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Rheinische Post EU-Kommissarin stellt Bayer grünes Licht für Monsanto-Übernahme in Aussicht

Nachrichtenagentur: news aktuell
10.02.2018, 02:10  |  564   |   |   
Düsseldorf (ots) - EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager
stellt Bayer grünes Licht für die Übernahme von Monsanto in Aussicht.
Theoretisch könne sie die Fusion der Chemiekonzerne noch untersagen,
sagte sie der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post"
(Samstagausgabe): "Es ist aber nicht unser Ziel, Fusionen zu
verhindern, sondern sie so zu gestalten, dass der Wettbewerb zum
Nutzen der Verbraucher erhalten bleibt. Das zeigt auch die Bilanz:
Von allen Fusionen, die bei uns angemeldet werden, gehen 90 Prozent
direkt durch, neun Prozent genehmigen wir mit Auflagen und nur
weniger als ein Prozent lehnen wir ab."

Zugleich forderte sie von Bayer Zugeständnisse im Zukunftsgeschäft
Digital Farming. "Das sind genau die Dinge, die wir mit Bayer
diskutieren. Die Digitalisierung verändert auch die Landwirtschaft
radikal. Gerade deshalb müssen wir aufpassen, dass durch die Fusion
der Wettbewerb beim Digital Farming und der Forschung hierzu nicht
eingeschränkt wird." Sie betonte: "Wenn das Risiko besteht, dass es
künftig nicht genug Innovationen gibt, ist das ein Problem. Gerade
beim Umweltschutz und in der Landwirtschaft haben wir in Europa ja
hohe Anforderungen und strenge Regeln." Und: "Unsere Aufgabe ist es,
dafür zu sorgen, dass die Bauern auch nach der Fusion noch eine
Auswahl haben an Saatgut, Pestiziden, Insektiziden und Fungiziden."

Vestager ist zuversichtlich, dass die EU den Entscheidungstermin
für Bayer-Monsanto nicht erneut verschieben wird: "Es ist unsere
feste Absicht, eine Entscheidung bis zum 5. April zu verkünden. Auch
für uns gelten für solche Prüfungen ja strikte Vorgaben." Die EU
werde die Uhr nicht nochmal anhalten: "So etwas machen wir wirklich
nur, wenn die Unternehmen uns nicht genug Informationen liefern. Dies
ist bei Bayer jetzt nicht der Fall." Das Ganze dauere so lang, weil
es wegen der Vielzahl der Produkte und Regionen um Hunderte
Einzelmärkte gehe.

OTS: Rheinische Post
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