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Berlin Regierung gibt keine Auskunft über Honorare bei Air-Berlin-Kredit

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
13.02.2018, 00:00  |  2156   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Pleite der Fluggesellschaft Air Berlin hat ein erneutes Nachspiel für die die Bundesregierung. Die Regierung will nicht sagen, wie viel Honorar sie für die Prüfung des Überbrückungskredits in Höhe von 150 Millionen Euro für die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin im Sommer 2017 an das britische Wirtschaftsprüfungsunternehmen "PricewaterhouseCoopers" (PwC) gezahlt hat, schreibt die "Bild" in ihrer Dienstagausgabe. In der Antwort der Regierung auf die schriftliche Frage des Bundestagsabgeordneten Pascal Meiser (Linkspartei) heißt es dazu lediglich: "Die Höhe der Kosten können nicht veröffentlicht werden, da es sich um sensible Informationen von PwC handelt, die als Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse des Unternehmens schutzwürdig sind."

Die Bezahlung erfolge im Rahmen eines Mandats aber "pauschal (inklusive Reisekosten) für bestimmte Leistungspakete." Das Unternehmen sei "nach einem Ausschreibungsverfahren 2017 im Rahmen eines Mandatarvertrages mit dem Bund für die Begleitung von Großbürgschaftsverfahren für Einzelengagements des Bundes für die gewerbliche Wirtschaft tätig." Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen werde daher "auf Basis dieses Mandatarvertrages bezahlt. Er gilt für die Begleitung aller Großbürgschaftsfälle." Linken-Politiker Meiser darf die als "vertraulich" eingestuften Verträge demnächst in der Geheimschutzstelle des Bundestages einsehen. Darüber sprechen, also die Öffentlichkeit über die Kosten informieren, darf er aber nicht. Meiser hält das Vorgehen für "hoch problematisch". Meiser sagte "Bild": "Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, zu erfahren wieviel Steuergelder hier an PwC geflossen und damit beim vergeblichen Rettungsversuch für Air Berlin insgesamt verbrannt worden sind." Die KfW hatte das Darlehen für die Bundesregierung Mitte August 2017 zur Verfügung gestellt. Großaktionär Etihad wollte Air Berlin damals nicht mehr finanziell unterstützen und somit drohte mitten in den Sommerferien die sofortige Einstellung des Flugbetriebs.

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Kommentare

Also hier kann man doch einmal live erleben wie arrogant die Politiker sind und auch meiner Ansicht nach straffällig sich verhalten, also diese Firma wird vom Steuerzahler bezahlt aber man verweigert ihn zu sagen was die Vermittler ( Politiker ) bezahlt haben, bitte mit welchen recht nehmen die Herren sich raus das Geld auszugeben aber den Menschen die bezahlt haben nicht zu sagen wieviel das war ?

Nein dieses Verhalten hat absolut nichts mit Demokratie zutun, sondern mit Selbstherrlichkeit und eine eine Riesen Portion Arroganz ja und am schlimmsten daran ist das sie Narrenfreiheit haben weil Belangen kann man die " ehrenwerten Herren " ja mal ganz sicher auch nicht.
Mit welchen Perversionen darf man denn in Zukunft noch Rechen ? Was wollen sich die " Volksvertreter " noch alles leisten , so langsam habe ich das Gefühl die meinen Deutschland ist eine Firma und sie sind die Chefs nun meine Herren das sind sie einmal ganz sicher nicht auch wenn sie sich so benehmen !

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