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Gold erscheint in neuem Glanz…

Gastautor: Stefano Angioni
02.03.2018, 17:28  |  858   |   |   

…doch hartnäckige Hürden stehen bevor.

Im Jahr 2017 war das Interesse an Gold so gering wie zuletzt 2009. Finanzinvestoren haben deutlich weniger des Edelmetalls nachgefragt als im Vorjahr, meldet der Branchenverband World Gold Council. Aber auch die Nachfrage der für den Markt bedeutenden Schmuckindustrie ist kaum gestiegen, sodass sich für die Gesamtnachfrage ein Minus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr ergibt.

Dennoch hat der Goldpreis seit Ende 2016 um knapp 25 Prozent zugelegt und befindet sich seit dem letzten Korrekturtief im Dezember 2017 neuerlich im Aufwärtstrend. Ein wesentlicher Faktor für diese scheinbar widersprüchliche Entwicklung ist in der Schwäche des US-Dollar zu sehen, die sich traditionell positiv auf die Notierung des Edelmetalls auswirkt.

Viel könnte daher auch in den nächsten Monaten davon abhängen, wie sich die US-Währung weiterentwickelt. Bleibt der Dollar unter Druck, könnte dies dem Edelmetall weiteren Auftrieb verleihen. Und dafür spricht einiges, insbesondere wenn sich bewahrheitet, dass der US-Konjunkturzyklus seinen Zenit bereits erreicht und die US-Notenbank Fed in ihrem Zinsstraffungszyklus entsprechend weit fortgeschritten ist.

Vor allem wenn gleichzeitig die Nervosität an den Finanzmärkten neuerlich zunimmt oder sich geopolitische Unsicherheiten auftun, wird auch die Gold-Nachfrage von Investoren wieder steigen. Schließlich ist das Edelmetall regelmäßig als sicherer Hafen gefragt, wenn es zu Kurskapriolen an den Aktienmärkten kommt oder die politische Großwetterlage ungemütlicher wird.

Bevor es zu weiteren Preissteigerungen kommt, sind allerdings zunächst entscheidende Hürden zu überwinden: Bislang hat der Preis die aus den Zwischenhochs von Juli 2016 und März 2014 resultierenden Widerstände bei 1.375 bzw. 1.392 US-Dollar nicht nehmen können. Werden diese Widerstandszonen überwunden und die 1.400 US-Dollar erreicht, eröffnet sich allerdings aus charttechnischer Sicht sofort weiteres Aufwärtspotenzial. Dieses könnte – über den nächsten Widerstandsbereich bei 1.460/1.480 US-Dollar hinweg – bis an die wichtige 1.500er-Barriere führen.

Um an einem derartigen Szenario zu partizipieren und schon kleinere Anstiege auf dem Weg nach oben zu nutzen, könnten Anleger Endlos-Turbos nutzen. Ein Turbo Long auf Gold (SC4CZJ) hebelt die Goldpreisentwicklung derzeit um etwa das 9,5-Fache. Das Papier hat einen Basispreis von 1.144,86 US-Dollar. Bis zum Knock-out ergibt sich daraus für Anleger ein entsprechender Puffer, sofern die Kurse fallen.

Analog dazu können Anleger mit Endlos-Turbos in der Short-Variante auf ein Scheitern des Goldpreises an den derzeitigen Widerständen und eine bevorstehende Korrektur in Richtung des Dezember-Tiefs setzen. Einen ähnlichen Hebel wie beim zuvor genannten Papier – aktuell beträgt er 6,8 – finden Anleger für die umgekehrte Richtung beim Endlos-Turbo Short mit der WKN SC84B4. Die Stop-Loss-Barriere liegt bei relativ komfortablen 1.553,388 US-Dollar.

Sollte der Goldpreis vorerst keine klare Richtung einschlagen, eignet sich ein Inline-Optionsschein, der einen feststehenden Betrag liefert, solange sich der Preis innerhalb einer festgelegten Spanne bewegt und weder die untere noch die obere Barriere berührt. So bietet etwa ein Schein mit Laufzeit bis zum 8. Juni (SC2ZLW) aktuell eine Rendite von knapp 13 Prozent, solange Gold bis dahin niemals unter 1.150 US-Dollar fällt und nicht über 1.450 US-Dollar steigt.

Stefano Angioni, Derivate-Experte bei der SOCIETE GENERALE. Stand: 28.02.2018. Weitere Informationen unter: sg-zertifikate.de

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