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Postbank stellt die Deutsche Bank in den Schatten

Gastautor: Dominik Weiss
22.02.2018, 14:17  |  918   |   |   

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Postbank ein deutliches Wachstum und lässt mit dem Ergebnis sogar ihren Mutterkonzern hinter sich.

Die Bilanz der Deutsche-Bank-Tochter hat die eigenen Erwartungen weit übertroffen. Mit einem um Sondereffekte bereinigten Vorsteuerergebnis von 649 Millionen Euro verzeichnet die Postbank ein Plus gegenüber dem Vorjahr von gut 40 %. Im Jahr 2016 hatte die Postbank vor Steuern 468 Mio. Euro erwirtschaftet. 

Unter Berücksichtigung der Sondereffekte sinkt das Ergebnis 2017 dagegen erneut. Bereits 2016 verzeichnete der Konzern einen Rückgang von 611 Mio. Euro auf 317 Mio. Euro. Im letzten Jahr steht erneut ein Minus von knapp  20 Prozent: Vor allem durch strategische Aufwendungen für die bevorstehende Integration in den Deutsche Bank Konzern sank das unbereinigte Ergebnis der Bank 2017 vor Steuern auf 248 Millionen Euro. 

Die Ertragslage sei 2017 stabil geblieben. Der Postbank sei es gelungen, die aus dem Niedrigzinsumfeld entstehenden Belastungen des Einlagengeschäfts durch Steigerungen im Kreditneugeschäft sowie des Provisionsüberschusses „nahezu“ auszugleichen, hiess es in einer Mitteilung des Konzerns.Sowohl in der Baufinanzierung als auch im Ratenkreditgeschäft konnte die Postbank 2017 leichte Zuwächse im geringen einstelligen Prozentbereich erzielen. Gleiches gilt für die Kreditvergabe an Firmen- und Geschäftskunden. Insgesamt erreichte das Kreditgeschäft ein Volumen von 19,4 Mrd. Euro, was ungefähr dem Vorjahresniveau entspräche.

Der Provisionsüberschuss, in den neben Wertpapiergeschäften u.a. auch Gebühren aus der Vermögensverwaltung und Kontoführung fließen, wuchs um 12 % auf jetzt 936 Mio. Euro. 

Weiter rückläufige Zahlen im Zinsgeschäft

Einen weiteren Rückgang verzeichnete die Postbank im Zinsgeschäft. Bereits 2016 war der Zinsüberschuss um drei Prozent auf gut 2,4 Mrd. Euro geschrumpft. 2017 setzte sich dieser Trend fort. Trotz eines Wachstums der Forderungen gegenüber Kunden um 5 Mrd. Euro sank es auf nun 2,06 Mrd. Euro.  

Besonders stark entwickelte sich das digitale Geschäft der Postbanker. So lag die Anzahl der online abgeschlossenen Ratenkredite sieben Prozent über dem Vorjahr.  Das Volumen stieg um 59 Mio. Euro auf 962 Mio. Euro. Noch deutlich stärker, um 105 Prozent, wuchs das Volumen der online abgeschlossenen Immobiliendarlehen. Es stieg auf 368 Mio. Euro zum Jahresende.

Mit dem erzielten Ergebnis lässt die Postbank ihren Mutterkonzern hinter sich: Sie erzielte im abgelaufenen Jahr eine Eigenkapitalrendite nach Steuern von 4,7 %. Die Deutsche Bank kommt im vergangenen Geschäftsjahr dagegen nur auf knapp 2 Prozent.

(DW)

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