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Porsche und die Blockchain eine Win-Win-Situaton Automobilhersteller Porsche führt Blockchain in Fahrzeugen ein

Gastautor: Sven Schubert
26.02.2018, 11:11  |  3217   |   |   

Porsche innovativer Vorreiter mit Blockchain Technologie

Porsche gehört zur Zeit zu den innovativsten Automobilherstellern rund um das Thema der Blockchain. Der Sportwagenhersteller führt gemeinsam mit dem jungen Berliner Startup XAIN erste Blockchain-Anwendungen in ihren Fahrzeugen ein. Damit ist Porsche der erste Hersteller, welcher die Blockchain aktiv in einem PKW implementiert und bereits auch erfolgreich verprobt.

Transaktionen, die auf der Technologie basieren, sind vom Sicherheitsniveau auf State of the Art Level und können analog immer noch schneller durchgeführt werden als jemals zuvor. Dabei reichen die getesteten Use Cases von der Ver- und Entriegelung eines Weiterentwicklung autonomer Fahrfunktionen herangezogen werden. Weiterhin könnte ein Fahrzeug auch als Briefkasten verwendet werden, d.h. ein Briefträger erhält von euch einen temporären Zugang und kann entsprechend Pakete oder sonstige Artikel in dem Wagen deponieren. Natürlich müsste dafür der Standort des Fahrzeugs übermittelt werden, aber wir wissen ja nicht in wie weit sich ein Lieferprozess der digitalen Welt in Zukunft anpasst. GPS Logging könnte beispielsweise in die Business Anwendung mit aufgenommen werden. Es gibt hierfür einige Ideen die sehr spannend sind.

Die Blockchain ist für die Use Cases ein perfektes Medium, da sie als ein verteiltes Protokoll für Daten-Transaktionen zwischen Geschäftspartnern jegliche Veränderung in chronologisch aufeinanderfolgenden Datenblöcken erfasst, welche transparent und derzeit fälschungssicher sind. Dem stimmt auch Oliver Döring, Finanzmanager bei Porsche, zu, der in der Blockchain enormes Potenzial sieht: „Wir können damit Daten schneller und sicherer übertragen und unseren Kunden so in Zukunft noch mehr Komfort bieten, sei es beim Laden, Parken oder um Dritten, wie etwa einem Paketzusteller, temporären Zugang zum Fahrzeug zu gewährleisten. Wir übersetzen die innovative Technologie direkt in Kundennutzen.“

Services auf Basis Blockchain

Da die Services auf Basis der Blockchain enorm performant sind, soll das Automobil Teil davon werden. Angestrebt ist sogar eine direkte offline Verbindung, die ohne Serververbindung funktioniert. Nach ersten Tests ist der Prozess des Öffnens und Abschließens des Autos per App, mit einer Dauer von 1,6 Sekunden, bis zu sechs Mal schneller als auf bisherig verwendeten Applikationen. Zudem wird zeitgleich eine überaus effiziente kryptographische Verschlüsselung vollzogen, was den Vorteil besitzt, dass alle Aktivitäten unveränderbar in der Blockchain dokumentiert und via App einsehbar sind. Demzufolge können jegliche Transaktionen in Verbindung mit dem Auto digital sicher verteilt und in Real-Time vom Eigentümer verfolgt werden. Ein Remote Zugriff ist obligatorisch.

Einer der wirklich außerordentlichen Funktionen ist die bereits erwähnte zeitlich befristete Zutrittsberechtigungen zum Fahrzeug per Remote. Darüber hinaus kann eine geschützte Verbindung zu Fahrzeugdaten und -funktionalitäten hergestellt werden - Beeinflussung von Fahrzeugdaten somit unmöglich. Gleichzeitig sichert die Blockchain jegliche Kommunikation zwischen allen Teilnehmern ab. Drittanbieter können ohne zusätzliche Hardware sondern per „Smart Contracts“ Zugriff erhalten. Smart Contracts sind automatisierte Verträge, die Transaktionen auslösen, wenn vorher definierte Voraussetzungen erfüllt wurde. Eine eindeutige Vertragseinhaltung ist damit gesichert.

Neue Geschäftsmodelle mittels Blockchain

Porsche leistet mit seinen Partnern und Entwicklern auf dem Themengebiet der dezentralen Datenverarbeitung definitiv Pionierarbeit. Der Automobilhersteller bringt immer wieder neue Ideen hervor. So möchte die VW Tochter autonomes Fahren in Zukunft mit verbesserten Funktionen anbieten. Dafür werden unveränderbare lokale Daten genutzt um Lerneffekte zu erzielen. Der Nutzer kann z.B. selbst bestimmen, ob seine Daten in die Blockchain mit einfließen und per Schwarmdatenanalyse - also dem Input aller Beteiligten, der mit anderen Fahrzeugen geteilt wird - ausgewertet und für das autonome Fahren Anwendung findet.

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