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Warum es Sinn macht, in Biotech zu investieren: Hier der Beweis aus 2017

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
10.02.2018, 11:41  |  893   |   |   

Die Musik in vielen Spitzentechnologien spielt definitiv noch in den USA, denn noch immer ist nirgendwo sonst die Innovationskraft größer als bei Uncle Sam. Wenn wir uns die zehn erfolgreichsten Aktien 2017 aus dem S&P 500 ansehen, dann erkennt man den Stellenwert von Biotech-Aktien für erfolgreiche Anlagestrategien.

Die Gewinner 2017

Tabelle 1 beweist, dass neun der zehn am stärksten gelaufenen Aktien 2017 aus der Biotech-Industrie stammen. Die Wachstumswerte lagen dabei innerhalb des Kalenderjahres 2017 zwischen 328 % und sagenhaften 516 %.

Unternehmen WKN Wachstum in 2017
Madrigal Pharmaceuticals A2APCZ 516 %
Sangamo Therapeutics 936386 438 %
Pieris Pharmaceuticals A12G4Q 437 %
Straight Path Communications A1W241 436 %
Esperion Therapeutics A1W1SJ 426 %
Ignyta A1XFVC 404 %
Nektar Therapeutics 165417 387 %
Dynavax Technologies A12EV9 373 %
Immunomedics 872983 340 %
Spectrum Pharmaceuticals 164623 328 %

Quelle: Analyse aus dem Russell 3000 Index

Schaut man sich hingegen die wachstumsstärksten Aktien der letzten zehn Jahre an, dann ist kein einziges Biotech-Unternehmen dabei. Stattdessen wird man dort Netflix (WKN:552484), EnviroStar (WKN:A0YF2N) und GTT Communications (WKN:A1XBSM) auf den ersten drei Plätzen finden. Warum ist das so?

Die Biotech-Industrie hat ihre Wurzeln in den späten 1980er Jahren mit Unternehmensgründungen wie der von Celgene (WKN:881244) 1986 oder Gilead Sciences (WKN:885823) 1987. Der Grund liegt vor allem im technischen Fortschritt wie bei der Gentechnik, die heute unersetzbar bei der Entwicklung neuer Medikamente ist.

Da Medikamente von der Entdeckung bis zur Marktreife meist mehr als zehn Jahre benötigen, brauchten diese Biotechs Zeit, um zu reifen und die Grundlage für weitere Neugründungen zu legen. Und die Innovationskraft in der Medizin nimmt mit zunehmenden technologischen Fortschritt und Wissen geradezu exponentiell zu.

Daher mein persönliches Fazit: Jetzt hat mit der Biotechnologie die vierte industrielle Revolution begonnen. Nach Mechanisierung, Elektrifizierung und Digitalisierung wird der Mensch die Biotechnologie vermehrt in den Mittelpunkt stellen.

Dazu gehören die Produktion personalisierter Medikamente zur effizienteren Behandlung von Krankheiten, Industrielle Biotechnologie z. B. zur Rückgewinnung von Ressourcen sowie die schonendere Landwirtschaft bei gleichzeitiger Ertragssteigerung.

Was bisher in 2018 schon geschah

Die aufregendste Frage ist natürlich, welche Biotechs die Wachstumsraketen in 2018 sein werden. Mit der Übernahme der belgischen Ablynx (WKN:A0M7H2) durch Sanofi (WKN:920675) und der Akquisition von Juno Therapeutics (WKN:A12GMP) durch Celgene (WKN:881244) haben wir schon die ersten Gewinneraktien mit kräftigen Kursaufschlägen erlebt.

Interessant dabei ist, dass diese beiden Biotechs vor dem Kauf eine Marktkapitalisierung von ca. 2–4 Mrd. US-Dollar hatten und mit Aufschlägen von ca. 60–100 % verkauft wurden. Das war schon recht viel, aber die in Tabelle 1 genannten Aktien wuchsen deutlich besser. Warum?

Vor der Rallye hatten die meisten dieser Biotechs eine Marktkapitalisierung zwischen 200 Mio. und einer Mrd. US-Dollar, d. h. sie waren vergleichsweise eher klein. Gute Daten aus klinischen Studien und eine damit näher rückende mögliche Zulassung wirken dann geradezu katalytisch auf die folgende Kursexplosion.

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