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Gold und Goldaktien geben nach

Gastautor: Martin Siegel
21.02.2018, 08:40  |  1256   |   |   

Der Goldpreis gibt im gestrigen New Yorker Handel von 1.339 auf 1.329 $/oz nach. Heute Morgen verliert der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong weiter und notiert aktuell mit 1.327 $/oz um 12 $/oz unter dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien geben weltweit nach.


Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen: Es ist zwar nicht leicht, einen Eurofighter abzuschießen, „aber es ist relativ einfach, ihn durch Hacking herunterzuholen“. Von der Leyen richtet einen „Innovation Hub“ ein, den ein früherer Investmentbanker leitet. Autonom operierende Killerroboter der südkoreanischen Firma Dodaam Systems werden bereits zur Grenzsicherung eingesetzt. Google, Facebook und Microsoft entsenden ihre Spitzenmanager auf die Münchner Sicherheitskonferenz. Estlands Verteidigungsminister Jürk Luik. Hinter komplizierten Cyberattacken steckt heute „immer eine Regierung“.


Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis gibt der Goldpreis bei einem stabileren Dollar nach (aktueller Preis 34.610 Euro/kg, Vortag 34.788 Euro/kg). Am 18.07.11 hat der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz nach einer zehnjährigen Hausse überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen fehlender Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und in Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der zwischen Anfang 2011 und 2015 über mehrere Jahre negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem mehrfachen Ausverkauf mit einer längerfristigen stabilen und freundlichen Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift „Smart-Investor“, Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.


Silber gibt nach (aktueller Preis 16,41 $/oz, Vortag 16,54 $/oz). Platin verliert (aktueller Preis 995 $/oz, Vortag 1.002 $/oz). Palladium zeigt sich relativ stabil (aktueller Preis 1.019 $/oz, Vortag 1.021 $/oz). Die Basismetalle fallen etwa 0,5 %.


Der New Yorker Xau-Goldminenindex verliert 2,9 % oder 2,4 auf 80,8 Punkte. Bei den Standardwerten fallen Yamana 4,3 % sowie Kinross und Royal Gold jeweils 3,8 %. Bei den kleineren Werten geben Osisko Gold Royalties 8,1 %, Entree 7,1 % und Osisko Mining 6,9 % nach. Chesapeake kann 7,1 % zulegen. Bei den Silberwerten fallen Metallic 8,4 %, Hecla 5,8 % und Endeavour 4,9 %. Minaurum können 13,7 % und Aurcana 6,4 % zulegen.


Die südafrikanischen Werte entwickeln sich im New Yorker Handel schwach. Anglogold fallen 5,3 % und Gold Fields 4,9 %.


Die australischen Goldminenaktien entwickeln sich heute Morgen schwächer. Bei den Produzenten fallen Perseus 5,9 %, Saracen 3,5 % und Ramelius 3,3 %. Blackham erholt sich um 4,6 %. Bei den Explorationswerten verliert S2 Resources 5,1 %. Primary ziehen 28,2 % und Bassari 7,7 % an. Bei den Metallwerten fallen Palladin 18,4 % und Rex 12,5 %. Atlas verbessert sich 4,0 %.


Stabilitas Fonds

Der Stabilitas Pacific Gold+Metals Fonds (A0ML6U) verliert 0,7 % auf 105,16 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Altona (+8,3 %) und Sandfire (+3,2 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Anglogold (-5,3 %), Semafo (-4,9 %) und Endeavour (-4,9 %). Der Fonds dürfte heute weniger als der Xau-Vergleichsindex nachgeben.

In der Monatsauswertung zum 31.01.18 gibt der Fonds 2,7 % nach und entwickelt sich damit etwas schwächer als der Xau-Vergleichsindex, der um 0,6 % nachgibt. Seit Auflage des Fonds im April 2007 setzt sich der Fonds mit einem Gewinn von 5,8 % vom Xau-Vergleichsindex (-35,4 %) deutlich ab. Das Fondsvolumen gibt parallel zu den Kursverlusten von 33,5 auf 32,8 Mio Euro nach.

Verlust im Jahr 2013: 62,9 %
Gewinn im Jahr 2014: 4,6 %

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