DAX+0,11 % EUR/USD+0,14 % Gold+0,01 % Öl (Brent)+0,37 %

5 Dinge, die man laut National Oilwell Varco über den Ölmarkt wissen muss

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
13.02.2018, 08:00  |  378   |   |   

National Oilwell Varco (WKN:903541) teilte vor kurzem die Ergebnisse für das vierte Quartal des vergangenen Jahres mit. Es war ein weiterer Schritt nach vorn für den Ölfeldausrüster, der auf dem Weg zurück in die Gewinnzone ist. CEO Clay Williams geht davon aus, dass die jetzt die große Wende folgt, und dies hat ihn dazu veranlasst, in der Telefonkonferenz fünf Faktoren zu erläutern, die für den optimistischen Ausblick des Unternehmens verantwortlich sind.

Das Blatt wendet sich

Williams begann seinen Überblick mit folgenden Worten:

Nach drei außerordentlich schwierigen Jahren merken wir, dass sich der Markt einem Wendepunkt nähert. Die Öllagerbestände nähern sich rasch dem Normalniveau, treiben die Ölpreise in die Höhe und ermöglichen aus unserer Sicht, mehr zu verlangen. Branchenumfragen deuten auf einen bescheidenen Anstieg der Upstream-Investitionen hin, das zweite Jahr in Folge. Damit sind die Voraussetzungen für bessere Aussichten im Jahr 2018 gegeben.

Williams hat in den Daten eine deutliche Verbesserung des Marktes erkannt, was die Kunden veranlassen sollte, ihre Ausgaben für dringend benötigte Geräte zu erhöhen. Diese Belebung der Nachfrage würde wiederum natürlich die Erholung der Finanzen seines Unternehmens beschleunigen.

Ölkonzerne befürchten, dass die aktuelle Preisgestaltung nicht von Dauer sein wird

Auch wenn die Zahlen besagen, dass es bergauf geht, „ist es nicht klar, dass Ölkonzerne an höhere Ölpreise glauben, zumindest noch nicht“, so Williams. Das liegt daran, dass sie unter dem Druck von Investoren stehen, Renditen zu erwirtschaften, was sie nicht im gleichen Maße tun können, wenn Rohöl noch einmal absäuft. Williams sagte: „Es bestehen weiterhin Befürchtungen, dass der Ölpreis wieder bei 45 Dollar pro Barrel landen könnte“, so dass die Ölgesellschaften Investitionsentscheidungen für Projekte treffen, die auf Rohöl basieren, „die näher an 45 Dollar pro Barrel als am Preis von Brent, der etwa bei 70 Dollar pro Barrel liegt.“

Die meisten großen Ölgesellschaften halten an ihrem Plan fest, innerhalb der Cashflows zu leben, die sie generieren könnten, wenn Öl in diesem Jahr durchschnittlich bei 50 Dollar pro Barrel liegt. Anstatt die zu aktuellen Preisen produzierten Barmittel zu reinvestieren, verwenden Unternehmen wie Anadarko Petroleum (WKN:871766) und ConocoPhillips (WKN:575302) das überschüssige Geld, um ihre Schuldenlast zu reduzieren und die Cash-Renditen für Investoren zu erhöhen. Anadarko hat kürzlich seine Dividende verfünffacht, sein Aktienrückkaufprogramm um 500 Millionen Dollar aufgestockt und sich verpflichtet, die Schulden um eine weitere Milliarde Dollar zu reduzieren. Unterdessen erhöhte ConocoPhillips seine Dividende um 7,5 %, fügte dem diesjährigen Rückkaufplan 500 Millionen Dollar hinzu und zahlte weitere 2,25 Milliarden Dollar Schulden ab. Sowohl Anadarko als auch ConocoPhillips haben diese Maßnahmen ergriffen, um zu zeigen, dass sie auch in diesem Jahr Disziplin bewahren werden, falls es zu großen Preisstürzen kommt.

Einige Ölkonzerne bekommen einfach nicht genug Geld

Während einige größere Ölkonzerne in diesem Jahr zu aktuellen Preisen Free Cash Flow generieren, sind andere noch nicht so weit. Das hindert ihre Fähigkeit zur Investition. Dazu kommt, dass die Banken „weniger in die Öl- und Gasindustrie investiert haben“, sagte Williams. Das ist ein Problem, weil laut einer Studie von Rystad Energy die 33 größten Schieferkonzerne 2,4 Milliarden Dollar der Schuldenfinanzierung dieses Jahr benötigen, um ihre Finanzierungslücke zu überbrücken — aber viele von ihnen haben größte Mühe, weil Banken dieser Branche einfach kein Geld bereitstellen wollen. Ohne diese Fremdfinanzierung und eine prognostizierte zusätzliche Eigenkapitalfinanzierung in Höhe von 8,3 Milliarden Dollar könnte die Branche in diesem Jahr 1.300 Bohrungen weniger durchführen als erwartet. „Kurz, diese neue Disziplin und das Fehlen von Bankfinanzierungen werden meiner Meinung nach wahrscheinlich zu höheren Ölpreisen führen“, sagte Williams.

Nach einer harten Phase werden die Kennziffern der Branche immer besser

Der Abschwung des Marktes war hart, und zwar, weil „in den letzten drei Jahren eine ganze Reihe von auf uns niederging“, sagte Williams. Er wies darauf hin:

Die OPEC hat ihre traditionelle Rolle als Swing-Lieferant zumindest für eine Weile aufgegeben. Libyen und Irak haben die Produktion sinnvoll gesteigert. Weitere langfristige Großprojekte sind gestartet. Öl aus dem Iran kehrte auf den Markt zurück. Und Schiefer wurde in den USA im großen Stil bis weit in das Jahr 2015 hinein abgebaut.

Williams stellte jedoch fest, dass, während „diese alle zu einem Überangebot beigetragen haben, das sich in den ersten beiden Jahren des Abschwungs immer weiter verschlechterte“, der Markt „sich rasch verbessert“.

Es ist noch früh im Onshore-Aufschwung

Die letzte Beobachtung, die Williams machte, war, dass die Branche ihre Investitionen anders tätigte. Er wies darauf hin, dass „im vergangenen Jahr die Anzahl der Bohrinseln in Midland dramatisch angestiegen ist, während die Anzahl der Bohrinseln im Offshore-Bereich gesunken ist“, so dass „2018 die US-Produktionsrekorde, die bis ins 1970 zurückgehen, fallen werden.“

Williams ist der Meinung, dass der Turnaround noch am Anfang ist; er sagte, dass „wir zuversichtlich sind, dass die Schiefertechnologie auch anderswo auf der Welt eingesetzt wird“. Das veranlasst sein Unternehmen, den Fokus von der Ausrüstung teurer Offshore-Bohrinseln auf die Suche nach Lösungen für Schieferbohrer zu richten. Das wird National Oilwell Varco in die Lage versetzen, voll dabei zu sein, wenn die Branche wieder mehr in Onshore-Technologie investiert.

Die Aufwärtsbewegung beginnt gerade erst

Der CEO von National Oilwell Varco ist der festen Überzeugung, dass es mit der Ölindustrie aufwärts geht. Er sagt, dass die Ölpreise noch interessant werden. Denn die Unternehmen, die Geld ausgeben könnten, tun es gerade nicht – noch. Die, die gerne würden, bekommen kein Geld. Das sind alles Faktoren, die Grund für gute Aussichten sind.

Seite 1 von 3

The Motley Fool GmbH – Disclaimer für Anlageempfehlungen

Disclaimer für The Motley Fool GmbH Research Publikationen Hinweis: Auf diesen Seiten findest du Rechtshinweise und die Veröffentlichungen gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR (Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014) für alle Wertpapieranalysen und Empfehlungen von The Motley Fool GmbH („The Fool“ nachher) bezüglich aller Unternehmen, die gegenwärtig von dieser beobachtet wird.

Diese Seiten wurden zuletzt am 18. Apr 2017 aktualisiert.

Rechtshinweis / Disclaimer Die Anlageempfehlungen von The Fool enthalten ausgewählte Informationen und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Die Analysen stützen sich auf allgemein zugängliche Informationen und Daten („die Information“), die als zuverlässig gelten. The Fool hat die Information jedoch nicht auf ihre Richtigkeit oder Vollständigkeit geprüft und übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Information keine Haftung. Etwaige unvollständige oder unrichtige Informationen begründen keine Haftung von The Fool für Schäden gleich welcher Art, und The Fool haftet nicht für indirekte und/oder direkte Schäden und/oder Folgeschäden. Insbesondere übernimmt The Fool keine Haftung für in diesen Analysen enthaltene Aussagen, Planungen oder sonstige Einzelheiten bezüglich der untersuchten Unternehmen, deren verbundener Unternehmen, Strategien, konjunkturelle, Marktund/oder Wettbewerbslage, gesetzlicher Rahmenbedingungen usw. Obwohl die Analysen mit aller Sorgfalt zusammengestellt werden, können Fehler oder Unvollständigkeiten nicht ausgeschlossen werden. The Fool, deren Anteilseigner und Angestellte übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Aussagen, Einschätzungen, Empfehlungen oder Schlüsse, die aus in den Analysen enthaltenen Informationen abgeleitet werden. Sollten wesentliche Angaben unterlassen worden sein, haften The Fool für einfache Fahrlässigkeit. Der Höhe nach ist die Haftung von The Fool auf Ersatz von typischen und vorhersehbaren Schäden begrenzt. Die Anlageempfehlungen stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers dar. Es ist möglich, dass Gesellschafter, Geschäftsleitung oder Angestellte von The Fool in verantwortlicher Stellung, z.B. als Mitglied des Aufsichtsrats, in den in Analysen genannten Gesellschaften tätig sind, oder eine Investitionsposition darin haben. Die in Anlageempfehlungen enthaltenen Meinungen können ohne Ankündigung geändert werden. Alle Rechte vorbehalten.

Zusätzliche Informationen für Kunden in den USA Die Anlageempfehlungen sind ein Produkt von The Fool. The Fool ist der Arbeitgeber oder Auftraggeber des jeweiligen Research Analysten, der den Report erstellt hat. Der Research Analyst ist keine mit einem US regulierten Broker-Dealer verbundene Person und unterliegt damit auch nicht der Aufsicht eines US regulierten Broker-Dealer.

Erklärung gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR sowie Delegierter Verordnung (EU) Nr. 2016/958 („DelVO“) Bewertung Die Bewertung, die der Anlageempfehlung für das hier analysierte Unternehmen zugrunde liegt, stützt sich auf allgemein anerkannte und weit verbreitete Methoden der fundamentalen Analyse, wie z.B. Discounted Cash Flow (DCF)-Modell, Terminal Multiple Bewertung, Peer-Gruppen-Vergleich, „Sum of the parts“ Modell oder ein ähnliche, häufige und weit verbreitete fundementale Bewertungsmethode.

Das Ergebnis dieser fundamentalen Bewertung wird als Basis der Empfehlung benutzt, obwohl es auch von der Einschätzung des Analysten bezüglich möglichen Industrieveränderungen, alternativen möglichen Zukünfte, Unternehmensstrategienergebnisse, Wettbewerbsdruck, usw. angepasst. Die letztendliche Meinung des Analysten sollte nicht als einzigen Punkt von Modell betrachtet, sondern eher die überlegt am wahrscheinlichsten Ergebniss der vielen möglichen zukünftigen Auswirkungen.

Unabhängig von der verwendeten Bewertungsmethode besteht das Risiko, dass das Investitionsergebnis nicht erreicht wird, z.B. aufgrund unvorhergesehener Veränderungen der Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens, Änderungen des Managements, der Technologie, der konjunkturellen Entwicklung, der Zinsentwicklung, der operativen und/oder Materialkosten, des Wettbewerbsdrucks, des Aufsichtsrechts, des Wechselkurses, der Besteuerung, usw. Bei Anlagen in ausländischen Märkten und Instrumenten gibt es weitere Risiken, etwa aufgrund von Wechselkursänderungen oder Änderungen der politischen und sozialen Bedingungen.

Diese Analyse reflektiert die Meinung des jeweiligen Verfassers zum Zeitpunkt ihrer Erstellung. Eine Änderung der der Bewertung zugrundeliegenden fundamentalen Faktoren kann nachträglich dazu führen, dass die Bewertung nicht mehr zutreffend ist. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt worden.

Es wurden zusätzliche interne und organisatorische Vorkehrungen zur Prävention oder Behandlung von Interessenkonflikten getroffen.

Die Ergebnisse der Analysen, sowie die Meinungen der Analysten, sind nicht vor der Veröffentlichung zu den analysierten Unternehmen offengelegt.

Alle Preise von Finanzinstrumenten, die in dieser Finanzanalyse angegeben werden, sind Schlusskurse des dem jeweiligen ausgewiesenen Veröffentlichungsdatums vorangegangen Börsenhandelstages, soweit nicht ausdrücklich ein anderer Zeitpunkt genannt wird.

Bedeutung der präsentierten Anlageempfehlungen Anlageempfehlung: Erwartete Entwicklung des Preises des Finanzinstruments bis zum angegebenen Kursziel, nach Meinung des dieses Finanzinstrument betreuenden Analysten.

Kauf: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren mehr als den passenden Index steigen wird. Halten: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren entweder weniger als den passenden Index steigen wird, oder stabil bleiben wird. Verkaufen:Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren fallen wird.

Handelsregeln und Offenlegungen von Analysten und Dritten in Verbindung mit der Motley Fool GmbH Wenn ein Analyst von Motley Fool über eine Aktie schreibt, von der er oder sie selbst eine Position besitzt oder davon anderweitig profitiert, dann wird dieser Umstand am Ende eines Artikels oder Berichts erwähnt.

Wir haben Aktienempfehlung in unseren kostenpflichtigen Newslettern und wir legen auch diese Empfehlungen offen, wenn wir darüber auf unserer kostenlos zugänglichen Website schreiben (Fool.de). Um unseren zahlenden Mitgliedern gegenüber fair zu bleiben, legen wir diese Empfehlungen mindestens 30 Tage ab der ersten Veröffentlichung der Empfehlung nicht in unserem kostenlosen Content offen. Nach dieser Frist von 30 Tagen werden wir auch diese Empfehlungen offen legen.

Das amerikanische Mutterunternehmen, The Motley Fool, LLC (kurz als „Fool US“ bezeichnet) kann auch Positionen von den Wertpapieren haben, die in unseren Artikeln erwähnt werden. Da wir kein nicht-öffentliches Wissen bezüglich der Positionen unseres Mutterunternehmens haben, werden die Positionen von Fool US auch nicht in unserem kostenlosen oder Premium-Content veröffentlicht. Fool US hat seine eigene Offenlegungsrichtlinien.

Zusätzlich zu den oben erwähnten Anforderungen unterliegen wir unter zusätzlichen Handelsbeschränkungen und Richtlinien. Diese Beschränkungen verlangen, dass die Angestellten von Motley Fool:

- jede Aktie, die sie besitzen mindestens 10 volle Handelstage besitzen müssen. (Daytrading ist nicht zugelassen – als ob wir das überhaupt wollten!) - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen. - unsere Compliance-Abteilung informieren müssen, wenn sie eine Aktie kaufen oder verkaufen, egal ob sie darüber geschrieben haben oder nicht.

Wir arbeiten auch mit freiberuflichen Autoren, die:

- jede Aktie, die sie besitzen und über die sie bei Motley Fool schreiben, mindestens 10 volle Handelstage halten müssen. - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen.


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel