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1,20 Prozent p.a. Festzins für vier Jahre in Britischen Pfund
Foto: DekaBank

1,20 Prozent p.a. Festzins für vier Jahre in Britischen Pfund

Gastautor: Hussam Masri
12.03.2018, 10:09  |  690   |   |   

Autor: Hussam Masri

Das Brexit-Votum im Juni 2016 traf das Britische Pfund zunächst hart und ließ den Wert in Relation zum Euro zwischenzeitlich um mehr als ein Fünftel einbrechen. Seither hat sich die Lage jedoch etwas entspannt und im bisherigen Jahresverlauf 2018 verharrten die Notierungen knapp unter 0,90 Britischen Pfund je Euro. Einen wesentlichen Grund dieser Stabilisierung sehen Marktbeobachter in der Tatsache, dass es der britischen Wirtschaft nach dem EU-Referendum besser als von vielen erwartet ergangen ist. Nicht zuletzt die Währungsabwertung selbst trug als Stütze des Exportsektors zu dieser Entwicklung bei. Die positive konjunkturelle Grundstimmung brachte zuletzt beispielsweise der Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe zum Ausdruck, der im Februar unerwartet stark um 1,5 Punkte zum Vormonat auf 54,5 Zähler kletterte.

Mit ihrer ersten Zinserhöhung seit zehn Jahren im vergangenen November hat außerdem die Bank of England zur Stabilisierung des Britischen Pfund beigetragen. Der Leitzins wurde vom Rekordtief bei 0,25 Prozent auf 0,5 Prozent angehoben. Da die Währungsabwertung zu einer Verteuerung der Einfuhren und einer mittlerweile dreiprozentigen Inflationsrate geführt hat, sah sich die Notenbank zu diesem Schritt veranlasst. Im Februar hat die Bank of England zudem ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr auf 1,8 Prozent nach bisher 1,6 Prozent angehoben und überraschend angekündigt, dass sie möglicherweise schneller als bisher prognostiziert die geldpolitischen Zügel anziehen werde. Die Markterwartungen an eine nächste Leitzinsanhebung bereits im Mai haben sich daraufhin verfestigt. Zusätzlich zur Zinsentwicklung dürften laut Analysten aber insbesondere die weiteren Verhandlungen zum EU-Austritt für das Britische Pfund entscheidend sein. Hier kommt es darauf an, ob ein harter Brexit mit dem gefürchteten Verlust des EU-Binnenmarkt-Zugangs vermieden werden kann.

1,20 Prozent jährlicher Festzins mit den Währungschancen und Währungsrisiken des Britischen Pfund

Die DekaBank 1,20 % Britische-Pfund Festzins-Anleihe 04/2022 zahlt nach jeder der vier einjährigen Zinsperioden automatisch einen Zinsbetrag in Höhe von 1,20 Prozent p.a. bezogen auf den Nennbetrag von 1.000,00 Britischen Pfund (GBP). Somit können potenzielle Anleger eine höhere Verzinsung erzielen, als sie aktuell beispielsweise mit Bundesanleihen im vergleichbaren Laufzeitbereich möglich wäre.

Da der Nennbetrag in Britischen Pfund investiert wird, ist die Anleihe mit entsprechenden Währungschancen und Währungsrisiken verbunden. Diese kommen bei den vier Zinszahlungen und vor allem bei der vollständigen Rückzahlung des Nennbetrags am 05.04.2022 zum Tragen, wenn die in Britischen Pfund gezahlten Beträge in Euro umgerechnet werden. Daher wird vorausgesetzt, dass Käufer der Festzins-Anleihe von einer stabilen bis positiven Entwicklung des Britischen Pfund gegenüber dem Euro überzeugt sind.

Die Investition des Nennbetrags von 1.000,00 Britischen Pfund würde zum Beispiel beim aktuellen Wechselkurs von 0,8931 GBP je EUR (Stand: 06.03.2018) eine Zahlung von 1.119,70 Euro erfordern. Anschließend wäre ein sinkender EUR/GBP-Wechselkurs mit Blick auf die jährlichen Zinszahlungen und die Rückzahlung von Vorteil. Würde der EUR/GBP-Wechselkurs zum Rückzahlungstermin am 05.04.2022 beispielsweise nur noch bei 0,83 Britischen Pfund je Euro liegen, so würde die Rückzahlung des Nennbetrags 1.204,82 Euro entsprechen (= 1.000,00 / 0,83) und zusätzlich zu den festen Zinsen einen Währungsgewinn erzeugen.

Verluste durch die Währungsentwicklung drohen hingegen, wenn das Britische Pfund gegenüber dem Euro an Wert verliert, sodass der EUR/GBP-Wechselkurs steigt. Zum Beispiel könnte der Wechselkurs bei der Rückzahlung am 05.04.2022 die Parität von 1,00 EUR/GBP erreicht haben. In diesem Negativszenario wäre die Rückzahlung von 1.000,00 Britischen Pfund nur noch 1.000,00 Euro wert und würde gegenüber der exemplarischen Aufwendung von ehemals 1.119,70 Euro zur Investition des Nennbetrags einen Währungsverlust von 119,70 Euro je Anleihe hervorrufen. Auch die vier festen Zinszahlungen könnten einen solchen Währungsverlust nicht ausgleichen.

Außerdem sind die Zinszahlungen und die Rückzahlung mit dem Emittentenrisiko behaftet. Insbesondere wenn es zu einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank als Emittentin der Anleihen käme, würden deshalb Verluste bis hin zum Totalverlust drohen.

Die DekaBank 1,20 % Britische-Pfund Festzins-Anleihe 04/2022 mit der WKN DK0PQ1 steht vom 12.03.2018 bis zum 29.03.2018* (15:00 Uhr) zur Zeichnung bereit wird zu 100,00 Prozent des Nennbetrags (1.000,00 Britische Pfund je Stück) ohne Ausgabeaufschlag angeboten.

*Vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung der Zeichnungsfrist.



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Hussam Masri
Managing Director Produktmanagement, Product Sales und Produktmarketing, DekaBank

Masri ist Managing Director Produktmanagement, Product Sales und Produktmarketing bei der DekaBank verantwortlich für alle Fonds, Zertifikate und Vermögensverwaltungsprodukte, die an private Sparkassen-Kunden vertrieben werden, sowie für die Product-Sales-Einheiten. Insbesondere das Retail-Zertifikategeschäft hat der Diplom-Betriebswirt und Finanzökonom in leitender Funktion maßgeblich mit aufgebaut.

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