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DAX-Chartanalyse: Resignation am Aktienmarkt

DAX-Chartanalyse Resignation am Aktienmarkt

Gastautor: Andreas Mueller
04.02.2018, 12:41  |  15869   |   |   

Was passierte in der vergangenen Handelswoche und welche Schlüsse lässt dies nun zu? Fakten und der Blick auf mögliche Unterstützungen zeigen Ihnen einen möglichen Weg für den Handel im DAX in der neuen Woche auf.

Nach dieser turbulenten Handelswoche und mehr als 4 Prozent Wochenverlust ist der Deutsche Aktienmarkt stark angeschlagen. Jeder Handelstag endete im Minus. Hatten wir nicht noch vor wenigen Wochen eine neues Allzeithoch gefeiert? Was ist indessen passiert und wie sollte man damit umgehen? Mein Versuch im Ausblick auf diese Fragen entsprechende Antworten zu finden, folgt einem kurzem Abriss der vergangenen Woche auf dem Fuß. Dabei definiere ich aus Sicht der Charttechnik für Sie die DAX Ziele im Tageschart.  

Dies geschah in der Börsenwoche

 

Eins vorweg: Der Verlust von mehr als 4 Prozent ist kein DAX-spezifisches Ereignis gewesen. Die Wall Street vollzog ähnliche Abschläge und damit hatte allein der Dow Jones den größten Punktverlust seit zwei Jahren und damit auch den größten Punktverlust in der Amtszeit von Donald Trump. Doch beginnen wir mit dem Wochenauftakt. Dieser sah in der Tat noch nicht so negativ aus. Mit 13.370 Punkten konnte am Montag noch einmal kurz Schwung zu den gezeigten Widerständen (siehe dazu Beitrag der Vorwoche) aufgenommen werden. Überwunden wurden sie jedoch nicht. Es blieb ein kleines Tagesminus von 34 Punkten. Immerhin vollzog sich hier noch die Hoffnung auf Unterstützung im Bereich 13.150 bis 13.200 Punkten. Dort lagen einige Verlaufstiefs und so sah der Chart dann (im Forum hier dargestellt) aus:

Parallel dazu steuerte der Dow Jones auf die runde Marke von 26.000 Punkten zu. Ein erster Anlauf bei runden Marken dient mir persönlich meist als Einstiegssignal. Je nach Momentum kann hieraus ein lukrativer Pullback-Trade entstehen. So auch am Dienstag, wie hier näher vorgestellt:

Mit entsprechendem Moneymanagement gelang dies auch. Der DAX hielt auch am Mittwoch noch die Unterstützung. Sie vollzog sich, wie das alte Bild aus der Vorwoche im Rückblick zeigt, hier im grünen Bereich:

Immerhin fand dort die Sitzung der amerikanischen Notenbank statt. Zinsänderungen gab es nicht, aber eine Änderung an der Spitze der FED. Janet Yellen wird von Jerome Powell abgelöst. Wie das Handelsblatt berichtet, findet am Montag die Vereidigung statt. Janet Yellen hat in ihrer Amtszeit zumindest im Ansatz das Ruder im Ankaufprogramm der Notenbank herumgerissen. Zudem gelang ihr die leichte, aber stetige Entfernung von der Nullzinspolitik. Und das in einer Phase des politischen Umschwungs in den USA.

Zurück zum DAX: Er fand dann am Donnerstag keinen Halt mehr an besagter Unterstützung und rauschte deutlich tiefer. Damit war das Szenario aus der Vorwoche (Chartbild als Rückblick) eingetreten:

Dieses Chartbild fortgesetzt, fand der Rutsch sehr eindeutig und auf breiter Basis statt. Dem konnte sich kein DAX-Wert entziehen. Das Schaubild des Stundencharts illustriert die Dynamik noch einmal und zeigt den Bereich, den scheinbar viele Charttechniker im Fokus hatten:

Damit steht er in etwa auf Höhe der Dezember-Tiefs aus dem Vorjahr und hat sich von den neuen Alzeithochs um rund 800 Punkte entfernt. WIe könnte es weitergehen?

 

Ausblick auf die großen Ziele im DAX

 

Mit der Überschreitung des vorherigen Allzeithochs bei 13.525 Punkten mit einem GAP und der schnellen Negierung am Folgetag, wurde ein bärisches Signal ausgeprägt. Dies sehen wir im folgenden Chartbild:

Denn psychologisch wurden hier die Erwartungen der Marktteilnehmer erfüllt. Neue Bullen wurden an dieser Stelle kalt erwischt. Der Rücklauf zur gezeigten Unterstützungszone war für diese noch in Ordnung, aber verursachte erste Bauchschmerzen. Erst mit dem Bruch am Donnerstag vereinten sich mehrere Signale auf unterschiedlichen Zeitebenen und sorgten für einen Angebotsüberhang am Aktienmarkt. Folglich kam es im ersten Schritt zu einer starken Bewegung zur runden Marke von 13.000 Punkten und wenig später zum nächsten Schub bis zu den Dezember-Tiefs. Schaut man sich die entsprechenden Monatsbilanzen auf wallstreet-online an, heben diese seich paarweise gegenseitig auf:

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DAX-Chartanalyse: Rücksetzer ist noch kein Richtungswechsel


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