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Der Kryptowährungs-Crash ist da! Das ist daran am bemerkenswertesten

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
09.02.2018, 08:15  |  408   |   |   

2017 konnten Kryptowährungen scheinbar nichts falsch machen. Die virtuellen Währungen sorgten für das beste Jahr einer Anlageklasse. Anfang 2017 lag der gesamte Wert aller digitalen Währungen bei unter 18 Milliarden US-Dollar. Am Jahresende hingegen betrug die gesamte Marktkapitalisierung über 613 Milliarden US-Dollar. Das ist eine Steigerung um mehr als 3.300 %. Der Aktienmarkt hätte für solch eine Entwicklung Jahrzehnte benötigt.

Und damit war das Ende noch nicht erreicht. In der letzten Januarwoche 2018 kletterte die Marktkapitalisierung auf ein Allzeithoch von 835 Milliarden US-Dollar.

Halt dich fest: Der Kryptowährungs-Crash ist da

Dann begann der Absturz und die Party war zu Ende. Am 6. Februar fiel die gesamte Marktkapitalisierung auf 278,5 Milliarden US-Dollar, was den niedrigsten Punkt seit dem 25. November 2017 darstellt. In weniger als einem Monat verloren die Kryptowährungen zwei Drittel ihres Wertes.

Mit der Ausnahme stabiler Coins wie Tether sind fast alle Kryptowährungen gefallen. Bitcoin, das Aushängeschild der Rallye und die bekannteste virtuelle Währung, ist von 20.000 US-Dollar am 17. Dezember auf fast 6.100 US-Dollar pro Token gestürzt. Damals standen 330 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung in den Büchern, heute droht ein Wert von unter 100 Milliarden US-Dollar.

Auch Ethereum, Ripple und Litecoin haben Probleme. Sie hatten ihre Höchststände bei 1.432,88 US-Dollar, 3,84 US-Dollar bzw. 375,29 US-Dollar. Seitdem haben Sie 59 %, 84 % und 70 % ihres Wertes eingebüßt. Der Rückgang von Ripple war besonders deutlich, als die auf Finanztransaktionen spezialisierte Kryptowährung von fast 150 Milliarden US-Dollar auf 24 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung abstürzte.

Es gibt eine Menge Gründe für den Crash

Du fragst dich, warum es plötzlich so stark bergab ging?

Manche Länder haben die Regeln für Bitcoin und andere Kryptowährungen verschärft. Südkorea beispielsweise, welches einer der wichtigsten Märkte für den weltweiten Bitcoinhandel ist, kündigte neue Regeln an, die die Offenlegung der Identität erfordern, wenn man Bitcoin handeln will. Neue Geldmittel können nur dann investiert werden, wenn sie von einem bestätigten Bankkonto kommen. Die Bank hat dabei die Pflicht, die Identität des Kunden zu verifizieren, bevor die Verbindung hergestellt wird. Da Anonymität ein großes Verkaufsargument von Kryptowährungen ist, ist diese Entwicklung nicht positiv zu sehen.

Gleich besorgniserregend ist, dass manche weltweit agierenden Banken keine Kryptowährungstransaktionen mehr unterstützen, die mit deren Kreditkarten ausgeführt werden. Dies geht aus einem Bericht von Bloomberg hervor. Die Banken – Bank of America (WKN:858388), JPMorgan Chase (WKN:850628) und Citigroup (WKN:A1H92V) sagen, dass der Kauf von Kryptowährungen auf Kredit viel Ärger mit sich bringt, wenn der Kunde das geliehene Geld nicht zurückzahlen kann oder wenn die Karte gestohlen wurde und damit nicht nachverfolgbare virtuelle Coins gekauft werden. Da die Kreditzinsen steigen, achten die Bank of America, JPMorgan Chase und Citigroup auf ihre eigene finanzielle Sicherheit und auf die ihrer Kunden.

Unrealistische Erwartungen an die Blockchaintechnologie können auch ein Grund sein. Blockchain ist die digitale, dezentrale und verteilte Technologie, die virtuellen Währungen zugrunde liegt. Sie ist verantwortlich für die Aufzeichnung aller Transaktionen, ohne einen Finanzintermediär wie eine Bank zu benötigen. Die Nutzung von Blockchain soll die Abwicklung von Transaktionen beschleunigen, Transaktionsgebühren senken und die Netzwerksicherheit stärken. Sie kann über Finanzen hinaus eingesetzt werden, wie z. B. im Management des Internet der Dinge und dem Supply Chain Management.

Leider ist die Blockchain bisher nur in kleinen Projekten oder Demos getestet worden, obwohl sie schon zehn Jahre existiert. Selbst dort, wo große Partner eingestiegen sind, können wir nur interne Tests oder sehr kleine, beschränkte Projekte erkennen. Selbst wenn die Blockchaintechnologie erfolgreich sein sollte, könnte es bei dieser Geschwindigkeit Jahre dauern, bis sie im Alltagsgeschäft Einsatz findet. Diese Erkenntnis könnte zu fallenden Kryptowährungsbewertungen führen.

Der interessanteste Aspekt des Kryptowährungs-Crashs

Was aber besonders bemerkenswert an der platzenden Blase der virtuellen Währungen ist, ist dass sie mit einem Absturz des amerikanischen Aktienmarktes zusammenfällt.

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2 Kommentare

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Kommentare

Nett formuliert, allerdings inhaltlich und argumentativ recht schwach. Hier wird von einem Crash gesprochen und angeführt dass die MK auf den Stand von November gesunken ist... was ist daran ein Crash? Ich nenne das gesunde Korrektur nach solch einem astronomischen Anstieg. Natürlich sind die Leute die zwischen 15k$ und 20k$ gekauft haben nun hart getroffen, vor allem aber wegen solcher Artikel hier. Denn so wird Angst verbreitet und Leite verkaufen mit Verlusten. Wenn das Ding kurzfristig wieder dreht beißen sie sich in den Allerwertesten. 2018 wird wieder ein starkes Jahr für Kryptowährungen werden. Unbezweifelt, allerdings hier BEzweifelt, ist dass diese Technologie unfassbare Auswirkungen auf unsere Leben habe wird, da hier Dinge grundlegend geändert werden. Wir stecken hier noch in den Kinderschuhen. Richtig ist, dass Investitionen hier durchaus risikobehafteter sind als in Bluechips zu investieren (ach was?), da niemand weiß welche dieser Kryptowährungen überleben und sich durchsetzen wird. Gleichzeitig gibt es hier die Möglichkeit mit vergleichsweise wenig Geldeinsatz sein Leben finanziell enorm zu verändern.
Ich würde mir wünschen, dass solche Artikel mehr in die Tiefe gehen und nicht nur an der Oberfläche kratzen. Zu viel Halbwissen.

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