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GameStop Personalrochade beim Spieleriesen

Gastautor: Max Otte
13.02.2018, 11:13  |  3416   |   |   

Eine Analyse von Alan Galecki (Team Max Otte)

 

In der Jahresausgabe 2017/18 haben wir den Abonnenten von Der Privatinvestor das Unternehmen GameStop als Turnaround-Kandidaten vorgestellt: einen Einzelhändler mittlerer Qualität aus dem Bereich Computerspiele und Zubehör, der trotz herausfordernder Marktgegebenheiten vom Markt unterbewertet wurde und wird.

 

Nun erhält das US-amerikanische Unternehmen einen neuen CEO. Michael K. Mauler, 56, ist seit mehr als 16 Jahren im Unternehmen tätig. Zuvor war er u.a. Executive Vice President. Der Veteran hat dabei den Unternehmensbereich International geleitet und war an der Einführung des globalen Collectibles-Geschäfts im Jahr 2014 beteiligt. Er betreute fast 2.000 Geschäfte auf der ganzen Welt, die unter den Marken GameStop, EB Games, Micromania und Zing Pop Culture operierten.

 

Vieles spricht für den neuen CEO Michael K. Mauler

Er ist ein „Insider“ und genießt aufgrund seiner Erfahrung zurecht Vertrauen. Mauler ist es auch zu verdanken, dass das internationale Angebot von GameStop um den lukrativen und wachsenden Geschäftsbereich Collectibles erweitert wurde. Zusätzlich zu seiner internationalen Rolle war Mauler als Senior Vice President of Supply Chain and International Support bei GameStop und vor der Fusion von GameStop und EB Games im Jahr 2005 als Vice President of Logistics für Electronics Boutique tätig.

 

„Mike ist seit vielen Jahren Teil des Senior Leadership Teams von GameStop, in dem er eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Umsetzung unserer Diversifikationsstrategie, bei der erfolgreichen Führung unserer internationalen Aktivitäten und beim Ausbau unserer Kerngeschäftsfelder gespielt hat“, sagte Dan DeMatteo, Executive Chairman von GameStop, in seiner Erklärung. Welche Entschädigung Mauler als CEO erhalten wird, müsse noch festgelegt werden. DeMatteo selbst fungiert seit November als Interims-CEO von GameStop.

 

Nur drei Tage nach der Ernennung Michael Maulers zum CEO hat GameStop zwei weitere Top-Führungskräfte entlassen. Ihre Kündigungen erhielten der COO und ehemalige Präsident Tony Bartel sowie Michael Hogan, der als Executive VP für strategische Unternehmens- und Markenentwicklung tätig war. Nachfolger wurden noch nicht benannt.

 

Bartel ist ein 17-jähriger Veteran, der leitende Positionen in den Bereichen Merchandising, Marketing und internationale Finanzen innehatte, bevor er von 2010 bis 2015 als Präsident und danach als Chief Operating Officer fungierte. Hogan kam im Jahr 2008 als Senior VP zu GameStop, wo er für Marketing, Strategie, E-Commerce und gebrauchte Produkte verantwortlich war.

 

GameStop teilte der Securities & Exchange Commission (SEC) mit, dass die Kündigungen ohne Grund erfolgten. Sie erhalten daher die vollen Zahlungen und Leistungen, die in ihren Verträgen festgelegt wurden.

 

Erfreuliches Weihnachtsgeschäft

Am 12. Januar veröffentlichte GameStop seine Verkaufsergebnisse für die neunwöchige Weihnachtszeit, die am 30. Dezember 2017 endete. Der weltweite Gesamtumsatz für die Urlaubszeit betrug 2,77 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 10,6 Prozent gegenüber dem Weihnachtsgeschäft 2016.

 

Dan DeMatteo, damals noch Interims-CEO, sagte  dazu: „Wir sind mit unserer Verkaufsperformance während der wichtigen Weihnachtszeit zufrieden, die von der Stärke des Nintendo Switch und der Xbox One X sowie von einer soliden Zunahme unseres Geschäfts mit Collectibles getrieben wird. Unsere Ergebnisse zeigen die begeisterte Reaktion unserer Kunden auf neue Produkte und unsere Fähigkeit, strategisch ausgerichtetes Marketing zu betreiben.“

 

Der Umsatz mit neuer Hardware stieg um 38,3 Prozent gegenüber 2016, was auf die anhaltend starke Nachfrage nach dem Nintendo Switch und die Einführung von Microsofts Xbox One X zurückzuführen ist.

 

Der Umsatz mit neuer Videospiel-Software stieg um 7,3 Prozent – die Konsequenz des Erfolgs von Activisions neuem Spiel „Call of Duty: WWII“ und der anhaltenden Stärke der Nintendo Switch-Titel. Die Verkäufe von Zubehör für Videospiele stiegen um 33,7 Prozent, was abermals hauptsächlich auf die Beliebtheit der neuen Konsole Nintendo Switch zurückzuführen ist. Nicht so gut lief das Geschäft mit gebrauchter Spiele-Software. Hier hing der Umsatz um 8,1 Prozent zurück.

 

Der Umsatz mit Collectibles stieg sogar um 19,4 Prozent auf 211,3 Millionen US-Dollar, getrieben von einer starken Performance bei Bekleidung und Spielzeug.

 

Zukünftig will GameStop dieses florierende Segment der Collectibles weiter stärken und seine Läden dementsprechend umbauen.

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