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Plusvisionen-Analyse Die BASF-Aktie belastet die knausrige Dividende

Gastautor: Wolfgang Raum
27.02.2018, 19:25  |  460   |   |   

Die BASF-Aktie verliert heute deutlicher, da die angekündigte Dividende unter den Markterwartungen liegt.

Bei BASF brummt das Geschäft. Der Chemie-Konzern hatte wohl auch deshalb schon sehr frühzeitig die wichtigsten Gewinn- und Umsatzzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bereits am 19. Januar veröffentlicht. Plusvisionen hatte darüber im Detail berichtet [hier klicken].

Heute folgten die Vorlage der kompletten Bilanz und auch der Vorschlag für die Dividende, die für 2016 bei 3,00 Euro lag. Für 2017 will der ohnehin unauffällige Vorstandschef Kurt Bock, der nach der Hauptversammlung im August ausscheitet und in zwei Jahren in den Aufsichtsrat einziehen soll, den Aktionären aber kein großes Abschiedsgeschenk machen. Die Ausschüttung soll nur auf 3,10 Euro erhöht werden. Die Schätzungen der Analysten lagen hingegen bei mindestens 3,20 Euro pro. Aktie.

Die Folge: Die BASF-Aktie (BASF11) gehört mit einem Minus von rund zwei Prozent auf aktuell 87,07 Euro zu den schwächsten Titeln im DAX, der heute – trotz guter Vorgaben der Wall Street – auch nicht wirklich glänzen kann. Das Rekordhoch der Aktie, welches noch im Januar bei rund 98 Euro markiert worden war, entfernt sich somit immer mehr. Unsere aktuelle EInschätzung zur BASF-Aktie lesen Sie hier (hier klicken).

Daher bleibt auch das im Januar [hier klicken] bereits vorgestellte Discount-Zertifikat der Commerzbank (CV01XZ) mit Cap bei 98 Euro und Laufzeit bis 20. Dezember 2018 aussichtsreich. Geht die BASF-Aktie zu diesem Termin unter dem Cap-Niveau durchs Ziel, dann erhalten Anleger pro Zertifikat eine BASF-Aktie. Deren Einstandskurs liegt dann bei 82,93 Euro, dem aktuellen Zertifikate-Kurs. Steigt BASF hingegen wieder auf das alte Hoch beziehungsweise über das Cap-Niveau von 98 Euro, ist dies auch kein Beinbruch. Denn dann entschädigt die Rückzahlung zu 98 Euro. Daraus errechnet sich eine Maximalrendite von aktuell 18,2 Prozent oder 21,7 Prozent p.a.

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BASF-Aktie (Tageschart): mächtiges Doppeltop

BASF, Aktie, Chart

 

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3 Kommentare

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Kommentare

Nachtrag,
gilt wenn der Freibtrag deutlich überschritten ist.
Gilt nicht für Leute mit Dividenden (und sonstigen Zinsen)
von insgesamt höchstens 800 E.
Eigentlich müsste die niedrige Dividenden kursneutral sein.
Denn wenn die Dividende niedrig ist, ist auch der zu erwartende
Dividendenabschlag niedrig.

Der einzige, der durch niedrige Dividenden erstmal ärmer wird,
ist der Staat. Denn dem fehlt dann die Abgeltungssteuer.

Mit dem Empfang der Dividende steckt sich der Aktionär Geld von der linken in die rechte Tasche
und verliert dabei mindestens 26,3 %.

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