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Bericht Schulz drohte Mittwochmorgen mit Abbruch

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
11.02.2018, 10:42  |  5880   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der scheidende SPD-Vorsitzende Martin Schulz soll in der letzten Nacht der Koalitionsverhandlungen offen mit deren Abbruch gedroht haben. Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (F.A.S.) in einer ausführlichen Rekonstruktion schreibt, soll Schulz gegen halb zwei Uhr morgens gesagt haben: "Dann geht es hier so nicht weiter, wir müssen aufhören." Hintergrund war der Streit um die Ressortvergabe.

Der CSU-Vorsitzende Seehofer hatte demnach angeblich zuerst das Finanzministerium, dann das Ministerium für Arbeit und Soziales für sich verlangt. Schulz und die SPD-Führung bestanden hingen darauf, dass sie beide Ressorts und das Auswärtige Amt bekommen. Die Abbruchsdrohung sei sowohl von der SPD als auch von der Union bestätigt worden, schreibt die F.A.S. Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel rief demnach nach Schulz` Drohung die Runde der 15 Verhandlungsführer der drei Parteien zusammen, wie die F.A.S. weiter schreibt. Es sei eine Frage des Anstands, nochmal zu reden. Wie solle man es denn der Öffentlichkeit erklären, dass die Regierung an der Ressortverteilung gescheitert sei, argumentierte Merkel. Auch in dieser Runde blieb Schulz bei seiner Drohung. Er rief die gesamte Parteispitze zusammen, auch jene, die im Hotel übernachtet hatten, um die Lage zu erörtern. Das Meinungsbild war jedoch eindeutig: auf keinen Fall abbrechen. Die SPD legte stattdessen ein Gegenangebot vor, das die Aufteilung des Ministeriums für Arbeit und Soziales und ein siebtes Ressort für die SPD vorsah, von der Union aber nicht akzeptiert wurde Kurz darauf stellte der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer bei einer internen Besprechung der Unionsführung seinen Rückzug in Aussicht, berichtet die F.A.S. "Ich will der Regierungsbildung nicht im Wege stehen, dann trete ich eben nicht in die Bundesregierung ein", verkündete Seehofer gegen drei Uhr morgens. Er werde jetzt noch die acht offenen inhaltlichen Punkte verhandeln und dann nach Hause gehen. Den Koalitionsvertrag könne ja der Dobrindt unterschreiben. Alexander Dobrindt, der Vorsitzende der Landesgruppe, lehnte dies umgehend ab. Seehofer wiederholte sein Angebot gegenüber Kanzlerin Merkel, blieb jedoch im Konrad-Adenauer-Haus und verhandelte weiter, schreibt die Zeitung.

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Kommentare

Also von diesen Herren oder Damen ist ja niemand besser als der andere , keine Ahnung ob die überhaupt noch wissen das sie für das Deutsche Volk ihren Dienst ausüben oder nur noch zu 100% ihr eigenes Ego befriedigen.
Ich hoffe inständig das wir neue Politiker ( Junge ) bekommen damit wirklich mal neuer Wind im Bundestag reinkommt.
Und damit meine ich ausdrücklich nicht irgendwelche rechten Gruppen, sondern Demokraten !
"Es sei eine Frage des Anstands, nochmal zu reden." Dass diese Sippschaft von Wort- und Gesetzesbrechern, Volksbelügnern und Betrügern das Wort Anstand überhaupt in den Mund nimmt, ist ansich schon skandalös. Hauptsache - man sitzt an der Macht- und Futterkrippe.

Aber etwas gutes hatte dieses entwürdigende Postengeschacher doch. Von den verlogenen Verrenkungskünsten bzw. der egomanen Luftpumpe Chulz sind wir Gott sei gelobt hoffentlich endgültig befreit. Die blutbesudelte Raute des Grauens wird ihm bald folgen.
Hier gehört eine Minderheitsregierung her, damit die hohen Damen und Herren beider Volksparteien mal wieder Realdemokratie lernen.!!!!

Alles andere schadet Deutschland sehr nicht nur intern sondern auch extern!!!

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