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Anlegerverlag Wirecard: Wenn es jetzt nicht dreht, wären 78 Euro drin!

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
05.02.2018, 11:13  |  2816   |   |   

Jetzt wird es hier richtig eng: Wenn die Wirecard-Aktie (ISIN: DE0007472060) im Handelsverlauf nicht den zum Start verlorenen Boden zurückgewinnt, hätte das bearishe Lager einen entscheidenden Sieg errungen, der Weg nach unten wäre erst einmal frei. Dass der Abgabedruck „importiert“ ist, könnte den Bullen zwar helfen, denn Wirecard kam nicht aufgrund von Unternehmensnachrichten unter Abgabedruck, sondern weil der Gesamtmarkt unter dem Eindruck deutlich abgleitender US-Börsen und in Asien immens schwach eröffnenden US-Index-Futures erst einmal genauso verkauft wurde wie so ziemlich alles andere am deutschen Aktienmarkt auch. Aber:

Das alleine wäre noch kein Argument für die Marktteilnehmer, die Aktie jetzt aktiv aufzufangen. Erst, wenn die Wall Street heute wieder deutlich anzieht, ein erneuter Abverkauf ausbleibt, hätte man das nötige Zutrauen, weil dann auch die Chance besteht, Wirecard über die momentan entscheidende Juli-Aufwärtstrendlinie und damit wieder über 95 Euro zu heben. Da die vorläufigen Ergebnisse zum vierten Quartal, die vor einer Woche präsentiert wurden, nicht viel bewegen konnten, braucht es schon eines wieder anziehenden TecDAX mit dem Rückenwind einer sich erholenden Wall Street, um das zu schaffen. Möglich ist es, sicher ist es noch keineswegs. Denn der Chart zeigt:

Der Lohn für Bären im Fall eines signifikanten Bruchs dieser bei 95 Euro verlaufenden Linie wäre aus charttechnischer Sicht hinreichend groß, um sich gegen Rückkäufe zu stemmen, sofern diese nicht ausreichend massiv ausfallen. Denn die nächste wirklich markante Unterstützung fände sich dann erst wieder bei 78 Euro in Form der übergeordneten, aus dem März 2017 stammenden Aufwärtstrendlinie, womöglich wäre sogar ein Test der bei 75 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie drin. Das ist immer das Problem, wenn Aktien derart schnell und wie mit dem Lineal gezogen nach oben laufen: Es entstehen keine Supportzonen in unmittelbarer Nähe, das macht den Kurs im Fall eines instabil werdenden Gesamtmarkts anfällig für Attacken der Bären.

Fazit: Würde die Aktie um 92 Euro oder tiefer schließen, wäre die Juli-Aufwärtstrendlinie signifikant gebrochen und die Tendenz erst einmal bearish. Nur Kurse klar über 95 Euro würden das jetzt noch „heilen“ können und zumindest die Chance für eine erneute Trading-Chance Long darstellen.

 

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