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Warren Buffett warnt: Mache nicht diesen schrecklichen Fehler!

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
03.03.2018, 10:00  |  12020   |   |   

Warren Buffett hat sich seinen Ruf als einer der besten Investoren in der Geschichte redlich verdient. Millionen von Anhängern haben von seinem Rat profitiert, den er regelmäßig sowohl den Investoren von Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2) als auch der Öffentlichkeit gibt.

Die neueste Ausgabe des jährlichen Briefes von Buffett an die Berkshire-Aktionäre kam kürzlich heraus. Darin spricht „das Orakel von Omaha“ viel darüber, wie sich das Konglomerat in letzter Zeit entwickelt hat. Gegen Ende des Briefes gibt Buffett einige Informationen über die Risiken beim Investieren. Diese Lektionen hatte er selbst vor einem Jahrzehnt bei einer ungewöhnlichen Investition gelernt. Insbesondere bemerkte Buffett, dass viele Anleger einen, wie er es nannte, „schrecklichen Fehler“ begehen würden, der zum endgültigen Scheitern ihrer Anlagestrategien führen könnte.

Buffett, Anleihen und eine große Investition

Im Jahr 2007 schloss Buffett eine Wette mit den Hedge-Fonds-Investoren von Protege Partners ab. Er glaubte, dass ein nicht verwalteter S&P-500-Indexfonds verschiedene Fonds übertreffen könne, die die Hedgefonds-Investoren für einen Zeitraum von zehn Jahren ausgewählt hatten. Protege wettete dagegen. Wie sich herausstellte, übertraf der S&P dramatisch alle fünf Hedgefonds, die von Proteges designierten Managern ausgewählt wurden.

Das Interessanteste an dieser Wette war jedoch nicht das Ergebnis, sondern die Art und Weise, wie eine einfache Änderung dazu führte, dass eine von Buffet auserkorene Wohltätigkeitsorganisation mehr als doppelt so viele Spenden erhielt wie ursprünglich erhielt. Um die Summe von einer Million US-Dollar für die Wohltätigkeitsorganisation des Gewinners aufzubringen, kauften Buffett und Protege jeweils Anleihen im Wert von 500.000 US-Dollar mit einer Fälligkeit in zehn Jahren. Beim Kauf kosteten die Anleihen 318.250 US-Dollar und lieferten eine Rendite bis zur Fälligkeit von mehr als 4,5 %.

Ungefähr nach der Hälfte des Zeitraums von zehn Jahren, Ende 2012, erlebte der Anleihenmarkt Renditen auf einem nie dagewesenen Niveau. Zu diesem Zeitpunkt war die Rendite der von Buffett und Protege gehaltenen Anleihen auf unter 1 % gefallen. Das bedeutete, dass der Gesamtwert der Anleihen auf 957.000 US-Dollar gestiegen war – nur 43.000 US-Dollar von der 1 Million US-Dollar entfernt, die fünf Jahre später wohltätigen Zwecken zugutekommen sollte.

Ein großer Gewinn

Buffett hielt dies für lächerlich und bezeichnete eine Anlage in Anleihen mit einer Rendite von 0,88 % im Vergleich zu amerikanischen Aktien als „eine wirklich dumme“ Anlage. Dementsprechend vereinbarten die beiden Parteien, die Anleihen zu verkaufen und stattdessen in Berkshire-Aktien zu investieren.

Investoren, die die Börse über Jahre verfolgt haben, wissen, was als Nächstes geschah. Von 2012 bis 2017 stieg der Aktienmarkt und die Berkshire-Aktien kletterten mit. Ende 2017, als die Wette offiziell zu Ende ging, waren die Berkshire-Aktien, die Buffett und Protege mit knapp 1 Million USD im Jahr 2012 gekauft hatten, 2,22 Millionen US-Dollar wert. Dementsprechend erhielt Buffetts Wohltätigkeitsorganisation – Girls of Omaha – einen überdimensionalen Gewinn.

Buffetts Lektion über das wahre Risiko

Buffett räumte ein, dass es ein gewisses Risiko bei Staatsanleihen gibt, die viele als „risikofrei“ im Vergleich zu Berkshire-Aktien betrachteten. Trotzdem musste Berkshire nur 0,88 % Rendite abwerfen. Buffett und Protege waren sich einig, dass das Risiko weitgehend darauf beschränkt war, dass der Aktienmarkt gerade  eine Schwächephase durchlaufen würde. Das traf aber nicht zu. Und davon profitierte die Wohltätigkeitsorganisation.

Generell betonte Buffett, dass der Sinn von Investitionen darin bestehe, jetzt auf Konsum zu verzichten, in der Hoffnung, dass in Zukunft ein höherer Konsum möglich sei. Zwar sind Aktien über Tage, Wochen oder sogar ein ganzes Jahr hinweg risikoreich, doch nach Buffetts Definition nimmt das Risiko im Laufe der Zeit ab.

Buffetts Fazit: Auf lange Sicht begehen die Investoren einen schrecklichen Fehler, wenn sie sagen, dass ein aktienlastiges Portfolio riskanter sei als ein anleihenlastiges Portfolio. Doch viele renommierte Investment-Institutionen wie Pensionskassen und College-Stiftungen machen diesen Fehler regelmäßig. Wenn Risiko bedeutet, Wachstum zu garantieren, kann ein langfristiges, Anleihen-Portfolio ein höheres Risiko haben als ein Portfolio, das aus mehr Aktien besteht.

Da die Anleger mit einer weiteren Phase erhöhter Volatilität an den Aktienmärkten konfrontiert sind, ist die Versuchung groß, sich auf festverzinsliche Anlagen zu konzentrieren, die nicht das gleiche Maß an täglichen Turbulenzen wie Aktien erleben. Der Versuchung zu widerstehen ist wichtig, um deine langfristigen Renditen zu maximieren und finanzielle Sicherheit bis weit in die Zukunft zu gewährleisten.

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