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Bill Gates: Kryptowährungen und Drogen

01.03.2018, 11:26  |  28881   |   |   

Bill Gates, Philanthrop und ehemaliger Chief Executive von Microsoft, zeigt sich besorgt über den Kyptowährungs-Wahnsinn und meint, dass die Anonymität der neuen Technologie zu direkten Todesfällen führen kann. 

Während eines Vortrags bei der Reddit AMA argumentierte Gates, dass die Möglichkeiten der Regierung Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Terrorismusfinanzierung aufzudecken wichtige Elemente seien. Und weiter sagte Gates: "Im Moment werden Kryptowährungen für den Kauf von Fentanyl und anderen Drogen verwendet. Es ist eine ungewohnte Technologie, die Todesfälle auf eine ziemlich direkte Weise verursacht." Bei Fentanyl handelt es sich um ein synthetisches Opioid, dass die 100-fache Wirkstärke von Morphium aufweisst, so Flexikon. Im vergangenen Oktober tauchte ein Fall durch die Recherchen der US-Behörden auf: Zwei Chinesen sollen Fentanyl über das Darknet angeboten und per Post an ihre Zwischenhändler in Amerika und Kanada verschickt haben. Es geht um Fentanyl-Handel im großen Stil. Für die Bestellung wurde eine Bezahlung in Bitcoin akzeptiert. Im Jahr 2016 starben in den USA circa 20.000 Menschen durch Fentanyl.

Im Gegensatz zu Bargeld, das ebenfalls nicht zurückverfolgt werden kann, können Kryptowährungen aus der Ferne verwendet werden, was eine weitere Kontrollmöglichkeit ausschließt, so Gates. Er ist auch der Meinung, dass Investitionen keine guten Ideen seien: "Ich denke, die spekulative Welle um ICOs und Krypto-Währungen ist hoch riskant".

Neben den Kryptowährungen lehnt Gates auch weitere Trends unserer Zeit ab. Im Gruppeninterview hatte Gates harte Worte für einige andere spekulative Technologien. So wurde beispielsweise das Hyperloop-Konzept von Elon Musk von ihm mit den Worten: "Ich bin mir nicht sicher, ob das Hyperloop-Konzept Sinn macht", abgelehnt. Und weiter: "Es sicher für die Benutzer zu machen, ist schwer."

Positiv steht Gates der Automatisierung gegenüber. Er wies die Befürchtungen zurück, dass eine zunehmende Automatisierung negative Folgen für die Wirtschaft haben könnte. "Die Automatisierung treibt die Produktivität seit der industriellen Revolution an", so Gates. 

Bill Gates: "Die gesamte Automatisierung ist eine tolle Sache - irgendwann müssen wir nicht mehr so viel arbeiten. Wir sind immer noch mindestens eine Generation von einer großen Veränderung entfernt."

 

Quelle

Flexikon

The Guardian

CNN

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Kommentare

Hahaha!! Wir sind lt. Kapitalismus schon seit mind. 200 Jahren immer nur noch eine Generation vom Paradies entfernt in dem fast) keiner mehr arbeiten muss.

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