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3 Aktien, die erst ein Crash interessant macht: Beiersdorf, Deutsche Wohnen und Nvidia

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
13.02.2018, 08:04  |  453   |   |   

Bereits seit mehreren Monaten befinden sich Beiersdorf (WKN:520000), die Deutsche Wohnen (WKN:A0HN5C) und Nvidia (WKN:918422) auf meiner Watchlist (hier die Links zum Beiersdorf-Artikel und zum Deutsche Wohnen-Artikel). Der Grund, warum ich sie bisher nicht gekauft habe, war bei allen drei Aktien der gleiche: Sie schienen mir zu teuer!

Die in den letzten Tagen einbrechenden Börsenkurse könnten vielleicht erst der Anfang gewesen sein, ein waschechter Börsencrash könnte folgen. So schmerzhaft das auch sein mag: Nur in solch einem Umfeld gibt es Aktien mit Top-Qualität – wie die drei genannten – zum Schnäppchen-Preis!

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Ob die Beiersdorf-Aktie, die Deutsche Wohnen-Aktie oder die Nvidia-Aktie in meinen Augen bereits ein interessantes Kursniveau erreicht haben, erfährst du, wenn du weiterliest!

Aktie 1: Beiersdorf

Seit ihrem Allzeithoch aus dem Dezember letzten Jahres hat die Aktie des Nivea-Herstellers Beiersdorf 10,6 % verloren (Stand: 09.02.2018). Mit dem aktuellen Kurs und einem von mir erwarteten Gewinn je Aktie von 3,30 Euro ergibt sich daraus ein Kurs-Gewinn-Verhältnis, kurz KGV, in Höhe von 27,4. Ganz ehrlich: Das ist trotz Kurssturz nicht wirklich günstig!

Naja, ok, immerhin etwas günstiger als die Aktie beispielsweise zwischen 2012 und 2015 war, aber halt immer noch nicht wirklich ein Schnäppchen. Bei der Beiersdorf-Aktie werde ich daher weiter abwarten, ob mir weiter fallende Börsen eventuell noch niedrigere Kurse und damit eine gute Einstiegsmöglichkeit bieten könnten!

Sollte es weitere 10 – 15 % nach unten gehen, würde die Beiersdorf-Aktie in meiner Watchlist ein gutes Stück nach oben klettern!

Aktie 2: Deutsche Wohnen

Auf den ersten Blick sieht die Deutsche Wohnen-Aktie schon jetzt wie ein Schnäppchen aus, denn ihr aktuelles KGV beträgt gerade mal 6,5 (errechnet mit dem erwarteten Gewinn für 2017 und dem Schlusskurs vom 09.02.18). Bei Immobiliengesellschaften wie der Deutschen Wohnen ist der Gewinn allerdings mit Vorsicht zu genießen.

Denn in ihm sind auch Neubewertungen von Bestandsimmobilien und Verkaufsgewinne enthalten. Im Zuge des Immobilienbooms der letzten Jahre fielen diese entsprechend üppig aus und haben die Gewinne nach oben getrieben. Davon auszugehen, dass dieser Boom ewig anhält, wäre meiner Meinung nach allerdings etwas blauäugig.

Da scheinbar nicht nur ich das so sehe, weisen Immobilienkonzerne neben dem Gewinn auch den FFO, den Funds from Operations, aus. Dieser gibt an, wie viel im operativen Geschäft erwirtschaftet wurde, in aller Regel also die Mieteinkünfte. Dieser Wert ist in der Immobilienbranche meiner Meinung nach aussagekräftiger als der eigentliche Gewinn.

Aber wie sieht denn nun die Bewertung der Deutsche Wohnen-Aktie aus, wenn wir den FFO zu Grunde legen? Im Geschäftsjahr 2016 betrug der FFO je Aktie 1,14 Euro. Aus den Q3-Zahlen lässt sich ableiten, dass er 2017 ungefähr 4 % gestiegen ist. Daraus ergibt sich dann ein KGV auf FFO-Basis in Höhe von 27,6.

Wie mein Fazit zur aktuellen Bewertung der Deutsche Wohnen-Aktie ausfällt, kannst du dir wahrscheinlich schon denken… Richtig! Genau wie bei Beiersdorf ist mir dieses KGV natürlich immer noch zu hoch – trotz des 12,4 %igen Kurseinbruchs seit Anfang Januar.

Aktie 3: Nvidia

Nvidia ist einer der größten Hersteller von Grafikprozessoren und Mikrochips für alle möglichen Anwendungen, vom PC über Spielkonsolen bis zum selbstfahrenden Auto. Und in den letzten Jahren war man verdammt erfolgreich, in dem was man tat, das lässt sich an der Entwicklung des Aktienkurses ablesen.

So stieg die Nvidia-Aktie in den letzten fünf Jahren um knapp 2.000 %, eine schier unglaubliche Performance! Dieses Kursfeuerwerk schlägt sich allerdings auch in der Bewertung nieder: Das KGV beträgt auf Basis des 2017er Ergebnisses stolze 61,3 (Stand: 09.02.2018).

Im Gegensatz zu den beiden erstgenannten Aktien konnte dem Nvidia-Aktienkurs nicht einmal der Einbruch der weltweiten Börsen etwas anhaben, ganz im Gegenteil er legte in den letzten vier Wochen sogar zu!

Unabhängig von der kurzfristigen Kursentwicklung sollte man eine Wachstumsaktie wie Nvidia allerdings nicht ausschließlich anhand ihres aktuellen Gewinns bewerten. Vielmehr sollte man sich ein Bild über das Gewinnpotential des Unternehmens machen und dieses dann ins Verhältnis zum aktuellen Kurs setzen.

Mein Fazit: Selbstverständlich würde ein Kurssturz im Zuge eines Crashs die Nvidia-Aktie günstiger und damit attraktiver machen. In diesem Fall würde ich meine Kaufentscheidung allerdings nur in sehr geringem Maße von der aktuellen Bewertung abhängig machen.

Mein Fazit zur aktuellen Lage

Die genannten drei Aktien zeigen, dass der aktuelle Kurssturz einige Aktien zwar günstiger gemacht hat, wir uns aber noch lange nicht im Winterschlussverkauf befinden. Außerplanmäßige Käufe peile ich auf dem aktuellen Kursniveau daher erst einmal nicht an!

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