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BMW, VW & Co. Die beeindruckendsten Designs im Genfer Automobilsalon!

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Gastautor: Robert Sasse
12.03.2018, 12:23  |  380   |   

mid Genf – “Überall Aufbruchstimmung!” Rainer Müller ist sichtlich beeindruckt vom Genfer Autosalon. Und je nachdem, welche Serienautos, Showcars und Mobilitäts-Ideen er betrachtet, bricht auch mal schiere Begeisterung aus ihm heraus. Der Managing Director von Genesis-Design in München ist Designer aus Leidenschaft. Zusammen mit Partner Dirk Jürgens prägt er das Erscheinungsbild von Autos sowie anderer Produkte und Konzepten. Beim Streifzug durch die Genfer Messehallen interessiert er sich vor allem für zwei momentan wegweisende Themen: “e-Mobility und Autonomes Fahren sorgen derzeit für Aufbruchstimmung im Automobil-Design. Hier siehst Du die Mobilität von Morgen, denn die Konzepte verlassen mehr und mehr die alten Pfade.” Wir begleiten den Auto-Designer und erfahren, was ihn am derzeitigen Aufbruch vor allem beeindruckt bis begeistert.

Rainer Müllers erster Anlaufpunkt: BMW. Der Münchner ist gespannt auf den Concept M8 Gran Coupé. Das Showcar nimmt den kommenden BMW 8er vorweg. Sofort sprudeln die Eindrücke nur so aus ihm heraus: “Der M8 ist ein sensationelles Sport-Coupé: Sehr emotional, sehr viel Sportlichkeit und Power. Die BMW-Niere an der Front fällt hier sehr breit aus und hat den Schwerpunkt weit unten. Dadurch wirkt das gesamte Auto sehr flach mit niedrigem Schwerpunkt, das bringt den M8 stark und sportlich auf die Straße.” Besonders angetan haben es Rainer Müller die Seitenflanken. Er kennt den Ursprung dieser Formgebung: “So spannungsreiche, kräftige Flächen entstehen, wenn man ein Vierkantrohr torsiert, also in sich verdreht. Das lässt ein Fahrzeug sehr sportlich und sicher erscheinen.” Es entspreche BMWs Design-Philosophie, deshalb finde man besonders am Fünfer ebenfalls solche Flächen mit klaren Spannungen. Sichtlich stolz ist Rainer Müller auf die Felgen am Concept M8 Gran Coupé aus der Feder von Genesis-Design: Ein spezielles Produktionsverfahren habe hierbei im Design viele Freiheiten gewährt: “Dadurch konnten wir viel Emotion und Wertigkeit einbringen.” Außerdem für ihn bemerkenswert am bayerischen Concept Car: Die innovativen Rückleuchten, die ebenfalls den M8 sehr breit und flach aussehen lassen, damit er satt auf der Straße steht. Müllers Fazit zum M8: “Sein hochkomplexes Design vermittelt Emotion, Dynamik und Power. Starkes Auto von BMW, sehr brachial. Der hat das Zeug zum Porsche Panamera-Killer.”

Genesis-Design prägte auch maßgeblich das Facelift des BMW 2er Active Tourer, der in auffälligem Inferno Orange die Blicke der Genfer Messebesucher auf sich zieht. Müller: “Der F45 macht einen Riesen-Schritt, sieht viel moderner aus als der Vorgänger. Manches ist poliert, manches matt. Die Flächen bringen Emotion und Wertigkeit.” Die Motorsport-Version des ohnehin sehr dynamischen Kompakt-Vans wirke regelrecht brachial. “Die äußerst prominenten Air-Intakes stammen aus unserer Feder. Ich sehe das Design hier zum ersten Mal live, nicht nur in Bildern.” Das Auto sehe jetzt wahnsinnig edel aus. So müsse ein Facelift sein, um nach drei Jahren Kaufimpulse zu bieten, mit maximaler Differenzierung zum Vorgänger. Denn: “Was der Kunde nicht sieht, bezahlt er nicht.”

Eine Herzensangelegenheit des Münchners ist ein Besuch bei Mazda. Kevin Rice, den Design Director Europe, kennt er persönlich. Und er schätzt Mazdas Designsprache “Kodo – Soul of Motion”. Müller scheint die Idee dahinter verinnerlicht zu haben. Man hängt dem Auto-Designer förmlich an den Lippen, wenn er Mazdas Designsprache erklärt: “Kodo soll das Gefühl beschreiben, das Du hast, wenn Du ein sprungbereites Raubtier siehst. Das Adrenalin, das Du in diesem Moment spürst.” Besonderes Merkmal: Extrem komplexe Flächenbehandlung. “Das spannt sich von vorne bis ganz hinten, hat aus jedem Blickwinkel Dynamik. Die Fläche an sich ist statisch, aber in Reflexionen steckt die Dynamik, die Kodo ausstrahlt. Das vermittelt sehr viel Präzision. Stabilität als starkes Stützgerüst und darunter instabile Dynamik. Beides im Zusammenspiel baut viel Kraft auf.”

e-Mobility und Autonomie rücken am Messestand von Porsche in den Vordergrund. “Porsche Mission E Cross Turismo” heißt die spektakuläre Mischung aus Kombi und SUV mit reinem Elektroantrieb. Am Porsche Mission E Cross Turismo falle besonders das neue LED-Lichtdesign auf, das sich mehr und mehr aufs Auto-Design auswirke: “Das sieht man an der Porsche-Studie schon ganz gut.” Das bringt Rainer Müller außerdem auf die Auswirkungen, die immer komplexere Sensorik auf das Auto-Design haben werde. Müller: “Da findet gerade ein Wandel statt. Bisher hat man die Sensoren versteckt, jetzt inszeniert man das schon im Hinblick auf Autonomie Stufe 5.”

Besonders interessiert Rainer Müller auch Renaults Elektro-Taxi EZ-GO: “Ein witziges E-Auto-Konzept. Du steigst von vorne ein. Die Hersteller gehen neue Wege und verpacken das reizvoll mit attaktiven Studien.” Renaults Denkanstoß bringt Müller allerdings auch ins Grübeln: “Das Modell Auto, wie wir es jetzt kennen, wird sich stark verändern aufgrund solcher neuen Packages. Du hast nicht mehr den Motor vorne und den Kofferraum hinten, das fällt alles weg. Du hast stattdessen eine Plattform unten und einen Aufbau oben, und Du kannst das Fahrzeug frei begehbar machen. Du schaffst hier Räume, in denen Du Zeit verbringst. Das sind keine fahrerorientierten Arbeitsplätze mehr. Sondern Räume für Freizeitgestaltung: Du kannst Dich erholen, Spiele spielen, Business machen.”

Aktuelles Beispiel hierfür kurz vor der Serienreife: Der Jaguar I-Pace: Am Elektro-SUV der Engländer erkenne man deutlich das Package von modernen Fahrzeugen, die von vornherein speziell für die Architektur mit Elektromotoren entwickeln worden sind: “Du hast einen relativ langen Radstand und dadurch einen sehr großen Inneraum. Die A-Säule wandert nach vorne, dadurch ist der Überhang vorne sehr kurz. Das geht fast schon in Richtung Van. Du hast also künftig bei Autos wie dem I-Pace eine lange, große Fahrgastzelle mit viel Platz, und trotz Allradantrieb keinen Mitteltunnel.”

Weitere Änderungen in der künftigen Gestaltung des Innenraums bringen laut Rainer Müller autonome Fahrzeuge mit sich: Die entsprechenden Studien hätten immer öfter Sitze ohne Sicherheitsgurte, ein Lenkrad ohne Airbag oder extrem schlanke Armaturenbretter. Der Chef von Genesis-Design: “Da hat ein Airbag überhaupt nicht mehr Platz in solchen Konzepten. Das ist die Folge von der Idee einer heilen Welt, in der die autonomen Fahrzeuge keinen Unfall mehr bauen.”

Neben den Megatrends e-Mobility und Autonomes Fahren fielen Rainer Müller in Genf die sogenannten “People Mover” auf. Sie beantworten laut Müller spannend die Frage: “Wie kann ich Leute elektrisch im innerstädtischen Nahverkehrsbereich bewegen?” Zu den Antworten gehörten immer mehr interessante E-Scooter und E-Fahrräder. Die Auswirkungen dieser neuen Trends findet Müller sehr spannend, denn: “Fahrzeuge und Fahrerlebnis werden immer emotionsloser und gehen am Ende in ein Mobilitätskonzept auf. Dennoch verstehen es die Hersteller, dieses Manko mit neuen Ideen zu kompensieren. Das Erlebnis ist jetzt die nicht das Fahren, sondern die neu gewonnene Zeit. Ob zum Chatten, Relaxen oder zum Arbeiten. Dank perfekter Vernetzung ist das alles möglich.”

Es gebe aber auch eine klare Gegenströmung, welche die Autowelt gekonnt bereichere: “Kernige Ottomotoren, bewundernswerte Karosserien und lässiger Sound bewahren Tradition und Emotion.” Konkretes Beispiel: Der Lamborghini Urus, ein Mega-SUV mit 650 V8-Biturbo-PS im Lambo-typisch kantigen Design. Rainer Müller ist sichtlich angetan von diesem Fahrzeug und den Parallel-Welten von e-Mobility und Old School-Boliden. Am Ende bleibt dem Auto-Designer schier unerschöpfliche Inspiration: “Ich bin noch ganz geflashed von den unzähligen Eindrücken.”

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Ein Beitrag von Global Press.



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