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Chartanalyse: DAX vor schwerer Aufgabe: Herausforderung im Chartbild

Chartanalyse DAX vor schwerer Aufgabe: Herausforderung im Chartbild

Gastautor: Andreas Mueller
18.02.2018, 11:49  |  8362   |   |   

Nach der Korrektur und einem Stand genau zwischen 12.000 und 13.000 Punkten im DAX kann der Schlagabtausch Bullen gegen Bären in die neue ausgeglichene Runde gehen. Eine Entscheidung wird von meiner Seite aus in der kommenden Woche erwartet.

Knapp drei Prozent Wochengewinn im DAX und mehr als fünf Prozent im TecDAX machten den Anlegern Freude. Nun steht der DAX genau in der Mitte zwischen der Unterstützung bei 12.000 Punkten und der nächsten runden Marke von 13.000 Punkten auf dem Weg zum Allzeithoch. Immerhin ist nach den Kursverlusten die notwendige Korrektur im DAX erfolgt. Was hat sich genau ereignet und was leitet man aus der Charttechnik dazu ab?

 

Kurzer Rückblick auf die Vorwoche

 

Der Montag begann schon sehr stark und konnte die Verluste vom vergangenen Freitag (09.02.2018) letztlich ausradieren. Das Bild mit den Bullen aus der Vorwochenanalyse war vielleicht auch ein Impulsgeber :-)

Kurse über 12.200 Punkte (im Hoch sogar 12.379) ließen den Abstand zur runden 12.000 wieder größer werden. Dies war auch wichtig für die Anleger, um nicht in einen Panikmodus zu verfallen. Immerhin summierten sich die Kursverluste davor bereits auf mehr als 10 Prozent ab dem Allzeithoch betrachtet.

Damit schlich sich der Deutsche Aktienindex an den steilen Abwärtstrend der Vorwochen heran und setzte am Dienstag zu einem Bruch an. Dies hatte ich folgendermaßen im Forum skizziert:

Es gelang nur langsam und mühsam mit diversen Kämpfen zwischen Bullen und Bären. Hauptaugenmerk lag hierbei auf den US-Wirtschaftsdaten am Mittwoch um 14.30 Uhr. Im Vorfeld gab es fast keine Bewegungen, zu den Daten jedoch die große Entladung in einem Kursrutsch. Im Tief stoppte dieser erst bei 12.075 Punkten und führte im späteren Verlauf zu einem Reversal, welches den Markt sogar auf neue Tageshochs trieb. Im Nachgang sah dies schon alles sehr geordnet und nach einem klarem Trend aus.

Damit war der Ausbruch dann letztlich vollzogen, wenn auch holprig und im zweiten Anlauf. Für den Rest der Woche orientierte sich der DAX eher auf der Oberseite. Dies sorgte wieder für Entspannung auf ganzheitlicher Linie und für vier Plustage in der Gesamtwoche. Dies sehen Sie hier auf folgender Wallstreet-Übersichtsseite:

Sind damit die Kursverluste aus Ende Januar und Anfang Februar schon wieder vergessen?

Ein wenig Unruhe könnte vom Euro-Dollar noch ins Haus stehen. Denn zum Jahreswechsel galt dieser noch als Belastungsfaktor. Still und leise hat er sich in der Vorwoche erneut zum Januarhoch aufgemacht und dieses auch am Freitag erreicht. Man sieht diese Bewegung sehr deutlich im Stundenchart:

Warum ist dieser Punkt so wichtig? Dort verläuft der große Abwärtstrend im Wochenchart. Auf diese Schwelle deutete ich am Freitag an dieser Stelle hin:

Genau dort scheiterte er letztlich nun zum dritten Mal und wirft die Frage auf, ob er noch einen weiteren Anlauf benötigt oder die Kraft letztlich ausgeht. Sollte der EURUSD diese Linie überwinden, dürfte meines Erachtens auch wieder der Druck auf den DAX ansteigen. 

 

Schwieriges Terrain im DAX voraus

 

Das DAX-Chartbild selbst hat sich durch die Korrekturwoche etwas aufgehellt. Unter 12.200 Punkten griffen immer wieder Anleger beherzt zu und stützten den Markt damit:

Diesen Bereich sieht man nun auch deutlich im 4-Stundenchart. Ebenfalls im Blick haben sollte man den Abwärtstrend dort, auch wenn er noch etwas vom aktuellen Kursniveau entfernt ist.

Doch bis dahin, resultierend aus den Hochs dieser Woche und dem Korrekturhoch der Vorwoche, deutet sich ein "Kampfbereich der Bullen" an. Hier lauern meines Erachtens eine Menge Orders und Entscheidungen von Anleger. Sie stellen sich die Frage, ob die Korrektur bereits beendet ist oder ob wir hier erneutes Potenzial für einen Abverkauf sehen könnten. Denn in diesem Falle wäre es ein Klasse Einstiegsniveau mit dem Ziel, erneut die 12.000 anzulaufen.

Den Bereich selbst, welcher sich nun recht genau bis zum Ende Januar skizzierten kleinen Unterstützungsbereich um 12.600 erstreckt, lief der DAX auch in einer ersten Korrektur vor einer Woche an. Aus diesen Gründen halte ich genannte Zone nicht nur für wichtig, sondern vermerke sie gesondert in folgendem Chartbild:

Wenn wir diesen Bereich überwinden sollten, müssten die neu engagierten Bären wohl das "Fell ablegen" und die Hörner aufsetzen. Darauf kann man sich dann aber noch in Ruhe oberhalb von 12.600 vorbereiten. In Ruhe kann man auch die Wirtschaftstermine auf sich zukommen lassen. Denn erst am Mittwoch wird es mit einer EZB-Sitzung und dem FOMC-Protokoll der FED spannend.

Im Sinne der Trader hoffe ich, dass bis dahin die Volatilität nicht vollends entweicht und wir einige Trading-Chancen wahrnehmen können. Diese erfahren Sie wie gewohnt in den Tages-Trading-Chancen.

 

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Viel Erfolg wünscht Ihnen

Andreas Mueller (Bernecker1977)

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