DAX+2,82 % EUR/USD-0,23 % Gold-0,69 % Öl (Brent)+2,44 %

Volkswagen wird die Tesla-Fabrik übernehmen – und 2 weitere unverschämte Vorhersagen

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
15.02.2018, 08:44  |  4387   |   |   

Das Jahr hat schon turbulent begonnen, aber es könnte noch spektakulärer werden. So könnten zum Beispiel schon 2018 auf allgegenwärtige Tech-Konzerne wie SAP (WKN:716460), Amazon.com (WKN:906866) und Tesla (WKN:A1CX3T) Schwierigkeiten zukommen.

Aber ich sag’s gleich vorneweg: die nachfolgenden Prognosen sind reine Spekulation ohne jegliche Gewährleistung. Trotzdem denke ich, dass eine gewisse Wahrscheinlichkeit existiert, dass die eine oder andere davon sich so oder in ähnlicher Form realisieren wird.

SAP mit festem Hebel folgen [Anzeige]
Ich erwarte, dass der SAP steigt...
Ich erwarte, dass der SAP fällt...

Verantwortlich für diese Anzeige ist die Deutsche Bank AG. Die Wertpapierprospekte und Basisinformationsblätter zu diesen Produkten erhalten Sie über www.xmarkets.db.com.

1. unverschämte Voraussage: Volkswagen übernimmt das Tesla-Werk

Der Hype um Tesla ist noch längst nicht zu Ende. Noch immer sind die Fans felsenfest davon überzeugt, dass daraus der größte Automobilkonzern der Welt entstehen wird, und die anderen erwarten, dass dem ehrgeizigen Projekt von Elon Musk bald der Stecker gezogen wird.

Ich für meinen Teil dachte in den Anfangsjahren, dass das überhaupt nichts werden kann, habe aber mit der Zeit die Faszination des Projekts durchaus nachvollziehen können. Mittlerweile sehe ich aber deutliche Anzeichen dafür, dass Tesla die Zeit wegrennt. Die meist hochprofitable Konkurrenz wächst jetzt im Bereich elektrifizierter Autos exponentiell, während die Kalifornier es nicht schaffen, aus den roten Zahlen herauszukommen.

Tesla setzt auf einen eigenen Ladestandard und kleinformatige Rundzellen, während der Wettbewerb gemeinsame Standards und voraussichtlich überlegene prismatische oder Pouch-Zellen bevorzugt – das könnte sich zu einem echten Wettbewerbsnachteil auswachsen. Daneben kursieren noch viele weitere Argumente, die nahelegen, dass Tesla das gleiche Schicksal winkt wie dem Offshore-Wind-Pionier BARD. Deshalb habe ich mir die Frage gestellt, was mit dem Tesla-Werk samt Gigafabrik passieren würde, wenn Elon Musk das Handtuch schmeißen muss.

Ursprünglich war der Produktionsstandort ein Gemeinschaftsunternehmen von General Motors (WKN:A1C9CM) und Toyota (WKN:853510). Beide haben bereits eine starke Präsenz in den USA und ich denke nicht, dass sie nach Kalifornien zurückkommen wollen. Auch die anderen lokalen Marktführer (einschließlich Nissan, Honda und Hyundai) scheiden für mich aus, weil die vermutlich genug damit zu tun haben, ihre bestehenden Werke auszulasten.

Mit chinesischen Expansionsplänen muss man zwar immer rechnen, aber der aussichtsreichste Käufer im hypothetischen Fall einer Tesla-Insolvenz erscheint mir klar die Volkswagen-Gruppe zu sein:

Sie hat erstens jahrzehntelange Erfahrung mit der Übernahme von strauchelnden Produktionsstandorten. Zweitens muss VW nach all dem Diesel-Ärger sowieso im Bereich Elektroautos in Nordamerika expandieren. Drittens ist das Werk praktischerweise mit Anlagen von langjährigen VW-Partnern wie KUKA (WKN:620440) und Dürr (WKN:556520) ausgestattet. Viertens wäre es ganz praktisch, eine Batterie-Gigafabrik um die Ecke zu haben und fünftens hat VW bereits erhebliche Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in Kalifornien aufgebaut.

Zwar muss auch VW erst mal schauen, dass der Hauptstandort in Chattanooga (Tennessee) ein Erfolg wird, aber das Markenimperium kann sicherlich Wege finden, um eine zusätzliche Produktionsstätte erfolgreich zu betreiben, vor allem wenn die Gelegenheit außergewöhnlich günstig sein sollte.

2. unverschämte Voraussage: EU-Ermittlungen wegen Dumpings gegen Amazon

Netzwerkeffekte tendieren dazu, monopolartige Strukturen zu schaffen und der Übergang von der Marktführerschaft zum Marktmachtmissbrauch ist fließend. Deshalb ist es eher die Regel als die Ausnahme, dass Tech-Konzerne mit Regulierungsbehörden aneinandergeraten. Aktuell bekommt Facebook (WKN:A1JWVX) erneut Probleme wegen der Verletzung des Datenschutzrechts und Qualcomm (WKN:883121) werden Wettbewerbsverstöße verübelt. Zuvor wurde Alphabet (WKN:A14Y6F) eine Milliardenstrafe der EU-Kommission aufgebrummt.

Auch Amazon hatte bereits diverse Auseinandersetzungen. Einmal geht es um die Arbeitnehmerrechte und ein anderes Mal um Steuervermeidung. Was aber bisher noch kaum in der öffentlichen Diskussion auftaucht, ist das Thema Dumping. Wenn etwa Billigstahl oder Solarpanels aus China den europäischen Markt überschwemmen, dann wird reflexartig nach Zöllen gerufen, um die lokale Industrie zu schützen. Amazon hingegen durfte sich über Jahre mit Millionen von Gutscheinen, extrem kundenfreundlichen Versandbedingungen und Kampfpreisen Marktanteile erkaufen.

Zahlreiche E-Commerce-Konkurrenten mussten aufgeben und der Präsenzhandel steht vielerorts stark unter Druck. Dass Amazon zumindest am Rande des Dumpings arbeitet, haben auch wieder die letzten Geschäftszahlen gezeigt. Trotz der bereits seit Langem dominanten Position in vielen europäischen Ländern schreiben die Amerikaner weiterhin hohe Verluste außerhalb Nordamerikas. Es gäbe also genügend Gründe für die EU-Kommission, auch diesen Fall einmal eingehend zu untersuchen.

Seite 1 von 4

The Motley Fool GmbH – Disclaimer für Anlageempfehlungen

Disclaimer für The Motley Fool GmbH Research Publikationen Hinweis: Auf diesen Seiten findest du Rechtshinweise und die Veröffentlichungen gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR (Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014) für alle Wertpapieranalysen und Empfehlungen von The Motley Fool GmbH („The Fool“ nachher) bezüglich aller Unternehmen, die gegenwärtig von dieser beobachtet wird.

Diese Seiten wurden zuletzt am 18. Apr 2017 aktualisiert.

Rechtshinweis / Disclaimer Die Anlageempfehlungen von The Fool enthalten ausgewählte Informationen und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Die Analysen stützen sich auf allgemein zugängliche Informationen und Daten („die Information“), die als zuverlässig gelten. The Fool hat die Information jedoch nicht auf ihre Richtigkeit oder Vollständigkeit geprüft und übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Information keine Haftung. Etwaige unvollständige oder unrichtige Informationen begründen keine Haftung von The Fool für Schäden gleich welcher Art, und The Fool haftet nicht für indirekte und/oder direkte Schäden und/oder Folgeschäden. Insbesondere übernimmt The Fool keine Haftung für in diesen Analysen enthaltene Aussagen, Planungen oder sonstige Einzelheiten bezüglich der untersuchten Unternehmen, deren verbundener Unternehmen, Strategien, konjunkturelle, Marktund/oder Wettbewerbslage, gesetzlicher Rahmenbedingungen usw. Obwohl die Analysen mit aller Sorgfalt zusammengestellt werden, können Fehler oder Unvollständigkeiten nicht ausgeschlossen werden. The Fool, deren Anteilseigner und Angestellte übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Aussagen, Einschätzungen, Empfehlungen oder Schlüsse, die aus in den Analysen enthaltenen Informationen abgeleitet werden. Sollten wesentliche Angaben unterlassen worden sein, haften The Fool für einfache Fahrlässigkeit. Der Höhe nach ist die Haftung von The Fool auf Ersatz von typischen und vorhersehbaren Schäden begrenzt. Die Anlageempfehlungen stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers dar. Es ist möglich, dass Gesellschafter, Geschäftsleitung oder Angestellte von The Fool in verantwortlicher Stellung, z.B. als Mitglied des Aufsichtsrats, in den in Analysen genannten Gesellschaften tätig sind, oder eine Investitionsposition darin haben. Die in Anlageempfehlungen enthaltenen Meinungen können ohne Ankündigung geändert werden. Alle Rechte vorbehalten.

Zusätzliche Informationen für Kunden in den USA Die Anlageempfehlungen sind ein Produkt von The Fool. The Fool ist der Arbeitgeber oder Auftraggeber des jeweiligen Research Analysten, der den Report erstellt hat. Der Research Analyst ist keine mit einem US regulierten Broker-Dealer verbundene Person und unterliegt damit auch nicht der Aufsicht eines US regulierten Broker-Dealer.

Erklärung gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR sowie Delegierter Verordnung (EU) Nr. 2016/958 („DelVO“) Bewertung Die Bewertung, die der Anlageempfehlung für das hier analysierte Unternehmen zugrunde liegt, stützt sich auf allgemein anerkannte und weit verbreitete Methoden der fundamentalen Analyse, wie z.B. Discounted Cash Flow (DCF)-Modell, Terminal Multiple Bewertung, Peer-Gruppen-Vergleich, „Sum of the parts“ Modell oder ein ähnliche, häufige und weit verbreitete fundementale Bewertungsmethode.

Das Ergebnis dieser fundamentalen Bewertung wird als Basis der Empfehlung benutzt, obwohl es auch von der Einschätzung des Analysten bezüglich möglichen Industrieveränderungen, alternativen möglichen Zukünfte, Unternehmensstrategienergebnisse, Wettbewerbsdruck, usw. angepasst. Die letztendliche Meinung des Analysten sollte nicht als einzigen Punkt von Modell betrachtet, sondern eher die überlegt am wahrscheinlichsten Ergebniss der vielen möglichen zukünftigen Auswirkungen.

Unabhängig von der verwendeten Bewertungsmethode besteht das Risiko, dass das Investitionsergebnis nicht erreicht wird, z.B. aufgrund unvorhergesehener Veränderungen der Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens, Änderungen des Managements, der Technologie, der konjunkturellen Entwicklung, der Zinsentwicklung, der operativen und/oder Materialkosten, des Wettbewerbsdrucks, des Aufsichtsrechts, des Wechselkurses, der Besteuerung, usw. Bei Anlagen in ausländischen Märkten und Instrumenten gibt es weitere Risiken, etwa aufgrund von Wechselkursänderungen oder Änderungen der politischen und sozialen Bedingungen.

Diese Analyse reflektiert die Meinung des jeweiligen Verfassers zum Zeitpunkt ihrer Erstellung. Eine Änderung der der Bewertung zugrundeliegenden fundamentalen Faktoren kann nachträglich dazu führen, dass die Bewertung nicht mehr zutreffend ist. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt worden.

Es wurden zusätzliche interne und organisatorische Vorkehrungen zur Prävention oder Behandlung von Interessenkonflikten getroffen.

Die Ergebnisse der Analysen, sowie die Meinungen der Analysten, sind nicht vor der Veröffentlichung zu den analysierten Unternehmen offengelegt.

Alle Preise von Finanzinstrumenten, die in dieser Finanzanalyse angegeben werden, sind Schlusskurse des dem jeweiligen ausgewiesenen Veröffentlichungsdatums vorangegangen Börsenhandelstages, soweit nicht ausdrücklich ein anderer Zeitpunkt genannt wird.

Bedeutung der präsentierten Anlageempfehlungen Anlageempfehlung: Erwartete Entwicklung des Preises des Finanzinstruments bis zum angegebenen Kursziel, nach Meinung des dieses Finanzinstrument betreuenden Analysten.

Kauf: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren mehr als den passenden Index steigen wird. Halten: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren entweder weniger als den passenden Index steigen wird, oder stabil bleiben wird. Verkaufen:Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren fallen wird.

Handelsregeln und Offenlegungen von Analysten und Dritten in Verbindung mit der Motley Fool GmbH Wenn ein Analyst von Motley Fool über eine Aktie schreibt, von der er oder sie selbst eine Position besitzt oder davon anderweitig profitiert, dann wird dieser Umstand am Ende eines Artikels oder Berichts erwähnt.

Wir haben Aktienempfehlung in unseren kostenpflichtigen Newslettern und wir legen auch diese Empfehlungen offen, wenn wir darüber auf unserer kostenlos zugänglichen Website schreiben (Fool.de). Um unseren zahlenden Mitgliedern gegenüber fair zu bleiben, legen wir diese Empfehlungen mindestens 30 Tage ab der ersten Veröffentlichung der Empfehlung nicht in unserem kostenlosen Content offen. Nach dieser Frist von 30 Tagen werden wir auch diese Empfehlungen offen legen.

Das amerikanische Mutterunternehmen, The Motley Fool, LLC (kurz als „Fool US“ bezeichnet) kann auch Positionen von den Wertpapieren haben, die in unseren Artikeln erwähnt werden. Da wir kein nicht-öffentliches Wissen bezüglich der Positionen unseres Mutterunternehmens haben, werden die Positionen von Fool US auch nicht in unserem kostenlosen oder Premium-Content veröffentlicht. Fool US hat seine eigene Offenlegungsrichtlinien.

Zusätzlich zu den oben erwähnten Anforderungen unterliegen wir unter zusätzlichen Handelsbeschränkungen und Richtlinien. Diese Beschränkungen verlangen, dass die Angestellten von Motley Fool:

- jede Aktie, die sie besitzen mindestens 10 volle Handelstage besitzen müssen. (Daytrading ist nicht zugelassen – als ob wir das überhaupt wollten!) - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen. - unsere Compliance-Abteilung informieren müssen, wenn sie eine Aktie kaufen oder verkaufen, egal ob sie darüber geschrieben haben oder nicht.

Wir arbeiten auch mit freiberuflichen Autoren, die:

- jede Aktie, die sie besitzen und über die sie bei Motley Fool schreiben, mindestens 10 volle Handelstage halten müssen. - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen.


3 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Kommentare

Spekulieren gehört zum Handwerkszeug des Investierens, das ist wohl so und wenn man dann etliche Thesen aufstellt wird eine mit ein wenig Glück auch so oder ähnlich eintreten und schon ist wieder ein neuer Guru geboren Er hat's schon vor Jahren vorausgesagt, nur weiss dann in der Regel keiner mehr das er auch Hundert andere Dinge gesagt hat die nicht eingetreten sind.
Also alles beim Alten mit den " Profis "
VW ist sicher nicht so blöd!!!!!!!!!!!!!!!!!

Unverschämte Voraussage: Volkswagen übernimmt das Tesla-Werk. Der Hype um Tesla ist noch längst nicht zu Ende. Noch immer sind die Fans felsenfest davon überzeugt, dass daraus der größte Automobilkonzern der Welt entstehen wird, und die anderen erwarten, dass dem ehrgeizigen Projekt von Elon Musk bald der Stecker gezogen wird.

Ich für meinen Teil dachte in den Anfangsjahren, dass das überhaupt nichts werden kann, habe aber mit der Zeit die Faszination des Projekts durchaus nachvollziehen können. Mittlerweile sehe ich aber deutliche Anzeichen dafür, dass Tesla die Zeit wegrennt.

Die meist hochprofitable Konkurrenz wächst jetzt im Bereich elektrifizierter Autos exponentiell, während die Kalifornier es nicht schaffen, aus den roten Zahlen herauszukommen.

Tesla setzt auf einen eigenen Ladestandard und kleinformatige Rundzellen, während der Wettbewerb gemeinsame Standards und voraussichtlich überlegene prismatische oder Pouch-Zellen bevorzugt – das könnte sich zu einem echten Wettbewerbsnachteil auswachsen. Daneben kursieren noch viele weitere Argumente, die nahelegen, dass Tesla das gleiche Schicksal winkt wie dem Offshore-Wind-Pionier BARD. Deshalb habe ich mir die Frage gestellt, was mit dem Tesla-Werk samt Gigafabrik passieren würde, wenn Elon Musk das Handtuch schmeißen muss.

Es passiert gar nichts, Tesla ist ja mit diesen hohen Schulden schon lange Pleite und in anderen Ländern müssten diese Verwaltungsräte sofort die Bilanz deponiert.
Chapter11-Solarklitsche Tesla.
Nachdem sich damals Daimler von dieser Chapter11-Solarklitsche Tesla getrennt hat, wird wohl kein deutscher Premiumhersteller, inkl. VW, diesen gaga-gehypten US-Pleiteschrott mehr anfassen!

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel