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Ölpreise geben weiter nach
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Ölpreise geben weiter nach

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
05.02.2018, 13:04  |  769   |   |   

FRANKFURT/SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Montag an ihre Verluste vom Freitag angeknüpft und sind weiter gesunken. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete gegen Mittag 67,99 US-Dollar. Das waren 59 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März fiel um 31 Cent auf 65,14 Dollar.

Marktbeobachter erklärten die fallenden Ölpreise zum einen mit neuen Meldungen zur Fördermenge in den USA, die am Ölmarkt derzeit stark im Fokus steht. Am Freitag hatte die US-Ausrüsterfirma Baker Hughes erneut einen Anstieg der Bohrlöcher in den Vereinigten Staaten gemeldet. Demnach stieg die Zahl der aktiven Bohrlöcher in der vergangenen Woche um 6 auf 765. Das ist der höchste Wert seit vergangenen Sommer.

Neben Sorgen wegen eines möglicherweise steigenden Angebots werden die Ölpreise auch durch den jüngsten Kursanstieg des US-Dollar belastet. Ein robuster US-Arbeitsmarktbericht hatte der amerikanischen Währung Ende vergangener Woche Auftrieb gegeben. Weil Rohöl in US-Dollar gehandelt wird, verteuert sich der Rohstoff bei einem steigenden Dollarkurs für Anleger in anderen Währungsräumen. Dies bremst die Nachfrage und belastet die Preise.

Als dritten Belastungspunkt nennen Fachleute die zuletzt schlechte Stimmung an den weltweiten Aktienmärkten. Viele Rohstoffe zählen zu den riskanteren Anlagegegenständen, weshalb sie in Zeiten mit geringerer Risikoneigung meist gemieden werden. "Der Preisrückgang ist auf eine allgemeine Stimmungseintrübung zurückzuführen", heißt es in einer Analyse der Commerzbank./bgf/das

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