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Jungen öfter Opfer von Missbrauch im Internet

Nachrichtenquelle: Pressetext (News)
08.03.2018, 11:30  |  280   |   |   

Bangkok (pte013/08.03.2018/11:30) - Jungen leiden im Internet deutlich häufiger unter den schlimmsten Formen sexuellen Missbrauchs als Mädchen. Das zeigt eine neue Studie des Netzwerks ECPAT International http://ecpat.org . Die Researcher haben für die Erhebung Daten der kriminalpolizeilichen Ogranisation Interpol http://interpol.int ausgewertet.

Tausende Missbrauchsopfer

Die Interpol-Datenbank hat seit ihrer Einrichtung im Jahr 2009 über 12.000 Opfer sexuellen Missbrauchs im Internet registriert. Die Experten gehen davon aus, dass es weitaus mehr Fälle gibt, die jedoch nicht angezeigt würden. Über 60 Prozent der bekannten Opfer sind sehr junge Kinder, einschließlich Säuglinge und Kleinkinder. Ein Drittel davon sind männlich. Obwohl zwei Drittel der Opfer weiblich sind, heben die Researcher hervor, dass Missbrauchsmaterial, das Jungen enthält, oft schwerere Misshandlungen wie Sadismus und andere Formen sexueller Gewalt zeigt.

"Die Ergebnisse verdeutlichen, wie viel wir eigentlich noch nicht wissen und wie viel Forschung noch nötig ist. Es kann sein, dass Strafverfolgungsorgane die Thematik nicht ausreichend priorisieren, da sie sich des Problems möglicherweise nicht bewusst sind und zu wenig darüber berichtet wird. Das müssen wir weiter untersuchen", gibt Damian Kean von ECPAT International zu bedenken. "Wir sprechen hier über sehr kleine Kinder, Babys, die gerade erst Monate alt sind und Opfer extremer sexueller Übergriffe werden", sagt Björn Sellstrom, Chef der Interpol-Abteilung für Verbrechen gegen Kinder.

Opfer besser identifizieren

Damian Kean zufolge müssten Länder gemeldete Verbrechen genauer unter die Lupe nehmen und sicherstellen, dass umfassende Hilfe bereitgestellt wird. Oftmals würden Mädchen eher in den Fokus von Missbrauch gestellt. Die genaue Identifizierung von Opfern sei nun der Schlüssel zur Auffindung von Straftätern, da Missbrauchsmaterial oft von nahestehenden Personen der Opfer, wie etwa von Pflegepersonen oder Lehrern, angefertigt werde.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Sabrina Manzey
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[ Quelle: http://www.pressetext.com/news/20180308013 ]

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