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Marktkommentar: David Zahn (Franklin Templeton): Zum Wahlausgang in Italien
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Marktkommentar David Zahn (Franklin Templeton): Zum Wahlausgang in Italien

Nachrichtenquelle: Asset Standard
05.03.2018, 00:00  |  479   |   |   

Bei der italienischen Parlamentswahl hat es keinen klaren Sieger gegeben. Wie David Zahn erklärt, ist das für Italien jedoch völlig normal.

David Zahn, Head of European Fixed Income Franklin Templeton, rechnet mit einer verhaltenen Reaktion an den europäischen Rentenmärkten. Gleichzeitig warnt er jedoch vor weiteren Folgen, sofern die Verantwortlichen die Notwendigkeit von Reformen nicht ernstnehmen.

Politische Unsicherheit ist in Italien an der Tagesordnung

Daher werden die europäischen Rentenmärkte voraussichtlich pragmatisch auf den Ausgang des Urnengangs am Sonntag (4. März 2018) in Italien reagieren, aus dem kein klarer Sieger hervorgehen wird.

Wir rechnen entweder mit einer großen Koalition der politischen Parteien in Italien oder mit einer Regierungsübernahme durch Technokraten.

In beiden Fällen wird es voraussichtlich eine Zeitlang dauern, bis eine Lösung auf dem Tisch liegt. Bis dahin wird die Reaktion an den europäischen Rentenmärkten nach unserer Einschätzung eher gelassen sein.

Wird keine Lösung gefunden, könnte es wieder Neuwahlen geben. Bei unseren jüngsten Reisen durch das Land konnten wir jedoch keine Begeisterung für einen erneuten Urnengang feststellen.

Ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt, dass eine Wahl ohne klares Ergebnis für Italien nichts Besonderes ist.

Reformen von der Agenda gestrichen?

Alle Pläne zu politischen, strukturellen oder Haushaltsreformen werden sich wahrscheinlich in Luft auflösen. Seit der Niederlage von Matteo Renzi bei dem Referendum und seinem anschließenden Rücktritt hat sich keine der führenden politischen Parteien in Italien in ihrem Programm noch massiv für Reformen eingesetzt.

Langfristig könnte sich der Stillstand nach unserer Einschätzung angesichts des dringenden Reformbedarfs erneut zu einem Problem für das Land entwickeln. Kurzfristig dürften die Märkte jedoch erleichtert sein, dass dem Land keine Mitte-Rechts Koalition bevorsteht, nachdem im Wahlkampf der Wille zu höheren Ausgaben und noch mehr Schulden bekundet wurde.





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