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Marktkommentar: Eduardo Mollo Cunha (Eyb & Wallwitz): Reporting Februar 2018
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Marktkommentar Eduardo Mollo Cunha (Eyb & Wallwitz): Reporting Februar 2018

Nachrichtenquelle: Asset Standard
08.03.2018, 00:00  |  549   |   |   

Im Februar kehrte plötzlich die totgesagte Volatilität an die Aktienmärkte zurück.

Die robuste Konjunktur und die geringe Arbeitslosigkeit in den USA schürten Inflationsängste bei vielen Investoren und ließen die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen auf knapp 3% ansteigen, worauf Aktien weltweit mit vorübergehenden Kursverlusten von über 10% reagierten. Erst gegen Monatsende entspannte sich die Situation wieder. Paradoxerweise konnten hiervon wiederum Staatsanleihen profitieren, deren Renditeanstieg über die letzten Monate die Turbulenzen an den Aktienmärkten erst ausgelöst hat. 

In den nächsten Wochen werden Investoren noch genauer auf Daten zur Preisentwicklung und die entsprechende Reaktion der FED achten. Die Unsicherheit bleibt uns erhalten, wir befinden uns weiterhin im „Konsolidierungsmodus“, erwarten aber keine größeren Rückschläge (d.h. mehr als 10%).

Phaidros Funds Balanced

Der PHAIDROS FUNDS BALANCED verlor je nach Anteilsklasse zwischen -0,94% und -1,20%. Besonders schlecht lief es für die eigentlich als defensiv geltenden Value-Aktien und Konsumgüterhersteller bzw. Pharmawerte. Energiewerte litten unter dem wieder rückläufigen Ölpreis. Relativ ungeschoren kamen hingegen Technologiewerte davon. Investoren sind eben weiterhin auf der Suche nach „echtem“ Wachstum, das vor allem in diesem Bereich zu finden ist. Diese phasenweise Schwäche haben wir für Aufstockungen bei Baidu und Fanuc genutzt. Im Gesundheitssektor haben wir Celgene neu aufgenommen und FMC aufgestockt. Von Nestle haben wir uns hingegen komplett getrennt. Insgesamt haben wir die Liquiditätsquote leicht vermindert, die Aktienquote liegt jetzt bei 52%.

Phaidros Balanced MS Peer Group*    
Return Vola Return Vola
10J p.a. 5,5 7,3 1,6 6,2
5J p.a. 7,3 7,8 3,3 5,5
3J p.a. 4,4 8,5 0,6 5,8
1J 4,6 5,4 1,9 3,3
YTD 0,2 - -0,8 -
* Morningstar Kategorie Mischfonds flexibel - Global

Phaidros Funds Conservative

Der PHAIDROS FUNDS CONSERVATIVE verlor je nach Anteilsklasse zwischen -1,47% und -1,51%. Besonders schlecht lief es für die eigentlich als defensiv geltenden Value-Aktien und Konsumgüterhersteller bzw. Pharmawerte. Energiewerte litten unter dem wieder rückläufigen Ölpreis. Relativ ungeschoren kamen hingegen Technologiewerte davon. Investoren sind eben weiterhin auf der Suche nach „echtem“ Wachstum, das vor allem in diesem Bereich zu finden ist. Im Anleihesegment mussten vor allem die Outperformer der letzten Monate (Finanznachrang und Rohstoffwerte) „Federn lassen“. Mittelzuflüsse haben wir zuerst einmal in Liquidität geparkt, ansonsten ist das Portfolio unverändert geblieben.

Phaidros Conservative MS Peer Group*    
Return Vola Return Vola
5J p.a. 5,2 4,7 2,7 3,3
3J p.a. 3,0 5,5 0,5 3,4
1J 4,9 3,8 1,4 1,8
YTD -0,3 - -0,5 -
* Morningstar Kategorie Mischfonds defensiv

Phaidros Funds Fallen Angels

Der PHAIDROS FUNDS FALLEN ANGELS verlor je nach Anteilsklasse zwischen -0,87% und -0,94%. Im Februar legten die Risikoaufschläge für Hochzinsanleihen mit über 30 Basispunkten so stark zu wie seit September 2017 nicht mehr. Investoren werden zunehmend risikobewusster und neigen schneller zu Gewinnmitnahmen, als dies in den letzten Monaten zu beobachten war. Für schlechtere Stimmung sorgten außerdem die Aktienmärkte, die wieder einmal einen mittlerweile wieder zum Teil aufgeholten Kursrückgang von über 10% zu verkraften hatten. Paradoxerweise konnten hiervon wiederum Staatsanleihen profitieren, deren Renditeanstieg über die letzten Monate gerne als Hauptschuldiger für die Turbulenzen an den Aktienmärkten herhalten muss. Unsere grundsätzliche Einschätzung hat sich aber nicht verändert. Solange die Ausfallraten aufgrund der starken Konjunktur niedrig bleiben, behalten Hochzinspapiere ihre Attraktivität gegenüber den anderen Anleihesegmenten. Auch hat sich unsere höhere Liquiditätsquote von knapp 10% infolge von noch nicht investierten Mittelzuflüssen ausgezahlt. Im Februar haben wir die Portfoliozusammensetzung unverändert gelassen. Der Anteil der Finanztitel liegt weiterhin bei gut 21% und entspricht damit in etwa dem der Konsumwerte. Anleihen aus der Telekommunikationsbranche haben eine Gewichtung von 17%. Die Durchschnittsrendite ist leicht gestiegen und liegt aktuell bei 3%. Wie geht es nun weiter? Die Phase erhöhter Schwankungen und verstärkter Gewinnmitnahmen könnte noch einige Zeit anhalten, bietet aber auch Opportunitäten, die wir nach einer gewissen Marktberuhigung auch zu selektiven Zukäufen nutzen wollen.

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