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Vincenz verdiente am Verkauf von Commtrain 1,7 Mio Franken

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Gastautor: Robert Sasse
11.03.2018, 14:35  |  368   |   

St. Gallen (awp/sda) - Ein Gutachten zeigt, wie der ehemalige Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz an einer Firmenübernahme der von ihm präsidierten Kreditkartengesellschaft Aduno profitiert hat. Darin geht hervor: Vincenz, gegen den ein Strafverfahren läuft, hatte am Verkauf seiner Commtrain-Anteile an Aduno 1,7 Millionen Franken verdient.

Der Kaufpreis für Commtrain Card Solutions habe insgesamt 7 Millionen Franken betragen, heisst es im Gutachten von Aktienrechtler Peter Forstmoser, über das die "SonntagsZeitung" berichtete und das in Auszügen der Nachrichtenagentur SDA vorliegt.

Vincenz hatte sich laut dem Gutachten 2005 über das Investmentvehikel i-Finance-Management (iFM) an Commtrain beteiligt. iFM war eigens für diesen Zweck gegründet worden. Im August 2005 schlossen Aduno und Commtrain eine strategische Kooperationsvereinbarung ab, die eine Voraussetzung dafür war, dass sich die iFM an Commtrain beteiligte.

Ein Jahr später einigten sich Aduno und Commtrain schliesslich auf die Übernahme. Mit den 1,7 Millionen Franken, die Vincenz im Zuge derer erhielt, habe er innerhalb eines Jahres einen Gewinn von mehr als 400 Prozent eingefahren, schreibt die "SonntagsZeitung".

VORWURF UNGETREUER GESCHÄFTSBESORGUNG

Vincenz war seit der Gründung 1999 und bis Juni 2017 Verwaltungsratspräsident der Kreditkartengesellschaft Aduno. Inzwischen ermittelt die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft wegen möglicher ungetreuer Geschäftsbesorgung.

Vincenz soll bei Firmenübernahmen durch Aduno - etwa von Commtrain - und die Investmentgesellschaft Investnet ein Doppelspiel gespielt haben. Aduno reichte im letzten Dezember Anzeige ein.

Raiffeisen doppelte letzte Woche nach und reichte ebenfalls eine Strafanzeige gegen ihren ehemaligen Chef ein. Vincenz, der derzeit in Untersuchungshaft sitzt, bestreitet die Vorwürfe. Es gilt weiter die Unschuldsvermutung.

OFFENLEGUNG ODER ENTHALTUNG

Vincenz hatte seinerzeit Gutachten in Auftrag gegeben, um zu zeigen, dass alles mit rechten Dingen zu und her ging. In seinem Gutachten kommt Forstmoser zwar zum Schluss, Vincenz habe seine Interessenwahrungspflichten gegenüber Aduno nicht verletzt.

Doch hätte er entweder "seine (indirekte) Investition" in Commtrain gegenüber dem Verwaltungsrat der Aduno offenlegen oder aber sich der Mitwirkung bei der Entscheidfindung betreffend die Akquisition der Commtrain durch Aduno enthalten sollen.

Im Übrigen habe eine ausführliche Überprüfung aufgrund aller möglicherweise einschlägigen, in Lehre und Praxis entwickelten Regeln keinerlei Normverstösse aufgezeigt. Allerdings war Forstmoser befangen, weil er Partner von Vincenz Rechtsberater Peter Honegger war, wie die "SonntagsZeitung" schreibt.

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Ein Beitrag von awp Finanznachrichten

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