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Euro fondsxpress Templeton wird gesichtslos

Gastautor: Jörn Kränicke
02.02.2018, 15:37  |  1338   |   |   

Wer sich bislang mit Schwellenländern beschäftige, dachte unweigerlich an Mark Mobius. Er war es, der 1989 den ersten globalen Schwellenländerfonds bei Franklin Templeton lancierte. Wer ihm damals vertraute, konnte sein Geld mehr als verdreißigfachen. Zudem war er stets präsent und machte Werbung für Investments in Schwellenländern, und versuchte, seinen Einfluss als Investor auch bei den Unternehmen auszuüben. So saß er in zahlreichen Aufsichtsräten wie etwa bei Lukoil.

Zu seinem Abschied von Templeton lud er vor einigen Tagen sein gesamtes Team nach Singapur ein. Darunter auch Carlos von Hardenberg, quasi sein Ziehsohn bei Templeton. Er übernahm 2015 das Management des Ur-Emerging-Markets- Fonds von Templeton und machte ihn wieder konkurrenzfähig. In dieser Woche wurde nun bekannt, dass auch Hardenberg Templeton verlässt. Warum — darüber kann man nur spekulieren. Möglicherweise war er enttäuscht, dass er keinen Chefposten bekommen hat. Vermutlich wird Hardenberg nun mit seinem Mentor ein neues ­Kapitel in Sachen Schwellenländer aufschlagen. Man munkelt, dass die beiden demnächst einen Schwellenländer-/Frontier-Markets-Fonds auf den Markt bringen. 

Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochnende
 
Jörn Kränicke
Chefredakteur

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