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Deutsche Anleihen erneut schwächer - Britische Rendite legt kräftig zu
Foto: Frank Rumpenhorst - dpa

Deutsche Anleihen erneut schwächer - Britische Rendite legt kräftig zu

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
08.02.2018, 18:17  |  546   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Donnerstag nachgegeben. Bis zum Abend fiel der richtungweisende Euro-Bund-Future um 0,14 Prozent auf 157,80 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 0,75 Prozent. Damit knüpfte der Anleihemarkt an die Kursverluste vom Vortag an. Der Bund-Future hatte am Mittwoch seine deutlichen Gewinne vom Wochenanfang wieder abgegeben. Starke Aktienmarktverluste, ausgelöst durch Spekulationen auf steigende US-Leitzinsen, hatten die Anleihen zuvor gestützt.

Zuletzt hatten mehrere Notenbanker in den USA versucht, in öffentlichen Auftritten zu einer Beruhigung der Märkte beizutragen. Negative Auswirkungen auf die US-Wirtschaft seien durch die Turbulenzen zunächst nicht zu erwarten, sagte etwa New Yorks Zentralbankchef William Dudley am Mittwoch. Dennoch hatte Experte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) gesagt: "Die Nervosität an den Finanzmärkten ist seit dem Kursbeben am Montag hoch."

In Großbritannien kletterte die Rendite auf 10-jährige Staatspapiere am Nachmittag auf den höchsten Stand seit April 2016. Zuvor hatte die Bank of England zwar bekannt gegeben, ihren Leitzins zunächst unverändert zu lassen. Gleichzeitig stellte sie aber eine baldige Erhöhung in Aussicht.

Deutliche Bewegung gab es außerdem am griechischen Anleihemarkt. Die Rendite auf zehnjährige Staatspapiere kletterte um mehr als 0,1 Prozentpunkte nach oben. Zuvor hatte Griechenland zum zweiten Mal seit dem Antritt der Links-Rechts-Regierung im Januar 2015 den Gang an den Kapitalmarkt gewagt. Für eine siebenjährige Staatsanleihe seien Angebote in Höhe von knapp sieben Milliarden Euro eingegangen, berichtete das Staatsfernsehen. Angepeilt gewesen seien drei Milliarden Euro. Wie viel Geld Athen tatsächlich aufnahm, soll noch bekanntgegeben werden. In der griechischen Finanzpresse ist mit Bezug auf Kreise von einer erzielten Rendite in Höhe von 3,5 Prozent die Rede. Das wäre etwas weniger als erwartet./tos/jsl/he

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