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Börse: Zinsen und Ertragspotential

Gastautor: Thomas Hellener
14.02.2018, 07:21  |  4659   |   |   

An den Märkten geht weiterhin die Angst um. Wenn die Börsen auch nur neue Indikationen für ihre Zins- und Inflationsängste erkennen, gehen sie auf Talfahrt. Daran ändern auch zwischenzeitliche Erholungen, wie wir sie jetzt im DAX, Dow Jones oder S&P 500 gesehen haben, wenig. Auslöser der jüngsten Turbulenzen waren gute US-Arbeitsmarktdaten. Die Zahlen schürten weitere Ängste, die Verkaufsspirale an den Aktienmärkten legte entsprechend einen Gang zu. Seit den Top-Ständen Ende Januar haben die weltweiten Aktienmärkte massiv verloren. Die bisherigen Rückschläge sind zwar deutlich geringer als im letzten Abschwung vor zwei Jahren. Doch nach Berechnungen der Nachrichten-Agentur Bloomberg belaufen sich die jüngsten Einbußen auf rund fünf Billionen Dollar.

Noch haben die Märkte ihre Korrektur nicht beendet. Und wann dies sein wird, lässt sich nicht prognostizieren. Was aber die künftige Zinspolitik der US-Notenbank FED betrifft, hat Dr. Hendrik Leber, der Manager unseres Nachhaltigkeitsaktienfonds PRIMA – Global Challenges, eine leicht entwarnende Sicht der Dinge. In unserem jüngsten Fondsmanagerdialog  (https://youtu.be/U2MLn8_XzF0) vertritt er die Meinung, dass die FED mit künftigen Zinsschritten vorsichtiger sein wird als allgemein erwartet. Seine These: „Die Zinsen werden noch eine ganze Zeit lang niedrig bleiben, weil keine Notenbank will, dass die Wirtschaft absäuft. Das haben die starken Kursreaktionen an den Märkten jetzt  ganz deutlich gemacht.“

Die Zinsen werden weniger stark steigen als befürchtet

Leber geht davon aus, dass die FED die Zinsen nur in geringem Masse anheben wird. Man würde die Zinsen ja gerne stärker anheben, so Leber, aber die Notenbanken machten nur zaghafte Versuche bei künftigen Zinsschritten. Und die Politik lebe nach dem Motto: Solange wir Gefahr laufen, unseren Wählern und der Wirtschaft zu schaden, bleiben die Zinsen besser unten! Inflation hin oder her.

Außerdem gilt es zu berücksichtigen: Eine Notenbank kann immer nur drei von vier Dingen direkt steuern, die Geldmenge, den Zins und das Preisniveau, aber nicht die Inflation. Im Moment stehen die Zeichen alle auf Grün, weil alle Zahlen in die richtige Richtung zeigen. Es wird aber wohl ein Punkt kommen, wo wir Inflation bekommen. Dann müsste die Notenbank eigentlich bremsen. Aber sie muss sich dann entscheiden: Lassen wir die Inflation laufen, oder die Wirtschaft? In dieser Situation wird sich die FED auf jeden Fall auf die Seite der Wirtschaft stellen. Erst wenn die Inflation irgendwann einmal zum wirklich größeren Übel wird, muss man gegensteuern. Aber dieser Punkt ist  noch nicht erreicht.

Den „Dinos“ rennt die Zukunft davon

Kommen wir zurück auf die Korrektur an den Märkten. Welche Aktien bieten künftig die besten Renditen? Wo werden in Zukunft die Ertragswerte liegen? Nach Lebers Meinung muss man heute in Firmen investieren, die erst am Anfang ihrer Entwicklung stehen und nicht in diejenigen, die am Ende ihres Zyklus stehen. Als Beispiel für ehemalige „Riesen“ nennt er etwa die Deutsche Bank oder auch General Electric, die aufgespalten mehr Wert seien, als wenn sie als Ganzes fortbestehen würden.

Als Gegenbeispiel sieht er Alphabet, das viel mehr sei, als allein die Suchmaschine Google. Alphabet hat sieben Geschäftsfelder mit jeweils mehr als einer Milliarde Nutzern. Daraus ergeben sich unendliche Möglichkeiten für weiteres Wachstum in so unterschiedlichen Feldern wie selbstfahrende Autos, persönliche Sicherheit, Versicherungen, Diagnostik und ähnlichen Bereichen.

Portfolio ist gut ausgerichtet

Auch unsere Portfoliowerte wie etwa Intel, das mit Mobileye die Sensorik und Überwachung etwa von BMW steuert, oder die Renault-Tochter Nissan, die heute bereits einer der größten Elektroauto-Anbieter der Welt ist, sind für die Zukunft gerüstet. Gleiches gilt für den Chiphersteller AMD, den Hörgerätehersteller Sonova im Bereich personalisierte Medizin, oder Aurubis, das die Kupferkabel für die Autos der Zukunft liefert. Das sind nur ein paar Beispiele.

All diese Unternehmen erfüllen darüber hinaus auch unsere strengen Nachhaltigkeitskriterien. Und nicht vergessen: Nach der Korrektur ist vor der Erholung! Da kommt ein reinigendes Gewitter an den Börsen manchmal gerade recht.

 

 

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