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Schulden Sinn warnt vor Macrons Plänen für Euro-Zone

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
24.02.2018, 19:00  |  3832   |   |   
München (dts Nachrichtenagentur) - Der Ökonom und ehemalige Chef des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, hat die kommende Bundesregierung davor gewarnt, dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron bei der Reform der Euro-Zone zu weit entgegenzukommen. "Die Bundesregierung macht einen großen Fehler, wenn sie auf Macrons Vorschläge eingeht", sagte Sinn der "Welt am Sonntag". "Würden die Ideen von Macron umgesetzt, würde das die Euro-Zone kurzfristig stabilisieren, aber langfristig destabilisieren."

Zunächst würde eine vertiefte Währungsunion zwar die Banken und andere Großanleger beruhigen, insbesondere die französischen Institute, die hohe Kredite an die Euro-Krisenländer gegeben haben. Langfristig aber würden die vorgeschlagenen Reformen die Grundlage für eine neue Schulden-Krise legen, warnte Sinn in der "Welt am Sonntag". "Wenn Deutschland für die Schulden der Euro-Partner bürgt, können sich die Länder Südeuropas munter weiterverschulden. All die Probleme, die sie und ihre französischen Gläubiger haben, lösen sich zunächst in Luft auf", sagte Sinn. "Doch würde dadurch eine neue Verschuldungswelle losgetreten, die langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des ganzen Kontinents schwächen würde." Eine Vertiefung der Euro-Zone, wie Frankreich sie anstrebt, würde die Fehler der Vergangenheit wiederholen und den Währungsraum weiter in Richtung einer Haftungs- und Transferunion treiben, sagte der Finanzwissenschaftler zur "Welt am Sonntag". "Das ist das Gegenteil von Wachstumspolitik; es ist eine Politik der Vernichtung von echten ökonomischen Ressourcen", sagte Sinn. "Diese Politik reißt uns in einen neuen Schuldensumpf, pustet eine weitere Schuldenblase auf und verspielt die Ersparnisse der Bürger, die eigentlich zur Finanzierung der Renten gedacht waren." Macrons Reformvorschläge für die Euro-Zone sehen unter anderem einen gemeinsamen Finanzminister vor, eine europäische Arbeitslosenversicherung und ein eigenes Steuerbudget für die Euro-Zone. Besonders die SPD befürwortet diese Ideen. Das erste Sondierungspapier von Union und SPD hatte die Vorschläge von Macron noch aufgegriffen, in der aktuellen Koalitionsvereinbarung tauchen sie allerdings nur noch teilweise auf. Davon dürfe man sich aber nicht täuschen lassen, sagte Sinn der "Welt am Sonntag". "Hinter den Kulissen hört man, dass Union und SPD bereit seien, darauf weitgehend einzugehen." Viel Lob hat Sinn für den SPD-Politiker Olaf Scholz übrig. Der Erste Bürgermeister von Hamburg gilt als gesetzt für den Posten des Bundesfinanzministers in einer neuen Großen Koalition. "Scholz ist sehr pragmatisch und keine schlechte Wahl", sagte Sinn der Zeitung. "Er hat in der Krise 2008 das Kurzarbeitergeld durchgefochten, und das war damals genau das Richtige."

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Kommentare

Es wird nur vom Goodwill der Merkel aufrecht erhalten und natürlich darauf, dass Griechenland soviel eigenes Geld drucken darf, wie es will! Da hat Sinn schon recht.
Meine mündelsichere private Rente, die unser Staat ja extra gefördert hat, damit man im Alter nicht betteln gehen muss und wofür ich mein halbes Leben Leistung erbracht habe seht trauriger weise kurz vor dem Abgrund. Wie soll denn auch mein schwer verdientes Geld gegen das Billionenschwere Luftgeld ohne erbrachte Leistung konkurieren können? Meine Rente ist ja für unsere Politiker nicht so wichtig. Bargeld wird abgeschafft. Da brauchen wir ja nur noch das Gold Verbot. Schöne Aussichten wünscht
Euch Paul
Oh vergessen
Also nur der Bart macht noch keinen wissenden Herr Sinn, aber man darf ja auch ein wenig ablenken was ? Smile..........
Also mir fällt ja eine Menge ein was Herr Sinn so alles gesagt hat, na ja stellte sich dann raus machte alles keinen Sinn was er so sagte zu Griechenland oder den Euro da wusste Herr Sinn ja ganz genau vor 8/9 Jahren warum der Euro auseinander bricht , nun auf mein schreiben zum ifo Institut das dieses mit absoluter Sicherheit nicht eintritt und ich gerne eine Wette mit den Prof. eingehen würde und auch grosse Zweifel an seinen Wirtschaftswissen habe kann er auch gerne den Preis bestimmen ich nehme jede Wette an.
Ja habe nur eine Antwort bekommen das mein schreiben angekommen wäre.
Und mit fällt sehr viel ein was dieser Herr alles sagte , und nichts aber auch wirklich garnichts davon ist je eingetroffen ja da dachte ich mit warum sollen nur die schlechtesten Politiker an der Macht sein, ist beim ifo. Institut genau wie bei der deutschen Politik na ja die kennen sich ja auch sehr gut alle untereinander.

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