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Bitcoin und Steuern USA: Schuldest du dem Staat „Bitcoin-Steuern“?

14.02.2018, 12:03  |  3237   |   |   

Kaum ein Amerikaner zahlt Steuern für seine steuerpflichtigen Bitcoin-Gewinne, so eine Studie des Steuerberaters Credit Karma Tax. Auch in Deutschland sind Bitcoin-Gewinne steuerpflichtig.

Laut einer Studie des US-Steuerberaters Credit Karma Tax, die CNBC vorliegt, meldet nur ein kleiner Bruchteil der Amerikaner ihre Kryptowährungs-Transaktionen den Steuerbehörden. Von den 250.000 Steuererklärungen die bisher bei dem Steuerberater einigen, hätten weniger als 100 Gewinne oder Verluste durch Kryptowährungen angegeben, so Credit Karma. Dies sind weniger als 0,04 Prozent der eingereichten Steuererklärungen.

"Im Allgemeinen reichen Amerikaner mit komplexeren Steuersituationen später ihre Steuererklärung ein, besonders wenn sie erwarten, dass sie Geld schulden werden," sagte Jagjit Chawla, Chef von Karma Tax, in einer Erklärung. "Angesichts der Beliebtheit von Bitcoin und anderer Kryptowährungen im Jahr 2017 hätten wir jedoch erwartet, dass mehr Menschen ihre Kryptowährungs-Transaktionen angeben."

Die US-Steuerbehörde erkennt Kryptowährungen nicht als Devisen an. Vielmehr sind sie Eigentum gleichgestellt. Folglich sind sämtliche Krypto-Transaktionen, auch der Umtausch einer Kryptowährung in eine andere, steuerpflichtig, da es sich um einen Verkauf von Eigentum handelt. Der Handel mit Kryptowährungen wird von der US-Steuerbehörde letztlich wie der Kauf und Verkauf von Grundstücken oder Immobilien gewertet. Einnahmen aus dem Bitcoin-Mining sind ebenfalls steuerpflichtig, so CNBC.

Auch in Deutschland sind Bitcoin-Gewinne steuerpflichtig. Sie gelten als private Veräußerungsgeschäfte und müssen in der Steuererklärung unter Sonstige Einkünfte (SO) angegeben werden. Damit sind Kryptowährungen anderen Vermögensgegenständen z. B. Immobilien, Kunstwerken und Antiquariaten gleichgestellt. Ob und wie viele Steuern gezahlt werden müssen, hängt davon ab, wie lange die virtuelle Währung gehalten wurde und wie hoch der Gewinn ist. Liegt zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr (Spekulationsfrist), so kann der Gewinn steuerfrei vereinnahmt werden. Gleiches gilt, wenn der Gewinn unter der Freigrenze von 600 Euro liegt (siehe HIER).

Da Kryptowährungen sehr volatil sind und dadurch oftmals viele Transaktionen stattfinden, kann es sehr aufwendig werden, diese in der Steuererklärung aufzuführen. Der Krypto-Trader Brandon Williams empfiehlt deshalb für die Steuererklärung ein Steuer Tool für Digitale Coins wie z. B. „CoinTracking“ zu verwenden, so CNBC. 

Um Probleme mit dem Finanzamt aus dem Weg zugehen, sollten Kryptowährungs-Trader für Ihre Steuererklärung grundsätzlich einen Steuerberater und/oder einen auf Steuerrecht spezialisierten Anwalt konsultieren.

Quellen:
CNBC: „Barely anyone is paying the taxes they owe on their bitcoin gains“
wallstreet-online: „Bitcoin-Gewinne und das Finanzamt“


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