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Telekom und United Internet Da ist ordentlich Zündstoff drin!

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Gastautor: Robert Sasse
12.03.2018, 17:14  |  402   |   

Liebe Leser,

eine „flächendeckende digitale Infrastruktur von Weltklasse“: So lautet die ambitionierte Vorgabe des im Februar beschlossenen und am Montag unterzeichneten Koalitionsvertrags. Tatsächlich ist es allerhöchste Eisenbahn, denn bisher verfügen nicht einmal 2,5 Prozent der deutschen Haushalte über einen direkten Glasfaseranschluss. Das ehrgeizige Ziel der Koalitionäre: „Glasfaser in jeder Region und jeder Gemeinde, möglichst direkt bis zum Haus.“

Im Mittelpunkt der milliardenschweren Finanzierung des für die digitale Zukunft Deutschlands essentiellen Ausbaus stehen auch die beiden Branchengiganten Telekom sowie United Internet (1&1, GMX, Web.de, Strato).

UI-Chef Dommermuth will Glasfaser-Fonds gründen

Nun sorgte ein Vorpreschen des UI-Chefs Ralph Dommermuth am Wochenende für Furore – vor allem bei der Telekom. So schlug Dommermuth in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ vor, das Highspeed-Internet hierzulande mit einem weiteren Bündnis zu beschleunigen: „Um jetzt schneller vorwärts zu kommen, schlagen wir einen Gigabit-Ausbaufonds vor, für ein nationales Netz-Bündnis“, sagte der Chef des Telekom-Erzrivalen gegenüber der Sonntagszeitung.

Telekom soll partizipieren

Dommermuth weiter: „Jede Telekommunikationsgesellschaft, die sich an diesem Bündnis beteiligen möchte, würde entsprechend ihrem heutigen Marktanteil Kapital in die Gesellschaft einzahlen.“ Hierfür sei es wichtig, dass die Deutsche Telekom partizipiere. Denn: „Ohne die Telekom funktioniert die Netzgesellschaft nicht“, erklärte er weiter.

Der 1&1-Gründer sehe vor, den Glasfaser-Fonds mit einem Volumen von 30 Milliarden Euro zu speisen. Dies soll wie folgt aussehen:

• zehn Milliarden von den beteiligten Unternehmen
• zehn Milliarden aus Fördermitteln
• zehn Milliarden an Krediten

United Internet selbst soll laut dem Manager 1,4 Milliarden Euro beisteuern.

Telekom entgegnet

Das Vorpreschen des Konkurrenten sorgte bei der Telekom am Montag allerdings für Stirnrunzeln. So sagte der Telekom-Sprecher Philipp Schindera gegenüber dem Online-Portal „Golem.de“: „1&1 zählte bisher nicht zu den Unternehmen, die ihre Gewinne in den Aufbau eigener, neuer Netze investiert haben, sondern 1&1 beließ es bei vollmundigen Ankündigungen.“

United Internet stehe Beteiligung an Telekom-Kooperationen offen

Überdies sei es „interessant“, dass der Firmenchef des unter anderem in Montabaur (Rheinland-Pfalz) sitzenden Konzerns jetzt diesen Vorschlag zu einem „Industriebündnis“ äußere. Vielmehr hätte United Internet längst die Möglichkeit gehabt, „statt Worten den Spaten in die Hand zu nehmen“. So stehe es dem TecDax-Konzern nach wie vor offen, an einer von der Telekom und weiteren Partnern initiierten Kooperation teilzunehmen, hieß es weiter.

Telekom sieht sich als Vorreiter

Laut Angaben des Dax-Konzerns habe man im letzten Jahr 5,4 Milliarden Euro in den Ausbau des deutschen Netzes gesteckt. Dieses Jahr soll sich jene Investitionssumme auf 5,7 Milliarden Euro erhöhen. United Internet habe hingegen 2016 lediglich 169 Millionen Euro in den Netzausbau investiert. 2015 sollen es 140 Millionen Euro gewesen sein, so der Telekom-Sprecher.

Im Hinblick auf die Aktivitäten des Konkurrenten fügte Schindera an: „Wir vermuten mal, dass die Zahlen für 2017 nicht viel mehr sein werden. Es gibt seit Jahren Möglichkeiten für 1&1, sich an gefördertem Ausbau zu beteiligen. Dies wurde nicht wahrgenommen. Wir sind gespannt, ob 1&1 jetzt wirklich in den Ausbau einsteigen möchte oder wieder mal großen Ankündigungen nur kleine Taten folgen lässt.“

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Ein Beitrag von Marco Schnepf.



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