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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax droht weitere Talfahrt
Foto: Frank Rumpenhorst - dpa

Aktien Frankfurt Ausblick Dax droht weitere Talfahrt

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
05.02.2018, 08:30  |  5586   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt dürfte sich die Talfahrt zu Wochenbeginn fortsetzen. Höhere Zinsen und ein starker Euro seien "ein gefährlicher Cocktail" für die Börsen, erinnerte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermägensverwalter QC Partners an die weiter gültigen Belastungsfaktoren. Analyst Christian Henke vom Broker IG Markets verwies zusätzlich auf die Korrektur an der Wall Street als wichtigem Taktgeber.

Der X-Dax als wichtigster außerbörslicher Dax-Indikator signalisierte eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart ein Minus von 0,99 Prozent auf 12 659 Punkte. Damit droht dem hiesigen Leitindex nach den bereits heftigen Kursabschlägen der vergangenen Woche der niedrigste Stand seit September. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 deuteten sich am Montagmorgen mit einem Minus von etwa 0,7 Prozent ebenfalls weitere Verluste an.

Auch weltweit sah es an den Aktienmärkten düster aus: Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hatte am Freitag mit minus zweieinhalb Prozent den höchsten Tagesverlust seit Juni 2016 erlitten und droht am Montag weiter abzusacken. An den asiatischen Handelsplätzen dominierten zuletzt ebenfalls die roten Vorzeichen.

Am deutschen Markt könnten sich die Aktien von Daimler Händlern zufolge weiter überdurchschnittlich entwickeln. Sie verwiesen auf Berichte, wonach der der chinesische Auto-Milliardär Li Shufu in großem Stil beim Pkw- und Lastwagenbauer einsteigen könnte. Der Investor wolle sich mit der chinesischen Volvo-Cars-Mutter Geely milliardenschwer einkaufen und könne so zum größten Aktionär des Stuttgarter Dax-Konzerns aufsteigen, berichtete die "Bild am Sonntag" ("BamS") unter Berufung auf eigene Informationen. Auf der Handelsplattform Tradegate verloren die Daimler-Titel lediglich 0,24 Prozent.

Auch die Anteilsscheine von SAP könnten sich besser als der Dax behaupten, wie das eher bescheidene vorbörsliche Minus von 0,34 Prozent andeutete. Der Softwarehersteller will auch im kommenden Jahr seine seit Jahren sinkende Ertragskraft steigern. Mit Blick auf die Profitabilität zeigte sich Finanzchef Luka Mucic im Gespräch mit der "Euro am Sonntag" zuversichtlich und sieht gute Chancen für eine operative Marge von über 30 Prozent. Ein Börsianer wertete die Aussagen positiv, da der Markt hier bisher etwas weniger optimistisch gewesen sei.

Im Technologiewerte-Index TecDax standen die Titel von Compugroup nur knapp im Minus, nachdem der Medizinsoftware-Anbieter Eckdaten für das vergangene Jahr vorgelegt und die Ziele für 2018 bestätigt hatte. Ähnliches galt für Stabilus aus dem Nebenwerte-Index SDax nach der bekräftigten Umsatzprognose des Autozulieferers für das Geschäftsjahr 2017/18./gl/zb

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