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eMarketer: Snapchat klaut jüngere Nutzer von Facebook

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
15.02.2018, 09:30  |  351   |   |   

Immer wieder tauchen Befürchtungen auf, dass Facebook (WKN:A1JWVX) ein Teenager-Problem hat und jüngere Nutzer an konkurrierende Social Media-Plattformen verliert. Oftmals wechseln diese jüngeren Nutzer einfach zu Instagram, was kein Problem ist, da Facebook auch diese Plattform besitzt. Snap (WKN:A2DLMS) bleibt in dieser Altersgruppe stark, und Snapchat könnte auch in diesem Jahr jüngere Nutzer von Facebook klauen.

Immerhin verzeichnete Snap im letzten Quartal einen unerwartet guten Zuwachs bei den täglichen aktiven Nutzern (DAUs), während Facebook erstmals einen Rückgang bei den DAUs in den USA verzeichnete.

Facebook könnte 2 Millionen junge Nutzer in den USA verlieren

eMarketer meldet, dass jüngere Nutzer Facebook „in einem noch schnelleren Tempo als bisher erwartet“ verlassen. Zum ersten Mal wird sich weniger als die Hälfte aller US-Nutzer im Alter von 12 bis 17 Jahren monatlich bei Facebook anmelden.

Die monatlichen Gewinne bei den aktiven Facebook-Nutzern (MAU) konzentrieren sich laut dem Bericht vor allem auf ältere Bevölkerungsgruppen. Das Unternehmen verfügte im letzten Quartal über 239 Millionen MAUs in den USA und Kanada. Die Schätzungen von eMarketer beziehen sich speziell auf die USA, wo Facebook nach seiner Einschätzung in diesem Jahr 169,5 Millionen MAUs (in allen Altersgruppen) erreichen wird. Die Prognosen von eMarketer für die US-Nutzer von Facebook in diesem Jahr sind nicht gut:

Altersgruppe Geschätzte Veränderung in 2018
11 Jahre und jünger (9,3 %)
12 bis 17 (5,6 %)
18 bis 24 (5,8 %)

 

Datenquelle: eMarketer.

Das Analyseunternehmen stellt fest, dass dies das erste Mal ist, dass es einen Rückgang der Nutzer von Facebook in den USA innerhalb dieser Altersgruppen vorhergesagt hat. In absoluten Zahlen ausgedrückt, könnte Facebook 2 Millionen Nutzer im Alter von 24 Jahren oder jünger verlieren. Die offizielle Altersrichtlinie von Facebook verlangt, dass Nutzer 13 Jahre oder älter sein müssen, aber die Altersgrenze lässt sich leicht umgehen. Facebook hat kürzlich Messenger Kids auf den Markt gebracht, das sich speziell an jüngere Nutzer unter 13 Jahren richtet, um sie frühzeitig an das Unternehmen zu binden.

Es wird erwartet, dass Instagram 1,6 Millionen Nutzer im Alter von 24 Jahren oder jünger gewinnt, aber Snapchat könnte 1,9 Millionen Nutzer im Alter von 24 Jahren oder jünger erreichen. Bis Ende 2018 erwartet eMarketer, dass Instagram 104,7 Millionen MAUs in den USA und Snapchat 86,5 Millionen MAUs in den USA haben wird. Instagram hat weltweit 800 Millionen MAUs, und Snap gibt MAUs offiziell nicht bekannt.

Wie wird sich das Redesign von Snapchat auf die Nutzerzahlen auswirken?

Es gibt jedoch ein Problem. Snap befindet sich mitten in der Einführung eines umfassenden Redesigns für die Snapchat-App und alle Nutzer sollten die neue Version bis zum Ende des ersten Quartals erhalten. Das Redesign soll der langjährigen Kritik, dass Snapchat schwer zu bedienen ist, Rechnung tragen und es für ältere Nutzer zugänglicher machen. Allerdings könnte es einige Gegenreaktionen innerhalb von Snapchats jüngerer Altersgruppe geben. Die ersten Nutzerbewertungen waren überwältigend negativ.

Erst letzte Woche schlug jemand vor, dass Snapchat wieder zur ursprünglichen Oberfläche zurückkehren sollte, wenn ein Nutzer 50.000 Retweets erhalten würde. Dies wurde nun 1,3 Millionen Mal retweetet, was darauf hindeutet, dass das Interesse der Nutzer an Snapchat beträchtlich ist.

Social-Media-Nutzer neigen dazu, auf Plattformänderungen überzureagieren, sodass es denkbar ist, dass es keine größeren Auswirkungen abgesehen von ein paar Posts gibt. Wenn Snapchat seine Position innerhalb der älteren Altersgruppe so stärken kann, dann könnte es sich lohnen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Facebook. The Motley Fool hat die folgende Optionen: Short March 2018 $200 Calls auf Facebook und Long March 2018 $170 Puts auf Facebook.

Dieser Artikel von Evan Niu erschien am 12.02.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

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