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Die Gründer der Berliner Online Marketing Agentur seosupport im Interview Die seosupport-Gründer im Interview - Digitalisierung und Online-Reputation für börsennotierte Unternehmen

Gastautor: Martin Brosy
05.03.2018, 09:03  |  2353   |   |   

Bereits seit 2006 beraten Vincent Sünderhauf und Sebastian Petrov mit ihrer seosupport GmbH KMU-Unternehmen. Vor allem aber gehören bereits börsennotierte Unternehmen und Unternehmen, die kurz vor dem IPO stehen, zu ihren Kunden. Die beiden Geschäftsführer sind bundesweit als die Experten für Online-Reputationsmanagement bekannt.

 seosupport gehört zu den Experten unter den Marketing Agenturen, wenn die Bereiche SEO, Online-PR, Reputation und Webdesign gef

Vincent Sünderhauf und Sebastian Petrov, Quelle: seosupport

In Sachen Online-Reputationsmanagement und Digital Branding gehören Sebastian Petrov und Vincent Sünderhauf deutschlandweit zu den führenden Köpfen. Wer die beiden zum ersten Mal persönlich trifft, hat nicht den Eindruck, jemandem aus der Online-Marketing-Branche gegenüberzustehen.

Die beiden begrüßen mich in ihrem Westberliner Altbau-Büro in maßgeschneiderten Anzügen und mit einer abgeklärten Souveränität, die eher an zwei junge Dax-Vorstände erinnert.

Ihr Online-Marketing-Dienstleister seosupport betreut aktuell um die 100 Kunden im Bereich Suchmaschinenoptimierung und etwa genauso viele im Bereich Online-Reputationsmanagement. Die Agentur, die Vincent Sünderhauf und Sebastian Petrov gemeinsam noch im letzten Abitur-Jahr gegründet haben, beschäftigt mittlerweile über 30 Mitarbeiter. Ihre Kunden können sich die beiden längst selbst aussuchen.

Herr Petrov, Herr Sünderhauf, Ihre Online-Marketing-Agentur seosupport feiert 2018 ihr zwölfjähriges Bestehen. Wie wurde die Firma gegründet?

Sebastian Petrov: Wir haben seosupport noch während unserer Abiturzeit am Charlottenburger Gottfried-Keller-Gymnasium im Jahr 2006 gegründet, unsere Generation konnte gar nicht früh genug mit dem Gründen anfangen. Aber im Gegensatz zu vielen anderen Gründungen aus dieser Zeit, die längst ihre Inhaber gewechselt haben, sind wir unserer Agentur bis heute treu geblieben.

Beständigkeit ist selten in dieser Branche, die von Veränderungen und Neuerungen geprägt ist. Hat sich Ihre Strategie der ersten Jahre ausgezahlt?

Vincent Sünderhauf: Ja, auf jeden Fall! Von Anfang an haben wir uns eng an den aktuellen Entwicklungen von Google & Co. orientiert. Suchmaschinenoptimierung war damals für Unternehmen, die im Internet Kunden gewinnen wollten, unumgänglich. Man musste einfach bei Google in den Top Ten stehen, um Erfolg zu haben. Für Dienstleister war außerdem eine starke Online-Reputation besonders relevant. Mit unserer Agentur sind wir diesen Bedürfnissen konsequent entgegengekommen. Innerhalb weniger Jahre haben wir uns so als einer der führenden Berliner Anbieter in der Branche etabliert und sind dies mittlerweile seit Jahren auch deutschlandweit.

Sie sind Experten im Bereich Online-Marketing. Als Königsdisziplin der Branche gilt längst das Online-Reputationsmanagement. Was macht diesen Bereich so komplex?

Petrov: Online-Marketing ist in den vergangenen Jahren unglaublich vielschichtig geworden und hat zahllose Aspekte. Dem trägt seosupport als Full-Service-Agentur Rechnung. Unsere Disziplin ist eben keine Industrie, sondern arbeiten wir mit eher wenigen, aber dafür hochspezialisierten Fachleuten, wie Online-Marketern, Programmierern, Textern und Grafikern. Online-Reputationsmarketing ist ein wichtiges Mittel des Online-Marketings, weil sich darüber das Markenimage und der Ruf eines Unternehmens steuern lässt. Und das geschieht am besten proaktiv und mit umfassenden Maßnahmen, um wirklich wirksam zu sein. Online-Reputationsmanagement bezeichnet also unterschiedlichste, komplexe Prozesse, die im besten Fall nahtlos ineinandergreifen.

Sünderhauf: Um das etwas zu verdeutlichen: Zu ORM gehören Maßnahmen wie Datenanalysen, Consulting, Strategieentwicklung und Optimierung, Monitoring und Trendanalysen. Für solche komplexen Prozesse braucht man nicht nur Branchenkenntnis, sondern auch Expertenwissen. Zumal sich das Internet ständig verändert und böswillige Falschmeldungen und Rufschädigungen mittlerweile leider an der Tagesordnung sind.

Wie wichtig ist es für den CEO eines börsennotierten Unternehmens, professionell zu kommunizieren und in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden?

Sünderhauf: Professionelle Kommunikation ist für einen CEO das A und O. Wer heute online präsent ist, ist quasi rund um die Uhr dem öffentlichen Urteil und der sozialen Kontrolle ausgesetzt. Wer mit der Öffentlichkeit da nicht in einem konstruktiven und offenen, kommunikativen Austausch steht, öffnet negativen Kampagnen Tür und Tor. Da reicht es nicht, hin und wieder eine Pressemitteilung zu veröffentlichen oder auf Facebook und Twitter präsent zu sein.

Wie sollte ein großes Unternehmen denn auf anonyme Diffamierungen oder schlechte Kundenbewertungen reagieren? Lässt sich schlechte Reputation im Internet vorbeugen?

Petrov: Zunächst zur letzten Frage: Ja! Schlechte Reputation im Internet MUSS sogar vorgebeugt werden, dass ist ein Grundpfeiler des Online-Reputationsmanagement, das immer einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen muss, um effektiv zu sein. Das Internet hat ein langes Gedächtnis, besonders bei Negativmeldungen. Bevor also das Kind in den Brunnen fällt und negative Posts oder Bewertungen den Ruf eines Unternehmens schädigen, muss man schon Gegenmaßnahmen starten. Deswegen lautet die erste Regel bei Diffamierungen im Internet: Sofort in den Kontakt mit den Kunden treten, Präsenz zeigen, sachlich kommunizieren.

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