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Daimler alarmiert Kräfte vom rechten Rand drängen in Betriebsräte

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
22.02.2018, 01:05  |  1738   |   |   
Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) - Der Autohersteller Daimler befürchtet einen Rufschaden, weil rechte Gruppen in den Betriebsrat im Stammwerk in Stuttgart-Untertürkheim drängen. Man beobachte die Entwicklung bei den anstehenden Betriebsratswahlen im März "sehr genau und mit Sorge", sagte ein Konzernsprecher den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgabe). Die Ausrichtung solcher Gruppen widerspreche Werten wie Respekt, Offenheit, Vielfalt, Toleranz und Internationalität.

Die geschäftsführende Arbeitsministerin Katarina Barley (SPD) zeigte sich ebenfalls alarmiert. "Dass offenbar rechte und rechtsextreme Personen in den Betriebsräten an Einfluss gewinnen, ist besorgniserregend", sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Eine hohe Wahlbeteiligung ist das beste Mittel, um rechtes Gedankengut erst gar nicht in die Betriebsräte kommen zu lassen." Es gehe in den Betrieben auch darum, demokratische Werte zu verteidigen. DGB-Chef Reiner Hoffmann äußerte sich weniger besorgt. "Wir haben 28.000 Betriebe, in denen Betriebsräte gewählt werden. Wenn sich in 100 Betrieben AfD-Leute durchsetzen, dann ist das verschwindend gering", sagte der DGB-Chef den Funke-Zeitungen. Der DGB schaue sich die Entwicklung aber "sorgfältig an". Im Fokus steht die Plattform "Zentrum Automobil", die der IG Metall Konkurrenz machen will und die von Experten am rechten politischen Rand verortet wird. Der Betriebsrat des Daimler-Werks in Untertürkheim distanzierte sich am Dienstag von der Gruppierung, die dem Ruf der Belegschaft schade. "Das Werk Untertürkheim erscheint in den Medien mittlerweile als ein Sammelbecken für Neonazis und ein Zentrum rechtsextremer Umtriebe", heißt es in einer Erklärung. Die Plattform tritt nicht nur bei Daimler auf, sondern unter anderem auch im BMW-Werk in Leipzig - unter der Bezeichnung "Interessengemeinschaft Beruf und Familie".


9 Kommentare

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Kommentare

Dabei hat mein Auto nur 15 000 E ( Skoda octavia, 3 jahre alt, 62 000 km,) gekostet.
Das Modell S könnte ich mir gar nicht leisten.

Im Übrigen, bin ich schon älter, ich weiß gar nicht, ob ich den Stress mit der Reichweite überhaupt herzmäßig unbeschadet überstehe.
Da ist mir der Diesel eher Lebensversicherung trotz der Stickoxide.
Das Model S fährt mit einer Batterieladung offiziell bis zu 632 Kilometer weit. DIESEL ist out. "

Bin gestern 600 km gefahren.
Bin froh, dass ich mit einem Diesel gefahren bin und mit keinem E Mobil.
@zuliana: Dieses Outing war ein Fehler! Das war der letzte Benz, den Du Dir gekauft hast.

Daimler wird bestimmt dem leuchtenden Vorbild der Eintracht Frankfurt folgen, und in Zukunft AfD-Wähler von dem Recht ausschließen, eines ihrer Autos zu erwerben. Herrn Zetsche war es ja ein inneres Bedürfnis, sich an den linksgrünen Zeitgeist ranzuwanzen. Und mal ehrlich, so einem noblen Auto kann man es nicht zumuten, minderwertige Menschen zu transportieren. Das verletzt sein Karma. Da wird es dereinst als Tretauto wiedergeboren, das kannst Du nicht wollen!!!

Bestimmt verzichtet Herr Zetsche gerne auf das mit dem Bösen kontaminierte Geld. Noch ist er allerdings machtlos gegen die Nazi-Betriebsräte, aber seine politischen Freunde werden das Betriebsverfassungsgesetz sicherlich bald den Erfordernissen anpassen.
Daimler?
Das ist doch die Firma, die von dem Clown geführt wird, der ein Wirtschaftswunder durch den Ansturm der "Flüchtlinge" prophezeite.
Die sollten erst mal weniger Nazis halluzinieren sonder erst mal zusehen, wie die den durchgeknallten Zetsche loswerden, bevor der richtig Schaden anrichtet.
... warum wieder einen Mercedes kaufen ? Alternativ bietet sich im Luxussegment der TESLA an.

Das Model S fährt mit einer Batterieladung offiziell bis zu 632 Kilometer weit. DIESEL ist out.

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