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Bundesgerichtshof Karlsruhe verhandelt Frau Krämer will "Kontoinhaberin" sein

Gastautor: Rainer Zitelmann
20.02.2018, 09:59  |  1862   |   |   

Marlies Krämer, 80 Jahre alt, will die Sparkasse Saarbrücken dazu verpflichten, in ihren Formularen nicht ausschließlich von "Kunden" und "Kontoinhabern" zu sprechen, sondern auch von Kontoinhaberinnen und von Kundinnen. Heute verhandelt darüber der Bundesgerichtshof in Karlsruhe.

Haben wir keine anderen Probleme? Die Gerichte in Deutschland sind massiv überlastet - am Montag Abend ging es darum in "Hart aber fair". Die zahlreichen Klagen von abgelehnten Asylbewerbern vor den Verwaltungsgerichten sind nur einer von vielen Gründen.

Jetzt klagt Marlies Krämer, die vor Jahren bereits erfolgreich durchgesetzt hatte, dass Tiefdruckgebiete auch männliche Namen haben sollten, vor dem BGH in Karlsruhe. Das Anliegen, für das sie seit Jahren vor Gerichten kämpft: Sie möchte, dass die Sparkasse sie nicht mehr als Kunde, sondern als Kundin anschreibt - und dass auf dem Überweisungsformular nicht mehr Kontoinhaber steht, sondern Kontoinhaberin.

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband erläutert, warum man am "generischen Maskulinum" festhalte, das alle umfasse. Wenn man bedenkt, wie viel wertvolle (Sende)zeit im Fernsehen und auf Parteitagen dadurch verschwendet wird, dass von "Bürgerinnen und Bürgern, Genossinnen und Genossen" etc. die Rede ist, dann ist es schwer, darin einen Menschheitsfortschritt zu erkennen.

Eigenartigerweise hat sich übrigens noch keine Feministin darüber aufgeregt, dass in den Nachrichtensendungen nicht auch von "Terroristen und Terroristinnen" oder von "Verbrechern und Verbrecherinnen" die Rede ist. Die männliche Form ist bei Personengruppen, die Schlimmes tun, wohl kein Problem, sondern nach dem Verständnis von Feministinnen sogar geradezu angebracht.

Sollte Frau Krämer erfolgreich sein, dann warte ich auf die nächste Klage von Transgendern oder von anderen Personen, die nicht so recht wissen, ob sie männlich oder weiblich sind bzw. sich heftig dagegen wehren, irgendeinem Geschlecht zugeordnet zu werden - und die dann fordern, dass künftig von Kund*innen oder Konto*inhaberinnen die Rede ist, weil alles andere eine Diskriminierung darstelle. Vielleicht bekommen wir ja irgendwann auch Namen für Hoch- oder Tiefdruckgebiete mit einem Gendersternchen*.

Im Februar erscheint das neue Buch von Dr. Dr. Rainer Zitelmann: "Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung." Leseproben und Bestellmöglichkeit hier: http://kapitalismus-ist-nicht-das-problem.de/

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Kommentare

HH-ahoi,
User mit 7 Beiträgen,
interessiert v.a. an "Öko"-Firma Baumot,
regt sich über Zitelmanns kritische
Kommentare zum Ökosozialismus auf.
Wenig überraschend.
:Keks:
Herr Zitelmann, gibt es eigentlich irgend etwas auf dieser Welt, worüber Sie sich NICHT erregen?
Und warum tun Sie das ausgerechnet hier auf "WO" - finden Sie keinen anderen Kummerkasten, der Ihrem heutigen Thema mehr gerecht wird?
Wollen STERN, SPIEGEL, FOCUS & Konsorten Sie nicht?
Ach, ich vergaß, am Ende Ihrer mehr oder weniger sinnvollen Einlassungen gibt es immer Werbung für Ihr Büchlein.
Just saying ...

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