DAX-0,66 % EUR/USD+0,13 % Gold+0,10 % Öl (Brent)+1,93 %

SFS steigert 2017 Reingewinn um 27,5% – Derzeit Fokus auf organischem Wachstum

Anzeige
Gastautor: Robert Sasse
09.03.2018, 14:15  |  213   |   

Stäfa (awp) - Der Börsengang des Sensorenherstellers Sensirion wird konkreter. Am kommenden Montag, den 12. März 2018, will das Unternehmen an einer Pressekonferenz Details zum geplanten Börsengang präsentieren. Das Sensirion-Management wird zudem das Geschäftsmodell und die Wachstumsperspektiven der Gesellschaft vorstellen, wie am Freitag aus einer Einladung hervorgeht.

Sensirion hatte die Pläne für einen Börsengang an der SIX Swiss Exchange am 27. Februar bekanntgegeben. Früheren Angaben zufolge sollen im Zuge des Schrittes vorwiegend bestehende Aktien des derzeitigen Mehrheitsaktionärs Gottlieb Koch platziert werden; es würden aber auch neue Aktien im Umfang von rund 55 Mio CHF emittiert.

Der Umsatz des Unternehmens belief sich 2017 auf 148 Mio CHF, der Betriebsgewinn vor Abschreibungen (EBITDA) auf 26 Mio CHF. Damit kam Sensirion auf eine EBITDA-Marge von knapp 18%. Gegründet wurde das Unternehmen mit heute 735 Vollzeitstellen im Jahr 1998 als Spin-Off der ETH Zürich.

ra/yr

Zürich (awp) - Der Industriekonzern Schweiter ist im Geschäftsjahr 2017 erneut gewachsen, nicht mehr zweistellig wie im Vorjahr, aber noch immer solide. Dank des Verkaufs der Textilmaschinensparte SSM, aus welcher Schweiter hervorgegangen ist, resultierte ein markant höherer Gewinn, was sich wiederum in einer Sonderdividende für die Aktionäre niederschlägt. An der Börse legen die Aktien entgegen dem flachen Gesamttrend leicht zu.

Der Umsatz aus dem fortgeführten Geschäft mit Verbundwerkstoffen wuchs um 7% auf 980,2 Mio CHF, entsprechend einem Wachstum in lokalen Währungen von 6% und einem organischen Wachstum von 4%, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Dabei hat vor allem das Displaygeschäft ein gutes Jahr verzeichnet.

Der vergleichbare Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA stieg um 1,9% auf 114,4 Mio CHF, wobei die entsprechende Marge um 50 Basispunkte auf 11,7% zurückkam. CEO Heinz Baumgartner begründete an der Bilanzmedienkonferenz den leichten Margenschwund insbesondere mit der schwierigen Entwicklung der Rohstoffpreise. "Wir sind aber mit der erreichten Marge sehr zufrieden", meinte er.

Die Rohstoffpreise seien eine der Hauptherausforderungen des vergangenen Jahres gewesen, nicht nur wegen dem Preisanstieg an sich, sondern auch wegen deren Volatilität. Die Preise kann das Unternehmen weitergeben, aber nur mit Verzögerung. Dies erklärt teilweise auch die Margenverbesserung im zweiten Semester 2017 gegenüber dem ersten.

VERKAUF VON SSM BRINGT SONDERDIVIDENDE

Der Reingewinn erhöhte sich insgesamt auf 172,0 Mio CHF und damit um mehr als 100 Mio, wobei der Verkauf der Sparte SSM mit 95 Mio zu Buche schlug. Der vergleichbare Reingewinn aus dem fortgeführten Geschäft zog aber ebenfalls markant um 27% auf 77,0 Mio CHF an. Neben der im Vergleich zum Vorjahr unveränderten ordentlichen Dividende von 40 CHF soll dank dem SSM-Effekt eine Sonderdividende von 5 CHF zur Auszahlung kommen.

Schweiter hatte im vergangenen Juni die Sparte SSM Textilmaschinen an Rieter verkauft. Zudem wurde der Kauf der irischen Athlone Extrusions per Ende Juli abgeschlossen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Die nun einzige Division 3A Composites hat vor allem im Displaygeschäft ein gutes Jahr verzeichnet. Dieses sei vor allem in Europa und den USA gewachsen, während im Bereich Architektur in Europa und Asien an das erfolgreiche Vorjahr angeknüpft worden sei. Als "erfreulich" wurde auch die Entwicklung der amerikanische Baukonjunktur bezeichnet. In China vermochte das starke Wachstum den Rückgang im Rest des asiatisch-pazifischen Raums mehr als wettzumachen.

ZUVERSICHTLICHER AUSBLICK - KEINE KONKRETE PROGNOSE

Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2018 zeigt sich das Unternehmen optimistisch. "Wir sind gut ins neue Jahr gestartet und sind zuversichtlich", sagte Baumgartner. Sein erklärtes Ziel ist ein organisches Wachstum über dem Gesamtmarkt, was 2017 mit einem Umsatzplus von 4% auch gelungen ist.

Dass dies auch 2018 gelingen wird, wollte Baumgartner nicht mit einer konkreten Prognose bestätigen, die Chancen dazu seien aber intakt. So sieht er etwa den Ausblick für die Geschäftsfelder Architektur und Display für 2018 sowohl für Europa als auch für Nordamerika positiv, während das Windgeschäft zumindest im ersten Quartal noch etwas gedämpft bleiben dürfte. Auch für China geht er im Architektur-Markt für das laufende Jahr von einem gegenüber 2017 eher leicht verbesserten Geschäftsgang aus.

In diesem Teilbereich verspricht sich Baumgartner Einiges auch von künftig verschärften Bauvorschriften. Nach dem Grossbrand in einem Wohnhaus in London vom vergangenen Jahr und weiteren Vorfällen seien die Behörden hinsichtlich Brandschutz noch etwas sensibler geworden und Schweiter arbeite diesbezüglich schon länger mit den Regulatoren zusammen.

An der Börse wurden die Zahlen wohlwollend kommentiert und die Aktie steht am Nachmittag in einem gehaltenen Gesamtmarkt mit einem Plus von 0,7% etwas höher.

cf/tp

Heerbrugg/Zürich (awp) - Die in der Komponentenfertigung und im Baubedarfshandel tätige SFS-Gruppe hat 2017 deutlich mehr verdient. Der Betriebsgewinn (EBITA) betrug 235,8 Mio CHF, was gegenüber 2016 ein Plus von knapp 11% bedeutet. Und der Reingewinn fiel mit 159,1 Mio CHF um 27,5% höher aus als im Vorjahr.

Die Gewinnzunahme werden auch die Aktionäre positiv zu spüren bekommen: Die Dividende soll von 1,75 CHF im Vorjahr auf 1,90 CHF angehoben werden, wie SFS mitteilte. "Die Erhöhung lässt sich angesichts der Ertragslage und des Konzerngewinns sowie die Aussichten auf eine weiterhin positive Entwicklung vertreten", sagte Finanzchef Rolf Frei an einer Medienkonferenz. Dem Unternehmen sei eine "konsistente Dividendenpolitik" wichtig.

Mit den vorgelegten Gewinnzahlen und der vorgeschlagenen Dividende hat SFS die Erwartungen der Analysten klar übertroffen.

UMSTELLUNG AUF SWISS GAAP FER

Die Berichtszahlen fürs Jahr 2017 hat SFS erstmals nach dem Schweizer Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER rapportiert. Dieser sei für die SFS Group zweckmässiger als der bisher angewandte IFRS. Die Umstellung hat indes auch Auswirkungen auf die Bilanz: So hat SFS von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die durch Firmenakquisitionen angefallenen Goodwill-Positionen mit dem Eigenkapital zu verrechnen. Damit wurde die Bilanz erheblich verkürzt.

CFO Frei betonte aber, dass mit 71,6% der Eigenkapitalanteil nach wie vor hoch und die finanzielle Stabilität und der unternehmerische Freiheitsgrad vollumfänglich gewährleistet sei.

Die Umsatzzahlen und eine Indikation des Betriebsergebnisses hatte SFS bereits Ende Januar bekannt gegeben. So weist das Ostschweizer Unternehmen für das Jahr 2017 einen Umsatz von 1,63 Mrd CHF aus. Dies entspricht einem Wachstum von 13,7%, wobei die Verkäufe organisch um 7,4% gesteigert werden konnten. Mit den nun rapportierten EBITA-Wert und einer entsprechenden Marge von 14,4% liegt SFS nun zudem wie angekündigt eher am unteren Ende des einst kommunizierten Zielbandes von 14,2 bis 15,2%.

PROFITABILITÄT SOLL AUCH BEI FASTENING SYSTEMS WIEDER STEIGEN

Für das laufende Jahr stellt SFS ein Umsatzwachstum von 5 bis 7% in Aussicht. Die EBITA-Marge soll sich gegenüber dem Wert von 2017 verbessern. Erreicht werden soll dies durch einen eine Stärkung der eigenen Position bei den bestehenden Kunden sowie einen selektiven Ausbau der Kundenbasis, kündigt das Unternehmen an. Wie SFS-CEO Jens Breu weiter ausführte, resultierte die Margenverbesserung insbesondere durch ein stärkeres Wachstum im höhermargigen Komponentengeschäft (Segment Engineered Components).

Aber auch mit Befestigungs- und Montagesystemen (Segment Fastening Systems), wo die Profitabilität in den letzten Jahren gelitten hat, sollen es dank diversen Massnahmen - unter anderem der Verlagerung von arbeitsintensiven Prozessen ins Ausland - wieder aufwärts gehen. Breu glaubt, 2018 oder spätestens 2019 wieder eine operative Marge im zweistelligen Bereich erreichen zu können. 2017 lag sie bei 7,7%.

FOKUS AUF ORGANISCHES WACHSTUM

Grössere Akquisitionen sind bei der SFS vorerst nicht zu erwarten. Man lege die Priorität auf ein starkes organisches Wachstum und habe unternehmensintern auch die Ressourcen für Akquisitionen reduziert, sagte Breu. Gute Opportunitäten würden aber natürlich weiterhin genutzt. CFO Frei wies zudem auf eine Call-Option zur Erhöhung der Beteiligung an Heco hin. Heco ist im Bereich Befestigungssysteme für den Holzbau tätig und SFS hält derzeit 30% am Unternehmen. Laut Frei werde man die Ausübung der Call-Option zu gegebener Zeit prüfen.

Abgesehen davon haben sich die Prioritäten offensichtlich aber klar verschoben: "Wir suchen vornehmlich das organische Wachstum, Akquisitionen haben derzeit keine Priorität." Das Wachstum soll aus Projekten, die man zusammen mit bestehenden Kunden entwickle. Am ehesten seien Zukäufe daher noch in der Division Medical zu erwarten, das heisst im Geschäft mit Komponenten für die Medizinaltechnik. Aber auch dieses Geschäftsfeld habe nach dem Zukauf von Tegra Medical eine kritische Grösse, welches den Zugang zu einer ausreichend grossen Zahl von Kunden ermögliche, woraus wieder organisches Wachstum generiert werden könne.

jr/ra

Das wird Amazon ganz und gar nicht schmecken …

… denn heute können Sie den Bestseller: „Reich mit 1000 €: Kleines Investment, großer Gewinn!“ von Börsen-Guru Rolf Morrien kostenlos anfordern. Während bei Amazon für dieses Meisterwerk 29,90 Euro fällig werden, können Sie den Report über diesen Link tatsächlich vollkommen gratis anfordern.

Jetzt hier klicken und schon bald mit 1000 Euro reich an der Börse werden

Ein Beitrag von awp Finanznachrichten

Wertpapier
SFS Group


Disclaimer