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Monero: Für diese Kryptowährung schürft Malware in England, Australien und Spanien

14.02.2018, 12:16  |  2517   |   |   

In den vergangenen Tagen sind mehrere Berichte über Schadsoftware in Großbritannien und Australien aufgetaucht, die die Rechenleistung zum illegalen schürfen von Monero missbraucht.     

Mit dem illegalen Mining wird eine Menge Geld verdient. Ob ein missglückter Versuch am russischen Supercomputer, ein Zugriff auf eine Bitcoin-Serverfarm in der Mongolei oder der Missbrauch des Computersystems eines europäischen Wasserwerks, die Fälle, bei denen durch eingeschleuste Schadsoftware Kryptowährungen geschürft werden, häufen sich. Es geht um Missbrauch von Rechenleistungen aber auch um die Sicherheit von Ländern.

Am vergangenen Sonntag waren mehr als 5.000 Websites der britischen Regierung betroffen, siehe hier. Am gleichen Tag berichtete The Guardian von einem ähnlichen Fall in Australien. Dorf betraf der Kryptojacking-Angriff die offizielle Website des Parlaments, des Queensland Civil and Administrative Tribunal, des Queensland Ombudsmanns, die Homepage des Queensland Community Legal Centre und die Queensland Legislativ-Website, auf der alle Handlungen und Gesetzesvorlagen des Staates aufgeführt sind. In beiden Fällen nutzten Hacker eine Schwachstelle im beliebten Browser-Plugin Browsealoud aus, einem Programm, das Website-Text in Audio-Dateien für sehbehinderte Nutzer umwandelt. Der Prozess, der als Kryptojacking bekannt ist, zwingt den Computer eines Benutzers dazu, Kryptowährungen ohne dessen Erlaubnis zu schürfen, was dem Hacker Gewinne einbringt.

Bereits im Oktober 2017 wurde ein Skript des Anbieters Coinhive auf Websites entdeckt, so die ZEIT. Es heißt: "Coinhive sieht sich eigentlich als legales Angebot für Websitebetreiber." Doch immer wieder wird die Technik missbraucht. Die Betroffenen merken es meist erst, wenn die Antivirensoftware reagiert oder der Browser spürbar langsamer wird. Auffällig ist, dass stets die Kryptowährung Monero damit illegal geschürft wird. Sie braucht vergleichsweise wenig Prozessorleistung, so die ZEIT. In England und Australien setzte sich Coinhive auf Browsealoud, um Monero zu schürfen. Im vergangenen Jahr waren in Spanien vier Prozent der Malware-Angriffe auf Coinhive zurück zuführen, so elPeriódico. In den USA waren es 22 Prozent und in Brasilien 18 Prozent. Nun scheint Coinhive in Europa auf dem Vormarsch zu sein. 

Durch Cryptojacking können die Systeme so ausgelastet werden, dass der Regelbetrieb erliegt. Ferner könnte die Mining-Software erst der Anfang, so die ZEIT. Dass es den Angreifern nicht nur um das Krypto-Mining geht, zeigt wiederum Großbritannien. Kurz vor dem Kryptojacking-Angriff gab es am vergangenen Freitag einen Cyber-Angriff, bei dem gut 90 E-Mail-Konten gehackt wurden, so ein Parlamentssprecher. 

Die Kryptowährung Monero stand zuletzt bei 195,37 Euro. Den Höchststand hatte die Digitalwährung am 20.12.2017 bei 400,42 Euro. Am 6. Februar stand sie bei 169,50 Euro.   

 


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