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Aktien New York: Erholungsrally unterbrochen - Alle wichtigen Indizes im Minus
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Aktien New York Erholungsrally unterbrochen - Alle wichtigen Indizes im Minus

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
27.02.2018, 20:09  |  1339   |   |   

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach drei aufeinanderfolgenden Handelstagen mit teils kräftigen Kursgewinnen haben die US-Aktienanleger am Dienstag wieder auf die Bremse getreten. Die Erholungsrally wurde erst einmal unterbrochen. Der Dow Jones Industrial gab zuletzt um 0,41 Prozent auf 25 603,78 Punkte nach. Ausgehend von seinem Tief am 9. Februar bei 23 360 Punkten hat der Leitindex inzwischen aber wieder deutlich aufgeholt. Von seinem Ende Januar erreichten Rekordhoch bei 26 616 Zählern ist der Index derzeit etwas mehr als 1000 Punkte entfernt.

Für den breit gefassten S&P 500 ging es am Dienstag bislang um 0,57 Prozent auf 2763,62 Punkte abwärts. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,67 Prozent auf 6941,97 Punkte.

Der Wind an der Wall Street habe gedreht, sagte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Die schnellen Gewinne der vergangenen Tage seien wohl einigen Investoren am Ende doch unheimlich geworden.

Im Fokus standen an diesem Dienstag die Aussagen des neuen US-Notenbankvorsitzenden Jerome Powell vor Vertretern des US-Kongresses. Sie fielen weitgehend wie erwartet aus. Als Auslöser für die etwas schwächeren Kurse am Aktienmarkt könnten sie nicht gesehen werden, so Analyst Stanzl. Powell zufolge sind die Aussichten für die US-Wirtschaft gut, weshalb der Nachfolger von Janet Yellen von weiteren graduellen Zinserhöhungen ausgeht. Mit einer Straffung der Geldpolitik verlieren allerdings Aktien als Anlage tendenziell an Attraktivität gegenüber festverzinslichen Wertpapieren. Fachleute rechnen in diesem Jahr mit drei, wenn nicht sogar vier Zinsanhebungen durch die US-Zentralbank Fed.

Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten zeigten ein gemischtes Bild. Während die Verbraucherstimmung im Februar auf den höchsten Stand seit November 2000 gestiegen war und die Erwartungen der Ökonomen übertraf, fielen die Aufträge für langlebige Güter stärker als gedacht.

Heftige Kursausschläge gab es bei Aktien von Unternehmen, die wegen Übernahmen im Fokus stehen. So stürzten die Papiere von Akorn um fast 37 Prozent ab, nachdem Fresenius wegen möglicher Unregelmäßigkeiten nicht ausgeschlossen hatte, die milliardenschwere Übernahme des US-Generikaherstellers zu stoppen. Der auf Gesundheit und Medizin ausgerichtete Dax-Konzern lässt derzeit untersuchen, ob Akorn beim Zulassungsverfahren neuer Medikamente in den USA gegen Vorgaben der Gesundheitsbehörde FDA verstoßen hat.

Beim US-Kabelkonzern Comcast sorgte der drohende Bieterkrieg um den britischen Pay-TV-Anbieter Sky für einen Kursrückgang von gut fünfeinhalb Prozent. Mit den gebotenen 12,50 britischen Pfund je Sky-Aktie beziehungsweise insgesamt 22,1 Milliarden Pfund übertrumpfte Comcast ein Gebot des Rubert-Murdoch-Konzerns 21st Century Fox um rund 16 Prozent, was Sky in London einen Kurssprung von 20,50 Prozent auf 13,31 Pfund bescherte.

"Wenn Fox (bei Sky) noch zum Zug kommen will, haben sie keine andere Chance, als ihr Angebot zu erhöhen", brachte Analyst Wilton Fry von der Investmentbank RBC Capital Markets die allgemeine Einschätzung auf den Punkt. Mit seiner Offerte stellt Comcast sich auch gegen den US-Unterhaltungskonzern Walt Disney , der sich gerade große Teile von Fox einverleibt und auf Sky nicht verzichten wollen dürfte. Während Fox-Titel mehr als zweieinhalb Prozent verloren, ging es für Disney um fast 4 Prozent bergab, womit die Papiere das Schlusslicht im Dow-Index waren.

Stärkster Wert im US-Leitindex waren die Aktien des Chipherstellers Intel mit einem Gewinn von mehr als 2 Prozent. Ein Rekordhoch erreichten die Anteile des iPhone-Produzenten Apple mit 180,48 Dollar. Danach schmolz das Plus auf nur noch 0,25 Prozent zusammen - Apple-Anteile kosteten damit 179,42 Dollar.

Die Aktionäre von Macy's freuten sich über Kursgewinne von mehr als 5 Prozent. Der Betreiber von Warenhäusern hatte mit einem Umsatzanstieg im Schlussquartal überrascht. Angesichts enttäuschender Zahlen für das Weihnachtsquartal büßten indes die Papiere des Fitnessband-Pioniers Fitbit rund 13 Prozent ein. Der zunehmende Konkurrenzdruck durch die Apple-Watch und andere Computer-Uhren machte dem Unternehmen zu schaffen./ajx/stw

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