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Netflix Starke Woche!

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Gastautor: Robert Sasse
11.03.2018, 14:07  |  356   |   

Liebe Leser,

die Netflix Aktie hat in den letzten 7 Tagen gleich mehrfach ihr Allzeithoch durchbrochen. Am Anfang der Woche schien die Ankündigung des bisher nur in China agierenden Netflix-Konkurrenten iQiyi, den Gang an die US-Börse zu planen, bei den Anlegern für Verunsicherung zu sorgen.

Am Dienstag, nach den Oscar-Verleihungen erzielte der Kurs dann einen neuen Allzeit-Höchstwert. Als am Freitag bekannt wurde, dass Netflix mit dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama über eine Eigenproduktion verhandelt, reagierten die Aktionäre sofort und der Rekordwert vom Dienstag wurde gebrochen.

Der in Peking ansässige Streaming-Dienst Anbieter iQiyi, welcher zu etwa 70% dem chinesischen Technologiekonzern Baidu gehört, hat einen Verkauf der Unternehmensanteile von 1,5 Milliarden US-Dollar über den NASDAQ eingereicht. Nach Angaben von iQiyi ist es wahrscheinlich, dass sich dieser Betrag noch erhöht. Anvisiert wird ein Marktwert in Höhe von rund 10 Milliarden US-Dollar. Die führenden Banken, welche die Wertpapiere für iQiyi auf den Märkten platzieren sind die Bank of America, Credit Suisse, Goldman Sachs und Merrill Lynch.

iQiyi über die Listung als eigenes börsennotiertes Aktienunternehmen nun von Baidu abzukoppeln, ermöglicht es dem Streaming-Dienst mit dem Börsengang durch institutionelle Großinvestoren an die finanziellen Mittel zu kommen, welche es braucht, um Kunden nicht nur zu gewinnen, sondern auch langfristig an sich zu binden.

Baidu kann dem Konzern nicht in der Weise finanziell unter die Arme greifen, wie es beispielsweise die chinesischen Internet-Riesen Alibaba und Tencent mit ihren Video-Streaming Angeboten können. Zwar ist iQiyi in China der meist genutzte on-demand Streaming-Anbieter, angesichts der starken Konkurrenz wird es jedoch immer kostspieliger,  sich in dem hart umkämpften Medienmarkt behaupten zu können. Für Baidu wird sich die Abspaltung jedenfalls als positiv erweisen, davon sind Analysten überzeugt.

Trotz seiner über 50 Millionen wachsenden Abonenntenzahl sind die Nettoverluste von iQiyi im Vergleich zum Vorjahr um 22%  und damit auf 591 Millionen US-Dollar gestiegen. Da iQiyi in China nach wie vor den Spitzenplatz unter den Streaming-Diensten einnimmt, wachsen trotz aller Verluste auch die Umsätze in nicht unbeachtlichem Maße. Ganze 55% Umsatzzuwächse verbuchte das Unternehmen 2017 im Vergleich zum Vorjahr.

Ein großer Gewinn war für iQiyi die Kooperation mit Netflix im letzten Jahr, dank welcher den chinesischen Nutzern des Streaming-Dienstes auch die hochklassigen Inhalte von Netflix zur Verfügung gestellt werden konnten.  Daran schienen sich auch die Anleger noch am Anfang der Woche zu erinnern, als der Kurs nach anfänglichem Schwächeln den Weg in einen steilen Aufwärtstrend einschlug. Die in China getroffene Lizenzvereinbarung der beiden Streaming-Anbieter ermöglicht es Netflix nämlich, in bisher unerschlossene Märkte mit großem Potential wie China vorzudringen.

Die Ankündigung der Belebung des Streaming Geschäfts durch die Konkurrenz aus China hat Netflix also gut verkraftet. Angesichts Netflix geschätztem Wert von etwa 80 Milliarden US-Dollar und über 100 Millionen Nutzern kann iQiyi dem Silicon-Valley Giganten vorerst sowieso nicht gefährlich werden. Der Wert des chinesischen Streaming-Dienstes wird gerade mal auf ein Achtel des Wertes von Netflix geschätzt.

Beachtlich ist der auch der Kursverlauf der Netflix-Aktie. Seit Jahresbeginn hat der Konzern gewaltige Gewinne von mittlerweile über 60% eingefahren. Zudem scheint sich der aktuelle Kurs auf dem Niveau eingependelt zu haben, der noch vor einer Woche den Allzeit-Höchstwert dargestellt hätte. Nach einem weiteren Schub der Aktie durch den Oscar-Gewinn in der Kategorie „Beste Dokumentation“, beendete der Kurs die Woche mit einem erneuten Rekordhoch von 331,41$.

Das jüngste Allzeithoch ist wohl auf die Berichte der New York Times zurückzuführen, nach denen sich Netflix mit Barack Obama in fortgeschrittenen Verhandlungen über eine Eigenproduktion mit dem Streaming-Riesen befindet. Dem ohnehin so beliebten ehemaligen US-Präsidenten würde damit nach seiner Präsidentschaft eine weltweite Plattform  zur Verfügung gestellt werden. Über das Format der Sendung und dessen Länge sei noch nicht entschieden worden.

Ohnehin setzt Netflix momentan alles daran, hoch talentierte Leute für seine Eigenproduktionen zu gewinnen und damit originelle Inhalte zu erschaffen. Das Unternehmen gab bekannt, es werde dieses Jahr um die 8 Milliarden US-Dollar für ihre Inhalte ausgeben. Etwa ein Drittel davon sei für die Eigenproduktionen gedacht.

Weil Eigenproduktionen für den Erfolg im Streaming-Markt so entscheidend sind, soll dieser Anteil in Zukunft sogar auf 50% wachsen.  Sollte es Netflix tatsächlich gelingen, sich mit dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama über eine Produktion zu einigen, wäre Netflix damit ein wahrer Geniestreich gelungen.

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Ein Beitrag von Johannes Daut.



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