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DAX-Chartanalyse: Erholung im DAX bis zum Widerstand vorerst

DAX-Chartanalyse Erholung im DAX bis zum Widerstand vorerst

Gastautor: Andreas Mueller
11.03.2018, 12:38  |  7161   |   |   

Wichtige Marken sind zurückerobert und der Aktienmarkt freut sich auf das große IPO der Siemens-Tochter Healthineers. Ob diese Ruhe trügerisch ist oder wir hier mit Frühlingsgefühlen weiter nach oben laufen, soll folgende Analyse genauer untersuchen.

Wie sich das Wetter nun auf Frühling drehte, so auch der DAX nach dem verpatztem Start ind en März. Er legte in dieser Woche um 3,6 Prozent zu und konnte somit im Einklang mit dem Dow Jones wichtige Marken zurückerobern. Dies wurde nur von den Technologiewerten an der Nasdaq und im TecDAX getoppt. Trotz GroKo, US-Strafzöllen und der EZB-Sitzung wohlgemerkt! Wie sich dies genau vollzog, erörtere ich hier noch einmal kurz und gebe dann einen Ausblick auf die charttechnischen Rahmenbedingungen der kommenden Handelswoche.

 

Rückblick auf eine spanennde Handelswoche

 

Die Zeichen standen auf Rot zum Wochenstart. Bereits vorbörslich fielen die DAX-Indikationen und damit der DAX-Future zum Handelsstart 8 Uhr unter die skizzierte Unterstützung. Hierzu noch einmal als Erinnerung das große Chartbild aus der Vorwochenanalyse:

Mit der Eröffnung im XETRA-Handel wurde dieser Bereich jedoch schnell zurückerobert und ist in der Charteinstellung 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr somit nicht zu sehen. 

Der Montag konnte dann letztlich über der Marke von 12.000 Punkten enden und den besten Tag der Handelswoche manifestieren. In Summe zeigte er eine Handelsspanne von 400 Punkten auf, wie ich im Forum hier vermerkte:

Mit 1,5 Prozent Kurszuwachs direkt nach der GroKo-Entscheidung und Italien-Wahl (beide Entscheidungen bewegten uns vor genau einer Woche) kann man dies als positive Marktinterpretation zusammenfassen.

Der Dienstag konnte hier noch einmal einige Punkte zum Start aufsatteln und damit ein GAP verursachen. Dies hatte starke Anziehungskraft, da es mit Blick auf die Vorwoche und dessen GAPs eine Insel formierte. Im Hoch stand die 12.260 Punkte-Marke auf der DAX-Tafel. Doch per Schlusskurs wurde sich wieder am Montagsschluss orientiert und damit das GAP geschlossen. Dazu schrieb ich an dieser Stelle etwas:

Erst am Mittwoch gelang dann der Sprung über die 12.200 auch per Notiz zum Closing. Dies war ein positives Signal und die Revision des Short-Signals von vor zwei Wochen. Folglich gelang dem DAX charttechnisch auch am Donnerstag noch ein weiterer Schritt nach oben und am Freitag sogar kurzzeitig der Blick über die Marke von 12.400 Punkte. Zwischenzeitliche Schwäche-Signale waren hier nicht von Dauer, aber auch die gab es natürlich, wie dieses Signal-Posting aus dem Forum zeigt:

Vier positive Tage also und ein Freitag, der eher als Konsolidierung wahrgenommen werden kann. Denn hier wirkte der robuste Arbeitsmarkt stützend. Es wurden außerhalb der Landwirtschaft 313.000 neue Stellen geschaffen. So schaut letztlich die Gesamtwoche sehr positiv aus:

Der negative Fakt von US-Präsident Donald Trump, Schutzzölle für einzelne Bereiche der Wirtschaft zu definieren (Aluminium 10% und Stahl 25%) schlug (noch!) nicht auf die Aktienmärkte durch. Nach aktuellen Meldungen wie beispielsweise auf n-tv fürchten jedoch Autobauer einen Handelskrieg. Die Exportwerte Volkswagen, Daimler und BMW aus dem DAX könnten hiervon direkt betroffen sein, wie auch die Zulieferer dieser Branche. Die Redaktion von wallstreet-online schrieb dazu Folgendes.

Auch kann eine Gegenreaktion der EU diese Situation weiter verschärfen. Eine vorläufige Liste der EU-Kommission sieht Strafzölle auf US-Produkte wie Whiskey, Mais und Erdnussbutter vor. Welche Auswirkungen dies haben kann, ist sehr schwer abzusehen. Von daher werde ich dazu erst Stellung beziehen, wenn mehr Fakten auf dem Tisch liegen. Vermutlich kürzte sich dieser erste negative Effekt mit der positiven Meldung weg, dass sich US-Präsident Donald Trump mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un versöhnen oder zumindest treffen möchte.

Da es hier aber vorrangig um die Chartaussichten für die kommende Woche im DAX gehen sollte, baue ich diesen Einschub nicht weiter aus und lenke nun inhaltlich wieder zurück zum Kernthema.

 

Widerstand in der neuen Woche im Fokus

 

Bezugnehmend auf das große Chartbild und Schaubild 1 der Analyse, hat der DAX somit die August-Tiefs aus dem Vorjahr verteidigt. Dies ist im Tageschart sehr deutlich zu erkennen:

 

Dass diese Bewegung im Trend verlief, zeigt sich deutlicher im Stundenchart:

 

Charttechnisch verlief diese Bewegung übrigens bis an die 12.400 Punkte heran, die wiederum einen prägnanten Bereich darstellt. Dazu schiebe ich die Skalierung im Chartbild des Stundenchart noch einmal enger zusammen. Hier rückt dann die Range aus Mitte Februar erneut in das Blickfeld, die uns immerhin zwei Wochen lang beschäftigte. Sie erinnern sich vielleicht?

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