das freche Startup aus der Schweiz greift die Buchungsportale frontal an. Und zwar dort, wo es am meisten weh tut: Beim Preis. WindingTree verwaltet Daten ihrer Kunden und der Hotels nicht selbst, sondern sorgt nur dafür, dass die Leistungen eines Anbieters vom Kunden direkt gefunden werden.   
  
Die Innovation: Statt der fetten Provision, die sich Buchungsportale holen, wird eine vom Buchungsvolumen unabhängige Grundgebühr eingehoben. Damit ist WindingTree keine Buchungsplattform, sondern verbindet mit einer dezentralen Datenbank Hotelbetreiber direkt mit dem Kunden. Sowohl beim Buchen als auch beim Bezahlen kommt man komplett ohne Reiseportal und ohne Bank aus. 

Maksim Izmaylov, CEO und Gründer von WindingTree sagt es ganz klar: "Die jetzige Vertriebsarchitektur ist extrem ineffizient. Die Kosten verrechnen die Portale an die Konsumenten weiter. Unsere Blockchain-basierte Struktur senkt Kosten für Reiseunternehmen und Kunden". WindingTree COO Pedro Andersen rechnet damit, dass WindingTree den Markt auf den Kopf stellen wird.

"Unter der Blockchain wird eine spezielle Datenstruktur im Internet verstanden, die als nicht manipulierbar gilt. Sie bildet auch die Grundlage für die digitale Währung Bitcoin. An der Einführung der neuen Technologie arbeiten bereits große Tech-Konzerne und Banken“, sagt auch Florian Bauhuber, Geschäftsführer des Unternehmens Tourismuszukunft.

Der Digitalexperte erkennt klare Wettbewerbsvorteile bei WindingTree, gibt allerdings im Interview mit heise.de zu bedenken: "Nur wenn sich die Technologie durchsetzt, besteht eine Chance die Marktmacht der Intermediäre zu brechen“.

Die Lufthansa hat bereits Interesse angemeldet: Die deutsche Fluggesellschaft arbeitet mit dem Schweizer Krypto-Reise-Startup zusammen und steckt darüber hinaus Geld in dessen Initial Coin Offering (ICO), wieviel wollte man nicht sagen.   

Was meint CryptoRobby:
WindingTree lehrt Booking&Co das fürchten. Für Hotelbesitzer war die Umstellung auf Booking.com vor 20 Jahren noch ein großer Schritt. Jetzt vom Online-Reisevermittler auf ein Blockchain-System von WindingTree umzusteigen, wird vergleichsweise easy: Einfach App downloaden, registrieren, fertig! Booking.com wird sich etwas überlegen müssen. Denn sonst bleiben sie im Regen stehen, während ihre Kunden am Strand Cocktails schlürfen und sich über günstiges Reisen mit WindingTree freuen.

 

Weitere Informationen zum ICO: hier.



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