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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Wenig Bewegung vor US-Arbeitsmarktbericht
Foto: Boris Roessler - dpa

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung Wenig Bewegung vor US-Arbeitsmarktbericht

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
09.03.2018, 10:01  |  642   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht haben sich die Anleger am Freitag überwiegend zurückgehalten. Der deutsche Leitindex Dax gab um 0,22 Prozent auf 12 328,78 Punkte nach. Seit dem Rutsch auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr zum Wochenstart hat das Börsenbarometer aber bereits wieder gut 4 Prozent gewonnen.

In der zweiten Börsenreihe ging es für den MDax der mittelgroßen Werte am Freitag um 0,11 Prozent auf 26 021,29 Punkte nach unten. Der TecDax der Technologiewerte hingegen stieg um 0,52 Prozent auf 2672,10 Zähler.

Beim Kleinwerteindex SDax wiederum stand ein Minus von rund 0,5 Prozent zu Buche. Hier belasteten Kursverluste bei den Aktien des Immobilienunternehmens Aroundtown und des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund . Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schließlich trat nahezu auf der Stelle.

Die Einführung von Strafzöllen durch US-Präsident Donald Trump am Vorabend verkrafteten die Börsen derweil recht gut. Es sei bislang nicht davon auszugehen, dass Trump die Zölle auf zusätzliche Güter erweitern werde, schrieb Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank: "Donald Trump hat ein Zeichen gesetzt. Damit ist es nun hoffentlich genug." Der Widerstand innerhalb des Kongresses und auch der Industrie sei in den vergangenen Tagen enorm gewesen. Der Präsident wolle es sich mit dem US-amerikanischen Unternehmerlager nicht verscherzen. Gitzel rechnet deshalb nicht damit, dass es zu einem eskalierenden Handelskrieg kommen werde.

Nach dem zuletzt alles dominierenden Thema Strafzölle dürfte sich der Fokus zumindest vorübergehend wieder der Konjunktur zuwenden. Am frühen Nachmittag wird in den USA der Arbeitsmarktbericht für den Februar veröffentlicht. Vor allem auf die Löhne und die Gehälter dürften Anleger genau schauen. Denn vor einem Monat hatte ein starker Anstieg der Löhne die Sorge um rascher steigende Leitzinsen geschürt und die weltweiten Aktienmärkte stark belastet. Höhere Zinsen verringern tendenziell die Attraktivität von Aktien gegenüber Anleihen.

Hierzulande fielen die Aktien des Autozulieferers Continental am Dax-Ende um fast 2 Prozent. Die Nase vorn hatten die Anteilsscheine des Baustoff-Herstellers HeidelbergCement mit einem Plus von mehr als 1 Prozent.

Die auf Gewerbeimmobilien spezialisierte Gesellschaft Aroundtown holt sich vor ihrem Einzug in den MDax Geld vom Kapitalmarkt. 95 Millionen neue Aktien wurden für 6,38 Euro je Stück am unteren Ende der Angebotsspanne an institutionelle Anleger verkauft.

Die hohe Stückzahl der Aktienplatzierung habe seine Schätzung deutlich übertroffen, sagte ein Händler. Nun laste aber das große Angebot folglich auf dem Aktienkurs: Die Anteilsscheine standen zuletzt 4,59 Prozent tiefer bei 6,335 Euro.

Am SDax-Ende verloren die Aktien von Borussia Dortmund rund 5,5 Prozent. Beim 1:2 gegen Österreichs Serienmeister FC Salzburg hatte sich der Bundesligist in einer erschreckend schwachen Form präsentiert. Nun steht das Team des österreichischen Fußball-Lehrers Peter Stöger schon im Achtelfinale vor dem Europa-League-Knockout./la/jha/

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