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Anlegerverlag Daimler: Trump-Statements machen die Lage brenzlig

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
05.03.2018, 09:56  |  524   |   |   

Die kräftigen Abgaben am Gesamtmarkt hatten Daimler (ISIN: DE0007100000) am Freitag schon ganz leicht unter die für die Vollendung einer Schulter-Kopf-Schulter-Trendwendeformation entscheidende Zone gedrückt: Die Aktie beendete die Vorwoche knapp unterhalb der diese Zone nach unten begrenzenden 200-Tage-Linie (bei 67,54 Euro). Als die US-Börsen am Freitagabend aufholten und der DAX in deren Schlepptau nachbörslich wieder ein wenig aufholte, ließ das auch bei Daimler hoffen, dass es am Montag gelingt, doch noch schnell zurück über diese bis 67,85 Euro reichende Unterstützungszone zu springen, die Wende abzubiegen. Aber dann kam der US-Präsident mit Sprüchen, die dafür sorgten, dass es bei Daimler heute Früh erst einmal abwärts geht:

Wenn sich die Eurozone gegen die Stahl- und Aluminium-Strafzölle  wehren würde, werde man einfach weitere Strafzölle erheben – und diesmal die Autoimporte angehen. Das steht einfach nur so im Raum, sicher. Und dementsprechend ist auch eine Größenordnung solcher Straf-Abgaben nicht absehbar, von der Umsetzung solcher einfach dahin geredeten Drohungen abgesehen. Aber in einem Umfeld, in dem mit den Wachstumsraten vergangener Jahre nicht mehr zu rechnen ist und bei einem Euro, der unerfreulich teuer gegenüber dem US-Dollar ist, kann eine solche Maßnahme den US-Absatz massiv einbrechen lassen und die Ertragslage damit empfindlich treffen. Die Frage ist: Lassen sich die Anleger einschüchtern, ja oder nein?

Es wird entscheidend, wie dieser heutige Handelstag abläuft. Hier geht es jetzt nicht mehr nur um eine charttechnische, sondern auch um eine psychologische Wegweisung. Sich da mutig gegen den Trend zu stemmen, könnte ungut enden: Direkt bei der Vollendung einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation Long zu gehen, wäre … vorsichtig formuliert … verwegen. Daimler müsste zumindest über 68 Euro schließen. Solange das nicht gelingt, wäre die Aktie auf der Long-Seite nicht zu gebrauchen. Aber auch Short-Trades müssen mit Vorsicht angegangen werden, denn Statements des US-Präsidenten sind erfahrungsgemäß nicht in Stein gemeißelt. Schließt Daimler heute klar unter der 200-Tage-Linie, wäre es angeraten, Short-Trades relativ eng genau dort abzusichern, wo ein kurzfristig positives Signal entstehen würde – im Bereich von 68 Euro.

 

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