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Total SA meldet ein Hammerquartal und startet Aktienrückkaufprogramm

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
12.02.2018, 13:32  |  416   |   |   

Nach einem weiteren Quartal der Geschäftsabschlüsse und des Wachstum signalisierten das Management und der Vorstand von Total (WKN:850727), dass sie mit den Fortschritten des Unternehmens in den letzten Jahren sehr zufrieden sind. Nun will der Öl- und Gaskonzern statt Kapital anzulegen dieses an die Anteilseigner zurückführen.

Lasst uns einen Blick auf die jüngste finanzielle Performance von Total werfen, was das Management im vierten Quartal bewegt und warum das Unternehmen in seiner neuen Position in der Energiewelt so zuversichtlich ist, dass es nun Bargeld an seine Investoren abgeben kann.

Die Zahlen

Kennzahl Q4 2017 Q3 2017 Q4 2016
Umsatz 47,35 Milliarden USD 43,04 Milliarden USD 42,27 Milliarden USD
Reingewinn 1,02 Milliarden USD 2,76 Milliarden USD 548 Millionen USD
Gewinn pro Aktie 0,37 USD 1,06 USD 0,20 USD
operativer Cashflow 8,61 Milliarden USD 4,36 Milliarden USD 7,02 Milliarden USD

Datenquelle: Quartalsbericht von Total.

Nach mehreren Quartalen des Gewinnwachstums scheint das Nettoeinkommen von Total in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar etwas daneben zu liegen, wenn man bedenkt, dass der Ölpreis im vierten Quartal deutlich gestiegen ist und das Unternehmen die Produktion gesteigert hat. Der Rückgang des Reingewinns lag an verschiedenen Belastungen und Wertminderungen in Höhe von 1,8 Milliarden US-Dollar, die im dritten Quartal nicht vorhanden waren. Auf bereinigter Basis belief sich der Gewinn im vierten Quartal auf 2,9 Milliarden US-Dollar.

Die andere Zahl hier, die ein wenig aus dem Ruder läuft, ist der massive Anstieg des operativen Cashflows. Dieser profitierte von einer Reduzierung des Umlaufvermögens — was bei Total üblicherweise im vierten Quartal passiert. Selbst wenn wir diese Reduzierung des Umlaufvermögens abziehen, war es ein weiteres gutes Quartal für den Cashflow.

Während sich alle Geschäftssegmente des Unternehmens hervorragend entwickelten, war es nicht überraschend, dass der Bereich Exploration und Produktion in Q4 einen Anstieg von 800 Millionen US-Dollar gegenüber dem Vorjahr verzeichnete. Damit konnte der Ergebnisrückgang im Segment Raffinerie und Chemie, das unter steigenden Preisen und geringeren Raffineriemargen litt, kompensiert werden.

Die Highlights

  • Die Gesamtproduktion für das Quartal stieg im Jahresvergleich um 6 % auf 2,61 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag. Der Aufwärtstrend resultierte aus den weiteren Ramp-ups bei mehreren bestehenden Projekten sowie aus dem ersten Öl und Gas von Yamal LNG in Russland, dem Libra-Feld vor der Küste Brasiliens und der Ölsandanlage Fort Hills in Kanada. Das Ramp-up dieser drei Einrichtungen sollte sich auch im laufenden Quartal fortsetzen. Dies gilt auch, bevor das Unternehmen seinen Deal für die Öl- und Gasanlagen von Maersk abschließt, was in diesem Quartal geschehen sollte.
  • Das Unternehmen hat im vierten Quartal weitere Übernahmen getätigt, wie etwa den Erwerb aller Anlagen des französischen Energieversorgers Engie Liquefied Natural Gas für 1,49 Milliarden US-Dollar. Durch diese Übernahme wird Total zum zweitgrößten LNG-Produzenten und -Händler hinter Royal Dutch Shell.
  • Um diesen Engie-Deal zu finanzieren, hat das Unternehmen seine Anteile an zwei Offshore-Feldern für 1,45 Milliarden US-Dollar an Statoil verkauft.
  • Mit der Einführung eines Gas- und Elektrizitätsdienstes für Privathaushalte in Frankreich hat das Unternehmen seine Präsenz in den Bereichen Gas, Erneuerbare Energien und Strom weiter ausgebaut.
  • Die hohe Cash-Generierung im Quartal senkte die Nettoverschuldung des Unternehmens auf 12,1 % — den niedrigsten Wert unter den großen Ölkonzernen.
  • Dank der mittlerweile niedrigen Verschuldung und des starken Cashflows hat der Verwaltungsrat von Total beschlossen, die Dividende des Unternehmens zu erhöhen und ein Aktienrückkaufprogramm zu genehmigen. Im Rahmen dieses Plans beabsichtigt Total, seine Dividende bis 2020 um 10 % zu erhöhen und zusätzlich zu den Aktienrückkäufen rund 5 Milliarden US-Dollar zurückzukaufen, um die Verwässerung durch Gratisaktien und aktienbasierte Vergütungen auszugleichen.
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